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Epson WorkForce Pro WF-C5710DWF – Der Alleskönner fürs Büro

02.07.2019 | 08:26 Uhr |

Epson verspricht mit dem WorkForce Pro WF-C5710DWF ein schnelles Multifunktionsgerät für kleine Arbeitsgruppen. Dieser Aussage möchten wir in diesem Test nachgehen.

Von einem Multifunktionsdrucker im Büroeinsatz erwartet man einen Scanner mit automatischem Dokumenteneinzug, einer großen Papierkassette und Flexibilität beim Einbinden in das eigene Netzwerk.

Mit all dem kann der Epson WorkForce Pro WF-C5710DWF dienen. Sein Dokumenteneinzug fasst maximal 50 Blatt und seine Papierkassette 250 Blatt. Gegen Aufpreis gibt es eine weitere Papierkassette. Duplex, also beidseitiges Drucken und Scannen beherrscht er auch. Zusätzlich gibt es noch ein Multifunktionspapierfach mit Platz für 80 Blatt. Im Multifunktionspapierfach wird das Papier nur leicht gebogen, daher ist es ideal für dickes Papier oder Photopapier. Damit verarbeitet der WorkForce Pro WF-C5710DWF Papier mit einem Flächengewicht von 64 bis 256 g/m 2 .

Der WF-C5710DWF überzeugt durch seine gute Ausstattung und seinem flotten Verarbeitungstempo beim Druck und Scann.
Vergrößern Der WF-C5710DWF überzeugt durch seine gute Ausstattung und seinem flotten Verarbeitungstempo beim Druck und Scann.

WorkForce Pro WF-C5710DWF

Hersteller:

Epson

Preis:

 190,- Euro

Vorteile:

Sehr schnell, günstiger Unterhalt, gute Druckqualität, lange Haltbarkeit der Drucke

Nachteile:

Multifunktionseinzug hat Probleme mit glattem Papier, keine OCR Funktion

Bezugsquelle:

Amazon

Auch die Anschlussfreudigkeit passt zu seinem Einsatzzweck, neben dem klassischen USB2.0, kann er via Ethernet oder WiFi in ein Netzwerk eingebunden werden. Zusätzlich verfügt er noch über ein eingebautes Faxgerät, was wir uns im Test aber nicht näher angesehen haben. Was im Büro natürlich am wichtigsten ist, ist die Geschwindigkeit und die Druckkosten. Hier verspricht Epson 24 Blatt pro Minute und nur die Hälfte der Kosten im Vergleich zu einem Farblaser.

Bedienung

Dank AirPrint ist der Drucker ruck zuck ins Netz eingebunden und druckbereit. Für die Basisfunktionen reicht das sogar, neben Duplex, Farbeinstellung und Medienauswahl, klappt sogar das Scannen aus der Druckerwarteschlange heraus. Die einzige Einschränkung mit AirPrint hat man bei der Einstellung der Druckqualität, man kann diese nicht auf Entwurf stellen. Natürlich liefert Epson auch einen richtigen Druckertreiber mit, der zusammen mit Dienstprogrammen auf Wunsch installiert wird. Dazu später mehr.

Ein großes Touch-Display vereinfacht die Bedienung. Die Grundfunktionen lassen sich auch ohne das Studium des Handbuchs ausführen.
Vergrößern Ein großes Touch-Display vereinfacht die Bedienung. Die Grundfunktionen lassen sich auch ohne das Studium des Handbuchs ausführen.

Das klappbare Display ist schön groß und die Tasten für die Grundfunktionen versteht man nach kurzer Beschäftigung damit. Das Display versteht sich auf Tippen und Wischen und glänzt mit großen Bezeichnungen. Das ist auch gut so, da man hierüber den Drucker nicht nur bedient, sondern auch konfiguriert. Bei allem Positiven gibt es leider auch einen konzeptionellen Haken. Scannt man über das Vorlagenglas Zeitschriften oder Bücher, so verdecken die aufgeklappten Seiten das Bedienfeld und damit auch die Taste zum Scannen.

