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Eye Connect

01.03.2007 | 10:46 Uhr | Markus Schelhorn,

Eye Connect

Eye Connect: Ein Mac lässt sich mit Eye Connect zum UPnP-AV-Server verwandeln. Das Programm konfiguriert man in den Systemeinstellungen.
Vergrößern Eye Connect: Ein Mac lässt sich mit Eye Connect zum UPnP-AV-Server verwandeln. Das Programm konfiguriert man in den Systemeinstellungen.

Der direkte Zugriff auf die Fernsehaufzeichnungen von Eye TV ist eine der herausragenden Funktionen von Eye Connect. So lassen sich beliebige aufgezeichnete Sendungen darstellen, außerdem werden eigene Wiedergabelisten von Eye TV 2 unterstützt – beispielsweise für „Kinder“, „Spielfilme“ oder „Dokumentationen“. Per Eye Connect verbunden, lassen sich jedoch weniger Informationen zu Datum und Länge einer Sendung anzeigen als bei Eye Home. Auch ist die Wiedergabe einer Sendung während der Aufnahme (Timeshift) nicht möglich. Das liegt jedoch an den eingeschränkten Möglichkeiten von UPnP-AV. Ebensowenig unterstützt Eye Connect Sondertasten wie Musik, Video und Photo auf den Fernbedienungen der Media-Player.

Eye Connect funktioniert grundsätzlich gut mit der iTunes-Bibliothek. Nicht möglich ist jedoch der direkte Zugriff auf Alben, einzelne Interpreten oder Genres. Für die Wiedergabelisten verfügen die meisten Media-Player über eine spezielle Wiedergabetaste. Eine Ausnahme stellt der Pinnacle Show Center SC200 dar. Er ist daher für den Betrieb im UPnP-AV-Modus nicht zu empfehlen.

Bei der Auswahl von Fotos greift Eye Connect auf die iPhoto-Bibliothek zurück und kann so einzelne Fotos oder Alben dem Media-Player zuspielen. Doch hier kommt ein weiterer Nachteil der UPnP-AV-Technik zum Tragen: Es werden anders als bei den Playern mit Syabas-Basis weder Überblendungen noch Hintergrundmusik der Alben unterstützt.

Schön auswählen: Der Netgear EVA700 bietet ein schickes Menü, nutzt man es mit Eye Connect via UPnP-Av.
Vergrößern Schön auswählen: Der Netgear EVA700 bietet ein schickes Menü, nutzt man es mit Eye Connect via UPnP-Av.

Während bei den Syabas-Playern die Benutzeroberfläche von den Media-Servern geliefert wird, ist im UPnP-AV-Modus der Media-Player selbst dafür verantwortlich. Die Player von Buffalo, Snazio und Pinnacle bieten hier nur ein schlichtes Design, während sich Netgear mit einer ansprechenden Oberfläche viel Mühe gegeben hat. Nur der Activy Media Player von Fujitsu Siemens hat Probleme mit Eye Connect, die sich in einem fehlenden Hintergrundbild bei den Menüs äußern.

Meist Plug-and-Play

Nach erfolgreicher Installation der Serversoftware ist dank Bonjour beziehungsweise Universal Plug and Play (UPnP) die Installation der meisten Media-Player einfach. Wenn sie über eine Ethernet-Verbindung laufen, finden die Geräte ihre Media-Server von alleine. Eine Ausnahme ist der Show Center SC1000, bei dem man den Media-Server von Hand eintragen muss. Beim Modell von D-Link und dem verwandten Fujitsu Siemens führt ein Ins-tallations-Assistent durch alle Grundeinstellungen inklusive der Wahl des Media-Servers. Hier liegt auch der Nachteil des DSM-520 und des Activy Media Player, denn zur Serverwahl muss man das Einstellungsmenü aufrufen. Anwender, die mehrere Media-Server betreiben, müssen daher immer das Menü zu Rate ziehen. Die anderen Geräte zeigen automatisch alle verfügbaren Media-Server an.

Bei allen Geräten ist die Konfiguration der WLAN-Verbindung ausreichend beschrieben und erfolgt über das Einstellungsmenü von Hand.

Die Packungsbeilagen sind teilweise sehr reichlich und umfassen einfache Audio- und Videokabel. Dem Snazio liegt zudem ein Netzwerkkabel und dem D-Link ein hochwertiges Scartkabel bei. Gedruckte deutsche Handbücher wie bei Fujitsu Siemens sind leider Mangelware. Snazio liefert gar kein deutsches Handbuch und bei Philips ist es nur online erhältlich.

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