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Fazit

10.04.2007 | 13:53 Uhr |

Fazit

Intellitune ist eine hochversierte Lösung für die automatisierte Bildoptimierung in Verlagen und anderen Betrieben mit hohem Bilddatenaufkommen. Die Ergebnisse überzeugen; in der Regel bringen sie sichtbare bis deutlich bessere Optimierungsresultate als die Autokorrekturfunktionen herkömmlicher Bildbearbeitungsprogramme. Die Einarbeitung in das Programm ist indes nicht einfach und erfordert einen vergleichsweise hohen Abstraktionsgrad. Hat man sich jedoch auf die Methodik dieser Batch-Abarbeitungslösung eingelassen, lässt Intellitune 4 im Hinblick auf automatisch optimierte Bilddaten wenige Wünsche offen. Wesentlichstes Manko ist derzeit die fehlende Unterstützung des Raw-Formats, eine Betaversion für Intel-Macs ist schon in Arbeit. Nicht außer Acht lassen sollte man bei der Bewertung schließlich den hohen Preis. Das semi-intelligente MDP-Analyseverfahren mag diesen zwar rechtfertigen. In Frage kommt diese Highend-Lösung wohl kaum für Anhänger der Digitalfotografie, Normalbildbearbeiter oder Kleindienstleister, sondern für größere Unternehmen, die ihre Bildoptimierung aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf Vollautomatik stellen wollen.

Wertung

Note: 1,5 gut

Vorzüge Programmoberfläche, die sich auf das Wesentliche beschränkt; überzeugende Optimierungsergebnisse

Nachteile keine Unterstützung von Raw-Bildern; vergleichsweise teuer

Alternative keine

Preise Einstiegsversion ab € (D) 4500, € (A) 4538, CHF 6430 (limitiert auf 4000 Bilder; je weitere 4000 Bilder kosten je rund 2500 Euro). Weitere Angebote auf Anfrage

Technische Angaben

Systemanforderungen: ab Power-PC mit G4-Prozessor; Mac OS-X 10.4 oder höher; 512 MB RAM

Info Agfa , Klautke

Automatische Bildkorrektur

In der digitalen Bildverarbeitung versteht man darunter die automatische Optimierung eines Bildes über einen einzigen Befehl, der ohne weitere Feature-Einstellungen abläuft. Entsprechende Befehle stellen so gut wie alle Bildbearbeitungsanwendungen zur Verfügung. In der Regel kommt hierbei eine einfache Tonwertspreizung zur Anwendung. Photoshop ermöglicht ein Modifizieren der dabei eingesetzten Algorithmen über „Bild > Anpassen > Tonwertkorrektur > Button: Optionen“ sowie das Aktivieren eines automatischen Weißabgleichs. Eine weitergehende Bildanalyse ist bei herkömmlichen Autokorrektur-Verfahren jedoch nicht vorgesehen.

Tipp: Autoptimierungen im Vergleich

Verbesserungen bewirken sowohl die Automatikkorrektur in Photoshop (Methode: Auto-Farbe) als auch Intellitune. Zwei der drei Ergebnisse fallen in der Intellitune-Version allerdings deutlich besser aus als im Bildbearbeitungs-Standard. Insbesondere bei den Hauttönen in der dritten Bildreihe müssen herkömmliche Automatikkorrekturverfahren komplett passen. Zusätzlicher Vorteil von Intellitune: Auch die finale Schärfung ist in einem Rutsch mit vollzogen. Jeweils von oben nach unten: Original - Photoshop - Intellitune

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