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Die besten Speicherkartenleser für SD und CFexpress 2022

05.05.2022 | 15:30 Uhr |

Ambitionierte und Profi-Fotografen speichern ihre Bilder auf SD-Karten. Nicht jeder Mac hat einen passenden Slot: Wir haben die besten Kartenleser getestet.

Man war im Herbst 2021 beinahe bemüht, die Plattitüde von der "Sensation" zu bemühen, aber in die Macbooks Pro 14 Zoll und 16 Zoll mit M1 Pro und M1 Max hat Apple tatsächlich nicht nur den Magsafe-Anschluss für den Strom zurückgebracht, sondern auch einen SD-Card-Slot. Erst vor wenigen Jahren hatte Apples Phil Schiller den Verzicht auf ein integriertes Lesegerät damit begründet, dass immer mehr Fotografen ihre Bilder per WLAN von der Kamera auf den Mac übertragen und ohnehin eh nur noch alle mit dem iPhone knipsen und filmen wollten. Nicht nur Profifotografen schüttelten daraufhin fassungslos den Kopf.

Apple hat diesen Fehler offenbar eingesehen, der neue Mac Studio bietet den SD-Card-Slot sogar an der Vorderseite: Die Karte schnell raus aus der Kamera, in den Mac gesteckt, Bilder importiert – so soll es sein. Für diejenigen Mac-Anwender, die einen solchen Luxus nicht genießen, haben wir uns die besten und schnellsten Card-Reader angesehen, die Sie für Geld derzeit bekommen können.

Kompakte Speicherkartenleser

Die kompakten Gehäuse mit USB-C sind praktisch für den Transport und bieten bis zu zwei Speicherkartentypen einen passenden Slot. In der Regel lassen sich beide Slots auch parallel benutzen, beispielsweise zum Umkopieren. Mit zwei Slots, einem für SD und einem für microSD, haben wir mit dabei den Anker PowerExpand 2-in-1 , den Lexar Professional USB-C Dual-Slot und den Satechi USB-C UHS-II Card Reader .

Eine Kombination aus SD-Slot und CFexpress ist der Prograde PG05.5 und mit zwei SD-Slots der Kingston UHS-II WFS-SD und der Prograde PG08 .

Mit nur einem SD-Slot und einem USB-A-Stecker kommen SanDisk Extreme PRO SD UHS-II und der vergleichbare Kingston MobileLite Plus . Kingston liefert seinen schnellen Speicherkartenleser zusammen mit der Kingston Canvas React Plus UHS-II SDXC Karte. Und zwar sowohl in der vollen SD-Baugröße als auch als microSD.

Anker PowerExpand 2-in-1

© Thomas Bergbold

Der Anker PowerExpand 2-in-1 bietet nicht nur Datenraten im Spitzenfeld, sondern auch ein robustes und flexibles Anschlusskabel.

Der Preis von 25,99 Euro ist sehr günstig.

Canvas React Plus

© Thomas Bergbold

Kingston liefert mit seinen Canvas React Plus Speicherkarten passende Speicherkartenleser mit, die fast an die Leistung der Spitzengruppe heran reichen.

128 GB kosten derzeit 133 Euro

Lexar Professional USB-C Dual-Slot

© Thomas Bergbold

Auf den ersten Blick zeigt sich das Lexar Professional USB-C Dual-Slot mit seinem Kunststoffgehäuse wenig professionell. Bei den Datenraten landet es aber in der Spitzengruppe.

Der aktuelle Preis ist derzeit bei 38,91 Euro.

Prograde PG05.5 und PG08

© Thomas Bergbold

Durchweg professionell sind die zwei Speicherkartenleser PG05.5 und PG08 von Prograde. Das fängt bei den Datenraten an und hört beim Gehäuse nicht auf. Interessantes Extra am Rande, die Gehäuse lassen sich stapeln und haften durch Magnete aneinander.

Die Speicherkartenleser von Prograde sind für je 86,99 Euro im Handel erhältlich.

SanDisk Extreme PRO SD UHS-II k

© Thomas Bergbold

Der SanDisk Extreme PRO SD UHS-II kommt zwar bei den Datenraten an die Spitzengruppe ran, macht aber in der Handhabung nicht glücklich. Das Einschieben der Speicherkarten ist fummelig und das Herausziehen benötigt kraft.

