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Drucker und Festplatte im Netz bereitstellen

01.07.2007 | 15:54 Uhr |

Drucker und Festplatte im Netz bereitstellen

Die Geräte von Apple, D-Link und Zyxel bieten die Möglichkeit, über eine USB-Schnittstelle externe Drucker oder Massenspeicher dem gesamten lokalen Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Safari außen vor: Die Geräte von D-Link (im Bild), Trendnet und Zyxel lassen sich nur mit Hilfe von Mozilla problemlos verwalten.
Vergrößern Safari außen vor: Die Geräte von D-Link (im Bild), Trendnet und Zyxel lassen sich nur mit Hilfe von Mozilla problemlos verwalten.

Am einfachsten geht dies mit Apples Basisstation. Mit einer eigenen Software verwaltet man die Zugriffsrechte auf eine angeschlossene Festplatte. Die Daten lassen sich per Passwort oder mit Hilfe eines Benutzerkontos sichern. Als einziger Router erlaubt die Airport Extreme, private Verzeichnisse für einzelne Nutzer einzurichten. Die dort gespeicherten Daten kann nur der jeweilige Nutzer abrufen.

Ein Drucker an der USB-Schnittstelle der Airport Extreme macht jedoch bisweilen Probleme. Einige Leser haben berichtet, dass angeschlossene HP-Drucker Ausdrucke nur mit deutlichen Farbverfälschungen zu Papier bringen. Dieses Problem ist allerdings nicht auf die Apple-Station beschränkt, es tritt mit allen Routern auf, die einen USB-Port zum Anschluss von Druckern anbieten.

Ursache dürften die Druckertreiber sein, die nicht für den Betrieb über eine Netzwerkverbindung ausgelegt sind. Wer einen Drucker per Router ansteuern möchte, sollte das nach Möglichkeit beim Händler vor Ort ausprobieren.

Als einziges Gerät bindet Apples Basisstation einen angeschlossenen Drucker mit Hilfe von Bonjour in ein Netz ein. Die anderen Router beherrschen dies nicht. Hier muss man den Drucker als Netzwerkdrucker ansprechen, was zusätzlich einen wesentlich höheren Konfigurationsaufwand bedeutet.

Leuchtdioden oder Piktogramme

Sicher und schnell: Bei aktivierter WPA2-Verschlüsselung arbeitet die Airport-Karte des Macbook am besten mit den Routern zusammen.
Vergrößern Sicher und schnell: Bei aktivierter WPA2-Verschlüsselung arbeitet die Airport-Karte des Macbook am besten mit den Routern zusammen.

In der Kommunikation mit dem Nutzer zeigt sich Airport Extreme äußerst zurückhaltend. Gerade einmal eine Leuchtdiode steht zur Verfügung, die bei korrekter Funktion grün und bei einem Fehler gelb aufleuchtet. Der Rest des Testfeldes gibt sich auskunftsfreudiger. Hier gibt es eine Leuchtdiode für jeden Netzwerkanschluss sowie für das drahtlose Netz und den Internet-Zugang.

Der Netgear-Router WNR854NT bietet sogar aussagekräftige Piktogramme, die auf einen Blick zeigen, ob Daten über das WLAN oder den LAN-Port übertragen werden oder die Internet-Verbindung aktiv ist. Das Testgerät von D-Link bietet ebenfalls Piktogramme. Diese sind jedoch so klein ausgefallen, dass man sie ab einer Entfernung von einer Schreibtischlänge kaum mehr erkennen kann.

Die dürftige Statusanzeige gleicht Apples Basisstation durch ihre Software zumindest teilweise aus. Die Software, die nach der Installation über das Internet aktualisiert werden sollte, zeigt die genaue Ursache eines Problems an. Das Konfigurationsprogramm von Apple ist in weiten Teilen deutlich komfortabler als das Browserinterface der übrigen Router. Für diese gibt es zwar ebenfalls eigene Set-up-Programme, allerdings nur für Nutzer von Windows-Systemen. Dafür zeigen die webbasierten Oberflächen alle Optionen an, die in Apples Software teilweise gut versteckt sind.

Das Funknetz richtet man mit Hilfe der Airport-Software allerdings am komfortabelsten ein, vor allem, wenn man mehrere Router installieren muss. Mit der Apple-Software erkennt man alle im lokalen Netz angemeldeten Airport-Geräte und kann sie verwalten. Die Nutzeroberflächen der anderen Router bieten dies nicht.

Das Nutzer-Interface von Netgear stufen wir im Test als zweitbestes ein. Die klare Menüstruktur macht es einfach, sich in den Optionsdialogen zurechtzufinden, während eine stets eingeblendete Hilfefunktion mögliche Einstellungen erklärt. Allerdings gibt es das Interface nur in englischer Sprache.

Auf den Rängen folgen die Router von Zyxel, Trendnet, D-Link sowie Siemens. Das Gigaset SE366 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Konfiguration des Routers erfolgt komfortabel und ist auf Einsteiger ausgerichtet. Die Menüstruktur entspricht jedoch keinem gewohnten Standard, so dass einige Einstellungen anfangs schwer zu finden sind.

Dass Neuentwicklungen nicht immer besser sind als Altbewährtes, zeigt auch der DIR-655. Seine Menüoberfläche ist bestenfalls als unübersichtlich zu bezeichnen, die Farbgebung recht eigenwillig. Wie bei den Modellen von Trendnet und Zyxel startet die Benutzeroberfläche den Router selbst dann neu, wenn man nur triviale Optionen ändert.

Die drei Testkandidaten sind zudem nicht mit Apples Safari kompatibel. Die Webinterfaces bieten mit Hilfe von Javascript grafische Spielereien und dynamische Menüs, die Zusammenarbeit mit Apples Browser klappt aber nicht. Einrichten lassen sich die drei Router dagegen mit dem Mozilla-Browser Firefox.

Einen Minuspunkt handelt sich der Trendnet-Router ein. Im Handbuch ist für den ersten Login das Passwort „admin“ angegeben, obwohl man das Feld einfach leer lassen muss.

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