Software

Mitgeliefert wird beim dem WF-C5710 eine Reihe an Programmen. Das sind zum Scannen von Dokumenten Document Capture und als universelles Scanprogramm Epson Scan 2, ein Tool für Softwareupdates und das Handbuch. Da der WF-C5710 AirPrint unterstützt, benötigt man eigentlich keine Programme. Scannen kann man über die App Digitale Bilder oder über die Druckereinstellungen in den Systemsteuerungen und den Scannen-Button in der Druckerwarteschlange.

Die Installation der Software zum Drucker erfolgt übersichtlich über eine spezielle Internet Seite von Epson.
Vergrößern Die Installation der Software zum Drucker erfolgt übersichtlich über eine spezielle Internet Seite von Epson.

Praxis

Zwei Hauptaufgaben muss ein Multifunktionsgerät in der Regel erfüllen: Drucken und Scannen. Beim Drucken legt der WorkForce Pro WF-C5710DWF ein ordentliches Tempo vor. Für den Druck eines reinen Textdokuments mit sechs Seiten benötigt er beim Einseitigen Druck 18 Sekunden und beim Doppelseitigen Druck 30 Sekunden. Für eine Broschüre in A4 mit zehn Seiten und vielen Bildern, Einseitig 1 Minute und 14 Sekunden, Doppelseitig 1 Minute und 17 Sekunden. Das Drucken von zehn Exemplare einer Doppelseite dauert nur 2 Minuten und 12 Sekunden.

Wie es sich für Profidrucker gehört, nutzt der WF-C5710DWF einen Auffangbehälter für überflüssige Tinte.
Vergrößern Wie es sich für Profidrucker gehört, nutzt der WF-C5710DWF einen Auffangbehälter für überflüssige Tinte.
© Epson

Ein Multifunktionsgerät wie der WorkForce Pro WF-C5710DWF muss ja dank Netzwerkeinbindung nicht unbedingt neben dem Mac stehen, vor allem nicht, wenn mehrere darauf zugreifen. Beim Drucken ist das ja eh kein Problem, beim Scannen dann schon. Papier auf den Scanner legen, zum Rechner laufen und den Scann auslösen ist doch sehr unpraktisch. Sehr viel einfacher ist es einen Stapel Blätter in den automatischen Dokumenteneinzug zu legen und dann den Auftrag am Mac auslösen. Das klappt beispielsweise über die mitgelieferten Apps Document Capture, Epson Scan 2 oder die macOS App Digitale Bilder.

Ein noch praktischeres Vorgehen ist den Scann direkt am WorkForce Pro WF-C5710DWF über das Bedienfeld zu steuern. Hier sieht Epson fünf Möglichkeiten vor: In die Cloud, an eine E-Mail, auf einen USB-Stick, auf ein im Netzwerk freigegebene Laufwerk oder an einem Mac auf dem die App Document Capture läuft. Letzteres hat bei uns im Test leider nicht geklappt.

Die Variante auf einen USB-Stick ist sehr einfach. Den USB-Stick kann man nach dem Scann entfernen und zum eigenen Rechner transportieren. Epson sieht aber auch noch eine andere Möglichkeit vor, den USB-Stick als Laufwerk im Netzwerk freigeben. Für Mac User ist das nicht ganz so intuitiv, da der Drucker im Netzwerk nicht als Freigabe zu sehen ist. Über den Befehl „Mit Server verbinden“ klappt das aber einwandfrei. Dazu gibt man in die Adresszeile bei „Mit Server verbinden“ cifs:// Druckername ein. Den Druckernamen bekommt man über die Druckerwebseite und zu dieser kommt man über die Systemeinstellungen des Druckers.

Eine für Mac-User ebenfalls einfache Möglichkeit ist der Zugriff auf einen freigegebenen Ordner. Dazu gibt man einem Ordner in den Systemeinstellungen eine SMB Dateifreigabe mit Nutzer und Passwort. Am WorkForce Pro WF-C5710DWF kann man jetzt in den Scann-Einstellungen einen Kontakt anlegen, mit den Nutzerdaten des freigegeben Ordners und dem Ort. Das ist im Handbuch beschrieben. Diese Variante hat bei uns im Test sehr gut funktioniert. Theoretisch sollte die Konfiguration auch über die Web-Oberfläche des WorkForce Pro WF-C5710DWF gehen, nur gibt es hier einen kleinen Fehler, der eine Eingabe eines Ordners verhindert.