Mit 19,99 Euro ist der Speicherkartenleser sehr günstig.

Satechi USB-C UHS-II Card Reader

© Thomas Bergbold

Der Satechi USB-C UHS-II Card Reader mit seinen zwei Speicherkartenslots sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch Datenraten auf Spitzenniveau.

Der sehr gute Speicherkartenleser ist für 42,70 Euro im Handel erhältlich.

Multiport Adapter

Bei den Multiport-Adaptern wird in der Regel an den Speicherkartenleser gespart. Es gibt aber ausnahmen, so wie das USB-C Travel Dock E von OWC , hier gibt es UHS-II Kompatibilität.

OWC USB-C Travel Dock E

© Thomas Bergbold

Bei Multiportadaptern bekommt man normalerweise nur UHS-I Geschwindigkeit. Anders bei OWC, die ihrem USB-C Travel Dock E UHS-II spendieren. Das reicht für ausreichende Datenraten in der Mittelklasse.

Das Travel Dock E ist für 74,89 im Handel erhältlich.

Dockingstations

Profilösungen finden sich genauso unter den Dockingstations, wie die universellen Dockingstations für Macbook-Nutzer. Wir haben die zuletzt getesteten Thunderbolt-4-Dockingstations von Anker und Sonnet Echo 11 ebenso einbezogen, wie das große LMP USB-C SuperDoc k. Spezielle für Profis sind mit dabei das SanDisk Professionell Pro-Dock 4 und die Kingston Workflow Station . Die Profilösungen bieten beispielsweise flexible Module, für SD UHS-II, microSD und Compact Flash. Sie lassen sich nicht nur mit dem Dock kombinieren, sondern auch einzeln mit USB-C Kabel einsetzen. Bei SanDisk Professionell gibt es auch ein Modul für die CFexpress-Karten.

Wie auch die Thunderbolt-4-Dockingstations bieten die Profilösungen zusätzliche Schnittstellen. Bei Kingston gibt es für USB-C und USB3.0 ein extra Modul. SanDisk Professionell integriert zwei Thunderbolt 3 und zwei USB-C zusammen mit einem Kopfhöreranschluss in ein großes Thunderbolt-3-Gehäuse.

Anker Thunderbolt 4 Dockingstation

© Thomas Bergbold

Der Speicherkartenleser in der Anker Thunderbolt 4 Dockingstation überzeugt nicht nur durch seine guten Datenraten, sondern vor allem auch durch seinen Federmechanismus. Dadurch ist das Herausnehmen der Speicherkarte besonders leicht.

Der Preis für die Dockingstation liegt derzeit bei 399,99 Euro .

Mac Studio

© Thomas Bergbold

Das Apple einen UHS-II Speicherkartenleser verbaut ist löblich. Er ist leicht von vorne zugänglich, nur ist die Geräuschkulisse beim Einschieben wenig vertrauenswürdig. Bei den Kratzgeräuschen bekommt man Angst um seine Speicherkarte. Die Datenraten reichen nicht ganz an die besten Mitbewerber heran.

Kingston Workflow Station

© Thomas Bergbold

Die Kingston Workflow Station überzeugt durch ihren modularen Aufbau. Die Basis bietet vier Steckplätze für Module, zum Beispiel für Speicherkartenleser und USB-Anschlüsse. Die Module lassen sich auch einzeln einsetzen, dazu sind im Lieferumfang USB-C Kabel dabei. Die Datenraten reichen an die Spitzengruppe heran.

Die Workflow Station kosten mit dem USB-A/C Modul nur 80,17 Euro, das SD-Modul 37,98 Euro.

LMP Superdock

© Thomas Bergbold

Wie so oft bei Dockingstations sind die Speicherkartenleser eine Zugabe. Das LMP USB-C SuperDock kann sich aber mit durchweg guten Datenraten unter den Dockingstations behaupten.

Das USB-C SuperDock kostet 249,- Euro im Handel.

