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Endlich Outlook in Office Mac 2011

26.10.2010 | 10:27 Uhr |

Endlich Outlook in Office Mac 2011

Kaum zu glauben, dass Microsoft endlich Entourage in Rente schickt und das Organisations- und Kommunikationsprogramm Outlook mit Office Mac 2011 zum ersten Mal auf dem Mac bringt. Die Cocoa-Software fühlt sich deutlich performanter und zuverlässiger als Entourage an. Zudem arbeitet sie problemlos mit Exchange-Servern zusammen und bietet nahezu alle Funktionen, die man auch von Office 2010 unter Windows kennt. Wie gewohnt hat man Zugriff auf E-Mails, einen Kalender, kann Aufgaben planen, Kontakte verwalten oder Notizen anlegen. Gleichzeitig bringt Outlook Übersicht in endlose E-Mail-Diskussionen, indem es mehrere E-Mails über unterschiedliche Ordner hinweg als zusammenhängende Konversation anzeigt. Selbst wenn man diese Form der Darstellung nicht explizit gewählt hat, kann man über einen Konversationsknopf alle Beiträge schnell zusammenfassen.

Outlook 2011 erlaubt den Import von PST-Dateien, dem Outlook-Dateiformat auf dem PC, um den Umstieg von Windows zum Mac so einfach wie möglich zu gestalten. Eine sieben Gigabyte große PST-Datei aus Office 2007 importiert Outlook 2011 im Test problemlos, auch wenn man sich rund 50 Minuten gedulden muss.

Outlook 2011 auf dem Mac verwendet selbst jedoch keine PST-Dateien, sondern legt Nachrichten in einzelnen Dateien ab. Diese kann der Mac-Suchdienst Spotlight bequem indizieren und zügig durchsuchen, zudem kann Time Machine Sicherungen erstellen. Hat man mehrere E-Mail-Konten, konsolidiert Outlook Eingangskorb, Entwürfe sowie gesendete und gelöschte Elemente in einem übergeordneten Ordner.

Möchte man zu einer Besprechung in Form einer E-Mail einladen, kann man sich eine Kalendervorschau mit allen Terminen im Umfeld anzeigen lassen. Dies funktioniert auch ohne Anbindung an einen Exchange-Server. Umgekehrt entfällt der Wechsel in die Kalenderübersicht, wenn man eine Anfrage zu einem Meeting erhält.

Kritik muss sich Outlook 2011 bezüglich seiner Fähigkeiten zur Synchronisation mit iCal und dem Adressbuch gefallen lassen. Die Anbindung an das Adressbuch erfolgt über einen etwas gewöhnungsbedürftigen Sync-Service, der sich in den Einstellungen von Outlook verbirgt. Die Kalenderdaten lassen sich jedoch nicht miteinander abgleichen. Man kann zwar einen Kalender aus iCal exportieren und in Outlook importieren, umgekehrt geht dies nicht, was gemeinsame Kalenderstände auf dem iPhone und in Outlook verhindert. Und auch sonst gibt es einige Kritikpunkte. So sind zum Beispiel die Funktionen "E-Mail umleiten" und "E-Mail erneut versenden" entfallen und den Postfächern kann man keine Kategorien mehr zuordnen. Zudem hört man vereinzelt von Problemen beim Import alter Entourage-Datenbanken sowie beim Import von Entourage-Soundsets.

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