1178558

Test Seagate Go Flex Satellite

12.10.2011 | 09:20 Uhr |

Auch wenn es bis zu 64 GB sind, so ist der Speicher des iPad begrenzt. Das Go Flex Satellite ist da eine clevere Erweiterung.

Im Aussehen ist es nicht von einer kleinen 2,5"-Festplatte zu unterscheiden. Das schwarze Hochglanz-GehĂ€use sieht mit seinem silbernen Rand schick aus und GummifĂŒĂŸe schĂŒtzen den Tisch beziehungsweise das GerĂ€t vor dem Wegrutschen. Intern wirkt eine 500 GB große Festplatte fĂŒr Medien wie Musik, Bilder, Videos und Dokumente. Anschluss findet das Laufwerk ĂŒber die Schnittstellen-Adapter der Go Flex-Reihe. Mitgeliefert wird USB 3.0 und wer einen Firewire 800-Adapter besitzt, kann diesen auch verwenden. Damit dauert das Übertragen von 13,1 GB Musikdateien nur noch 4:12 Minuten statt 6:15 Minuten. Bevor man die Daten auf diesem Weg ĂŒbertrĂ€gt, muss man den NTFS-Treiber von Seagate installieren. Da das OS X Festplatten im NTFS-Format nur lesen kann, findet man den passenden Treiber auf der Go Flex Satellite. Seagate liefert den Treiber von Paragon zusammen mit Tutorialvideos auf dem Laufwerk. Die Verbindung zum iPad erfolgt ĂŒber WLAN. Dazu baut das Go Flex Satellite sein eigenes WLAN-Netzwerk auf um, bis zu drei GerĂ€te zu versorgen. Einen Zugriffsschutz stellt man ĂŒber das iOS-App ein. Die geringe Reichweite von maximal zehn Metern alleine sorgt allerdings auch fĂŒr einen gewissen Schutz.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt ĂŒber eine kostenlose App , die fĂŒr das iPad und das iPhone erhĂ€ltlich ist. Mit anderen GerĂ€ten kann man auch ĂŒber den Web-Browser auf die Medien zugreifen. Es ist egal, mit welcher Ordnung man die Daten auf die Go Flex Satellite kopiert, die Browser App zeigt die Daten nach Rubriken sortiert. Der Zugriff auf Dokumente und Videos geschieht wie gewohnt und ist gut gelöst. Das lĂ€sst sich leider nicht fĂŒr den Zugriff auf Bilder und Musik sagen. FĂŒr eine Diashow muss man Bilder zuerst markieren - das ist fĂŒr sich kein Problem, nur werden alle Bilder in einer Liste angezeigt. Eine Sortierung nach Ordnern ist nicht vorgesehen. Ebenso bei der Musik; Alle StĂŒcke befinden sich in einer Liste und man sieht nur die Dateinamen. Eine Sortierung nach Interpret und Album fehlt.

Der integrierte Akku hĂ€lt im Test rund 4,5 Stunden. Achten sollte man auf die mit 25 Stunden angegebene Standbyzeit. Damit nicht unnötig Energie verloren geht, geht das Go Flex Satellite nach 50 Minuten in den Ruhezustand. Zum Aufladen legt Seagate ein LadegerĂ€t mit Steckern fĂŒr USA und Europa, sowie einen ZigarettenanzĂŒnder bei - das ist besonders beim mobilen Einsatz im Auto oder Zug praktisch. Dank des mitgelieferten USB-Ladekabels funktioniert es auch mit jedem USB-Anschluss.

Empfehlung und Bewertung

Die Idee ist klasse und auch die Hardware inklusive ihrem Lieferumfang begeistert. Ebenso kann das Go Flex Satellite als Server fĂŒr Videos und Dokumente ĂŒberzeugen. Wo es noch hapert, ist seine Verwendung als Bilder- und Musik-Server. FĂŒr Bilder sollte eine Sortierung nach Ordnern möglich sein und bei Musik eine Sortierung nach den ID3-Tags, wie man es von einem Musikplayer gewohnt ist. Wenn das noch in einem Softwareupdate Einzug findet, gibt es nichts mehr zu kritisieren. Die Bewertung bezieht sich auf die iPad App V 1.1.0.82.

Macwelt Marktplatz

1178558