SanDisk Professional Pro-Dock 4

© Thomas Bergbold

Das SanDisk Professional Pro-Dock 4 ist eine Lösung für Profis. SanDisk Professional kombiniert eine vollwertige Dockingstation mit Gigabit Ethernet, DisplayPort, Headset und je zweimal USB-A3.0, USB-C 3.2 Gen 2 sowie Thunderbolt 3 mit vier Slots für Speicherkartenleser. Speicherkartenleser sind beispielsweise für CFexpress Typ B und SDXC sowie microSD für Preise ab 90,- Euro zu haben.

Durch die Kombination aus Thunderbolt 3 Dockingstation und Cardreader-Dock relativiert sich der hohe Preis von 516,99 Euro ein wenig. Leistung und Verarbeitung sind ohne Tadel auf höchstem Niveau.

Sonnet Echo 11

© Thomas Bergbold

Der Speicherkartenleser im Sonnet Echo 11 bietet volle UHS-II Unterstützung. Die Leistung ist vergleichbar zur Dockingstation von Anker und liegt leicht unterhalb der Spitzengruppe.

Der Preis in Fachhandel liegt derzeit bei 405,99 Euro.

Als Testsystem kommt der neue Mac Studio zum Einsatz, seinen Speicherkartenleser haben wir daher mit in den Test einbezogen. Detaillierte Infos zu den einzelnen Speicherkartenleser lesen Sie in den Bildunterschriften.

Speicherkartenleser - Empfehlung

Fotografen, die CFexpress-Karten nutzen, fällt die Wahl leicht, alle Speicherkartenleser leisten einen guten Job und können uneingeschränkt empfohlen werden.

Wer für seinen mobilen Mac eine Dockingstation sucht, bekommt bei allen unseren Probanden eine gute Leistung. Systembedingt ist diese nicht mit den besten Einzel-Speicherkartenleser vergleichbar und bei den USB-C Dockingstations beziehungsweise Hubs schlechter als bei denen mit Thunderbolt-Anschluss. Eine rund 30 MB/s schlechtere Datenrate beim Auslesen lässt sich bei den Thunderbolt-Docks leicht verschmerzen. Schmerzen bekommt man beim Speicherkartenleser im Mac Studio. Die Geräuschkulisse tut weh, vor allem das letzte Knacken, wenn die Karte einrastet. Da bekommt man einfach Angst um die Speicherkarte.

Die Speicherkartenleser von Anker, Kingston, Lexar, Prograde, SanDisk und Satechi hinterlassen bei den Datenraten alle einen guten Eindruck. Je nach verwendeter Speicherkarte ist mal der eine oder andere Speicherkartenleser vorne. Bezüglich Handhabung fällt nur der Speicherkartenleser von SanDisk deutlich ab. Wer ihn oft benutzen muss, wird damit nicht glücklich. In der Summe aus Datenrate, Handhabung und Verarbeitung haben uns die Speicherkartenleser von Anker, Prograde und Satechi am besten gefallen.

Einen sehr professionellen Eindruck hinterlassen die modularen Systeme von Kingston und SanDisk Professional. Das Pro-Dock 4 ist eine kompromisslose Lösung und für alle besonders interessant, die auch gleich noch eine vollwertige Dockingstation benötigen. Die einzelnen Module mit Speicherkartenleser sind extrem robust und eignen sich so auch für den Outdooreinsatz. Man merkt, dass sich SanDisk Professional intensiv Gedanken bei der Entwicklung gemacht hat. Das fängt bei der sehr guten Ausstattung an und hört bei so Kleinigkeiten wie dem perfekten Stand auf dem Schreibtisch nicht auf. Das Pro-Dock 4 steht dank seiner Gummifüße so fest, dass man es nicht festhalten muss, wenn man Geräte ansteckt.

Die Workflow-Station von Kingston kann da mit ihrem guten Kunststoffgehäuse naturgemäß nicht ganz mithalten. Wir hatten die Workflow-Station über die letzten Monate im täglichen Einsatz und uns hat vor allem die Handhabung sehr gut gefallen. Der Zugriff von oben ist besonders leicht und macht eine Einhandbedienung möglich. Nicht wie beim Mac Studio, bei dem man das Gehäuse festhalten muss. Daher ist die Workflow-Station auch eine Empfehlung für Mac Studio Nutzer im stationären Einsatz. Für unterwegs sind die Module wegen ihres USB-C-Anschlusses auch sehr gut geeignet. Was aber noch fehlt, ist ein Modul für CFexpress.

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