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Feinarbeiten in der Entwicklung

13.04.2007 | 13:51 Uhr | Nikolaus Netzer

Feinarbeiten in der Entwicklung

Für die Feinabstimmung stehen im Bereich „Entwickeln“ verschiedene Werkzeuge wie Histogramm und Gradationskurven zur Verfügung.
Vergrößern Für die Feinabstimmung stehen im Bereich „Entwickeln“ verschiedene Werkzeuge wie Histogramm und Gradationskurven zur Verfügung.

Um die Bilder einer detaillierten Bearbeitung zu unterwerfen, wechselt der Fotograf in den Bereich „Entwickeln“. Eine Liste an Vorgaben, die durch individuelle Einstellungen verlängert werden kann, wandelt Bilder in Graustufen, färbt sie monochrom ein oder wendet Gradationskurven an. Zwischenschritte sind als Schnappschüsse speicherbar. Eine Protokollübersicht zeigt die durchgeführten Bearbeitungsschritte und ermöglicht es, gezielt innerhalb der Liste Schritte rückgängig zu machen. Mit einem Freistellwerkzeug können Bildausschnitte definiert und Winkel begradigt werden. Das obligatorische Rote-Augen-Werkzeug entfernt Lichtreflexe. Kopierstempel und Reparaturwerkzeug entfernen Bildstörungen, die von Schmutzanhaftungen an der Kamera-Hardware stammen.

Wirft man einen Blick auf die Einstellungen am rechten Bildschirmrand, findet man Optionen zur Feinabstimmung des Fotomaterials.

In den Grundeinstellungen definiert der Anwender den Weißabgleich manuell oder mit Hilfe einer Pipette. Weitere Einstellmöglichkeiten betreffen Belichtung, Lichterkorrektur, Schwarzpunkt, Helligkeit und Kontrast sowie weitere Manipulationsmöglichkeiten für Farben.

Mittels einer Gradationskurve können Lichter und Tiefen sowie helle und dunkle Farbtöne gezielt bearbeitet werden. Zur weiteren Bearbeitung können verschiedene Farbmodelle herangezogen werden, mit denen sich gezielt einzelne Farben verstärken oder abschwächen lassen. Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten beziehen sich auf getrennte Handhabung von Lichtern und Schatten, deren Farbton und Sättigung verändert werden kann.

Um Bilddetails herauszuarbeiten, kann die Schärfe verstärkt werden. Digitalbilder, die mit einer hohen ISO-Zahl aufgenommen wurden, tendieren zu verstärktem Bildrauschen, das über weitere Einstellungen zu unterdrücken ist.

Spannend wird es weiter unten. Dort finden sich nützliche Optionen für die Objektiv-Korrektur. Farbfehler von Objektiven, ausgelöst durch unterschiedliche Wellenlängen des Lichts, bezeichnet man als chromatische Aberration, die sich verringern lassen. Ebenso kann die Vignettierung, eine durch den Lichtweg innerhalb eines Objektives hervorgerufene Abschattung zum Bildrand, aufgehellt werden. Spezialisten können im Bereich „Kamerakalibrierung“ ganz individuelle Einstellungen für die Eigenheiten ihrer Kamera-Hardware festlegen und zur Anwendung bringen.

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