Natürlich kann man beim Scannen direkt am WorkForce Pro WF-C5710DWF beispielsweise Parameter wie Doppelseitig, Auflösung und Farbe wählen. In der Praxis hinterlässt der Scanner einen sehr guten Eindruck. Sein automatischer Einzelblatteinzug nimmt auf einmal 50 Seiten auf und eine Auflösung von 1200x2400 dpi verspricht eine ordentliche Schärfe.

In einem ersten Test des automatischen Einzelblatteinzugs haben wir elf Blatt mit Text und Grafik eingelegt. Das Kopieren der elf Seiten hat nur etwas mehr als 43 Sekunden benötigt. Das reine Scannen auf einen USB-Stick rund 37 Sekunden. Über das Netzwerk dauert es ein wenig länger, hier waren es beim Scannen auf die Freigabe eines Mac etwas weniger als 43 Sekunden und von vom Rechner aus mit AirPrint sogar nur 33 Sekunden. Unsere Einstellungen beim Scannen: Schwarz & Weiß, 200dpi, A4, Einseitig und Inhalt „Text und Bild“.

Im Gegensatz zu den üblichen Patronen, verwendet der WF-C5710DWF Beutel.
Vergrößern Im Gegensatz zu den üblichen Patronen, verwendet der WF-C5710DWF Beutel.
© Thomas Bergbold

Tintenpatronen

Druckkosten sind immer ein Thema und ein Garant für niedrige Druckkosten sind große Patronen. Epson bietet für seine WorkForce Pro Drucker zwei Größen an Patronen an: L für bis zu 3000 Seiten und XL für bis zu 5000 Seiten. Die Patronen haben zwischen Schwarz und Farbig eine unterschiedliche Befüllung. Bei den L Patronen enthält die Schwarze 35,7 ml, während die Farbigen nur 19,9 ml haben. Die kleinen Patronen sind für rund 40,- Euro in Schwarz und rund 45,- Euro für jede der Farben Cyan, Magenta und Gelb zu haben. Bei den großen XL Patronen sind es 64,6 ml für die Schwarze und 38,1 ml für die farbigen Patronen. Hier liegen die Preise im Handel bei rund 57,- Euro für die Schwarze und rund 60,- für jede der Farben.

Wer sich für die Haltbarkeit seiner Drucke interessiert, wird sich freuen, dass das Wilhelm Imaging Research Lab den Drucken auf dem einfachen Epson Bright White Inkjet Papier eine Haltbarkeit von mehr als 400 Jahren attestiert hat.

Empfehlung

Der WorkForce Pro WF-C5710DWF hat alles, was einen guten Bürodrucker ausmacht: Eine sehr gute Ausstattung, er ist schnell, lässt sich gut bedienen und die Kosten halten sich im angenehmen Rahmen. Am Schriftbild gibt es für einen Tintenstrahler auch wenig zu meckern. Mit nur vier Druckfarben ist er kein Fotodrucker, trotzdem sind die Ergebnisse recht ansehnlich. Für gelegentliche kleine Abzüge geht das in Ordnung.

Etwas zu bemängeln gibt es aber doch, der WorksForce Pro tut sich mit glattem Papier im Multifunktionspapierfach etwas schwer beim Einziehen. Klappt das nicht, meckert er fälschlicherweise mit einem Papierstau und man muss die hintere Klappe öffnen. Das ist vor allem dann lästig, wenn diese je nach Aufstellungsort schwer zugänglich ist.

Bei einem Anschaffungspreis von rund 200,- Euro bekommt man zwar keine großen XL-Patronen mitgeliefert, trotzdem ist der Preis in Anbetracht der sehr guten Leistung günstig.

Wer beispielsweise Arzt oder Notar ist, wird sich auch darüber freuen, dass im Schwarz-Weiß-Betrieb die Drucke auf passendem Papier dokumentenecht sind.

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