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Eine Frage der Schreibgeschwindigkeit

01.03.2007 | 10:45 Uhr |

Eine Frage der Schreibgeschwindigkeit

In unseren Benchmark-Tests stellt sich heraus, dass Matsushita mit dem UJ-85J das derzeit schnellste Slimline-Laufwerk auf dem Markt hat. Obwohl alle Brenner offiziell als achtfach-Speed beim Brennen von DVDs tituliert werden, setzt sich das UJ-85J in dieser Disziplin von der Konkurrenz ab. Der Hersteller hat das so genannte Zone-CLV-Verfahren optimiert, so dass das Laufwerk etwas früher die volle Geschwindigkeit erreicht. In der Praxis macht das einen Unterschied von knapp drei Minuten pro voller DVD aus. Vielbrenner werden diese Zeitersparnis auf die Dauer zu schätzen wissen.

Double-Layer-Medien brennen sämtliche Probanden mit vierfacher Geschwindigkeit. Nominell ist das annähernd doppelt so schnell wie das Original-Superdrive von Apple. In der Praxis messen wir einen Zeitunterschied von 10 bis 13 Minuten. Ein ordentliche Zeitspanne.

Lautheit

Unterschiede gibt es auch bei der Geräuschentwicklung. Traditionell erreichen optische Laufwerke beim Importieren von Audio-CDs ihr höchstes Lautstärkeniveau, da die Spindelmotoren hier mit der schnellsten Drehzahl arbeiten. Mit über vier gemessenen Sone liegt der Pioneer-Brenner dabei am Ende des Testfeldes. Damit rauscht das Laufwerk etwa doppelt so laut vor sich hin, wie ein Mac Pro unter Volllast. Etwas besser macht es das Matsushita-Laufwerk. Wir messen 3,2 Sone.

Besonders sensibel auf störende Geräusche ist man beim Ansehen von Video-DVDs. Gerade dann, wenn der Mac-Mini als DVD-Player im Wohnzimmer zum Einsatz kommt, wünscht man sich möglichst wenig Nebengeräusche. Hier machen alle Laufwerke einen guten Job. Mit 0,8 bis 1 Sone bleiben sie dezent im Hintergrund.

Kommentar

Slimliner-DVD-Brenner, Ausstattung und Bewertung
Vergrößern Slimliner-DVD-Brenner, Ausstattung und Bewertung

Das schnellste Laufwerk im Test ist ohne Zweifel das Matsushita UJ-85J. Im Vergleich zum Original-Superdrive von Apple legt es besonders beim Brennen von Double-Layer-Medien ordentlich zu, doch auch die Brenngeschwindigkeit bei DVD-R und DVD+R hat der Hersteller spürbar beschleunigt. Nur der Preis schreckt ab, denn man muss das Laufwerk über eine Zwischenstation wie die amerikanische Firma Fastmac erstehen. Im freien Handel bekommt man das Gerät derzeit nicht. Sowohl Fastmac als auch der deutsche Distributor packen dann ihre Margen drauf, am Ende zahlt man mehr als doppelt so viel wie für das Pioneer oder Plextor-Laufwerk. Das ist es unserer Meinung nach nicht wert. Aus diesem Grund gewinnt der Pioneer-Brenner diesen Vergleichstest, dicht gefolgt vom baugleichen Modell von Plextor.

Fazit

Bastler, die ihren Mac Mini zu einem schnellen DVD-Brenner verhelfen wollen, finden derzeit drei Slimline-Lösungen auf dem Markt. Alle Modelle schlagen sich achtbar. Für welches der Laufwerke man sich letztlich entscheidet, ist wie so oft eine Frage des Geldbeutels. cm

Feedback: christian.moeller@macwelt.de

So testet Macwelt

Konfiguration Alle DVD-Brenner bauen wir in einen Mac Mini Core Duo 1,66 GHz ein, der mit Mac-OS X 10.4.8 arbeitet und mit 1 GB RAM ausgestattet ist. Als Testmedien benutzen wir CD-R, DVD+R-, DVD-R- und DVD+R-DL-Medien der Firma Verbatim. DVD-RAM-Medien benutzen wir von TDK und Maxell.

Testbewertung Als wichtigste Bewertungskriterien setzen wir die Geschwindigkeiten bei CDs und DVDs an. Sie gehen mit 50 Prozent in die Wertung ein. Mit 20 Prozent der Gesamtnote werten wir die Kompatibilität zu Apples Standardprogrammen und zu Toast 7. Die Lautheit geht in die Ergonomie-Note mit ein, die wir mit 10 Prozent bewerten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stufen wir mit 20 Prozent der Gesamtnote ein.

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