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Flimmerkiste

01.03.2007 | 10:46 Uhr | Markus Schelhorn,

Flimmerkiste

Dank hochwertiger digitaler Verbindungen bei den Geräten von D-Link, Fujitsu Siemens und Snazio ist die Videoqualität tadellos. An einem Röhrenfernseher ist sie durch RGB-Scart durchweg sehr gut. Nur das Gerät von Buffalo fällt ab, da es nur eine Verbindung über Composite- und S-Video bietet.

Eine Besonderheit fällt uns beim Snazio SZ1350 auf: Er ist mit der Einstellung von Kontrast, Helligkeit und Farbe ausgestattet und lässt sich somit optimal für den jeweiligen Fernseher anpassen.

Bis auf die Player von Elgato und den Pinnacle SC1000 bieten alle Geräte die Möglichkeit, HD-Video abzuspielen und aufgrund hochwertiger Verbindungen wie YUV und HDMI/DVI gelingt dies in sehr guter Qualität. Allerdings nicht mit dem Format H.264. Uneinheitlich sind die Ergebnisse bei den verschiedenen HD-Formaten wie MPEG-2 HD, Divx HD und WMV HD. Nicht jedes Testvideo spielen die Player ruckelfrei ab. Selbst bei den Standardauflösungen in MPEG-4, Divx, WMV und Xvid gibt es manchmal Probleme beim Vor- oder Zurückspulen. Die Media Player auf Syabas-Basis arbeiten hier am zuverlässigsten. Außerdem haben diese Geräte keine Probleme mit Dolby Digital und DTS-Audiospuren in MPEG-2 und VOB-Dateien. So kann man die Audiospur bei VOB-Dateien über eine Taste auf der Fernbedienung genauso auswählen, wie die Untertitelspur – mit Ausnahme des Netgear EVA700, dem hierzu die entsprechende Taste auf der Fernbedienung fehlt.

Preistipp: Pinnacle Show Center SC1000
Vergrößern Preistipp: Pinnacle Show Center SC1000

Die Geräte von Philips, D-Link und Fujitsu Siemens spielen Eye-TV-Mitschnitte mit Dolby-Digital-Ton als Stummfilm ab. Das ist umso bedauerlicher, da viele Serien oder Spielfilme in Dolby Digital ausgestrahlt werden. Abhilfe schafft nur das manuelle Umschalten der Tonspur in Eye TV auf Stereo-Analog. Zumindest Fujitsu Siemens verspricht, dieses Problem in einem Firmware-Update zu beheben.

Dank der Software Eye Connect können alle getesteten UPnP-AV-Player mit Eye TV aufgenommene Fernsehsendungen abspielen. Zwar bietet die Software von Snazio ebenfalls eine solche Funktion, die allerdings im Test bei geschnittenen Aufzeichnungen nicht mehr funktioniert. Anstandslos hingegen ist die Lösung beim Eye Home. Das Gerät zeigt nicht nur Informationen zu Spielzeit und Datum einer Aufzeichnung, sondern ermöglicht eine Wiedergabe während gleichzeitig eine Aufnahme läuft.

Kaufempfehlung

Wer Wert auf eine perfekte Zusammenarbeit mit Eye TV legt, für den gibt es keine Alternative zu Eye Home oder einem UPnP-AV Media-Player mit Eye Connect. Die Eye-Home-Software ist dabei besser als Eye Connect, da sie eine sehr gute iTunes-Integration bietet. Der Testsieger Netgear EVA700 ist am besten ausgestattet und harmonisiert sehr gut mit Eye Connect.

Als Preistipp empfehlen wir die beiden günstigen Show Center mit ihrer sehr guten Hardware in Verbindung mit einer Mac-kompatiblen Server-Software. Allerdings muss man hier mit der Einschränkung leben, Eye-TV-Mitschnitte zunächst in das MPEG-2-Format zu exportieren.

Media-Player: Ausstattung und Bewertung
Vergrößern Media-Player: Ausstattung und Bewertung

Thomas Bergbold

Fazit

Die meisten Media-Player sind ausgereift, doch ihre technische Ausstattung könnte besser sein. So sollte der HDMI-Anschluss wie RGB und YUV zum Standard gehören. Anspruchsvollere wünschen sich darüber hinaus ein stabiles Metallgehäuse, ein integriertes Netzteil, einen richtigen Ein-/Aus-Schalter und einen Koax-Audio-Digitalausgang. Die Programmauswahl ist gerade für die Syabas-Player groß. Der sehr guten Serversoftware des nur noch in Restbeständen erhältlichen Eye Home wünschen wir ein eigenständiges Leben. Dann ließe sie sich mit anderen Media-Playern wie beispielsweise dem Show Center und EVA700 nutzen. Eye Connect lässt sich zwar gut verwenden, bietet aber nur Standardfunktionen. Wünsche bleiben offen bei der Auswahl nach Interpret, Album und Genre. Thomas Bergbold

Feedback: markus.schelhorn@macwelt.de

So testet Macwelt

Testumgebung Für den Test verwenden wir einen Mac Mini G4 1,42 GHz mit 1 GB Arbeitsspeicher, sowie einen Eye TV 310 als Fernsehempfänger. Aufgezeichnet und abgespielt wird auf eine externe Firewire Festplatte, die ausreichend groß und schnell sein muss. Bei Rechnern bis 1 GB Arbeitspeicher ist zu beachten, dass alle unnötigen Programme vorher beendet werden. Wir haben die Probanden digital an einem Surround Receiver AVR300 von Arcam mit dem Lautsprechersystem Piega P4 XL angeschlossen. Als Bildschirm verwenden wir ein hochwertiges Röhrengerät von Panasonic und ein DLP-HD Beamer EP1690 von Optoma.

Praxistests Die Bild- und Tonqualität beurteilen wir subjektiv anhand von Hörproben. Ferner fließt in unsere Bewertung die Bedienerfreundlichkeit, die Software- wie Hardwareausstattung sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis mit ein. Die prozentuale Gewichtung dieser Kriterien erfahren Sie in der Tabelle auf Seite 60

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