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Fotojet: Ausgefeiltes Flash-Bildprogramm kostenlos

12.09.2016 | 15:12 Uhr | Thomas Hartmann

Ob Bilder verbessern, Flyer entwerfen oder Collagen basteln – Fotojet von Entwickler Pearl Mountain bietet seine Browser-Bildbearbeitung kostenlos an.

In der Tat ist der angebotene Umfang von Fotojet 4.0 beeindruckend. Startet man die Website in seinem Browser , lassen sich Collagen aus eigenen Fotos erstellen, wir finden diverse Design-Vorlagen fĂŒr Einladungen, Flyer und Ähnliches. Dazu lĂ€sst sich ein ausgewĂ€hltes Foto in umfangreicher Weise editieren, mit Filtern und Effekten versehen, speichern und teilen.

Hier geht es los.
VergrĂ¶ĂŸern Hier geht es los.

Wir probieren dies zunĂ€chst mit den Beispielfotos des Anbieters aus, spĂ€ter nutzen wir auch eigene. Diese lassen sich etwa nach Anmeldung von Facebook oder vom eigenen Mac laden und bearbeiten. Auch das Speichern klappt problemlos. Die BenutzerfĂŒhrung ist komplett auf Englisch, lĂ€sst sich aber leicht auch auf Deutsch umstellen (unten rechts im Browserbild findet sich ein kleines DrehrĂ€dchensymbol fĂŒr Einstellungen). Hat man ein Verbesserungstool oder einen Effekt genutzt, sollte man vorher auf Apply/Anwenden klicken, damit die VerĂ€nderung auch umgesetzt wird. Die erste EinschrĂ€nkung ist freilich, dass einige der interessanteren Tools mit einem kleinen Krönchen-Symbol versehen sind. Möchte man diese Werkzeuge nutzen, muss man sich bei Pearl Mountain vorher registrieren oder mit seinen Facebook-Account-Daten einloggen. Diese sind oft besonders interessant, bieten sie doch Entrauschen, SchĂ€rfen, Vignetten, selektive Filtermasken oder Effekte wie Tilt Shift an. NatĂŒrlich verspricht der Anbieter, dass alle Informationen bei ihm zu 100 Prozent sicher sind. Nicht jeder wird davon völlig ĂŒberzeugt sein, zumal, wenn es ĂŒber Facebook lĂ€uft.

Man erhält mit Jetfoto eine komplexe Bildbearbeitung.
VergrĂ¶ĂŸern Man erhĂ€lt mit Jetfoto eine komplexe Bildbearbeitung.

Nach Registrierung fast vollwertiges Publishingtool

Wem das nichts ausmacht, erhĂ€lt eine erstaunlich umfangreiche Sammlung von Bildbearbeitungsoptionen, Cliparts, Rahmen, Textoptionen und Vorlagen, was im Grunde ein komplettes Kaufprogramm zur festen Installation ersetzen kann. Zumindest fĂŒr den privaten Gebrauch dĂŒrfte dies vielen Usern mehr als ausreichend sein.

Für manche Funktionen muss man sich mit eigenem Facebook-Account anmelden.
VergrĂ¶ĂŸern FĂŒr manche Funktionen muss man sich mit eigenem Facebook-Account anmelden.

Doch noch ein zweites Sicherheitsrisiko ist anzusprechen. Dies bemerkt man vor allem dann sofort, wenn man mit dem Chrome-Browser von Google arbeitet. Denn hier ist standardmĂ€ĂŸig und eigens die Genehmigung zu erteilen, Flash zuzulassen. In einer Zeit, in der die Empfehlung hĂ€ufig lautet, den Flash-Player und -Plugins komplett vom eigenen System zu entfernen , ist dies relativ mutig, eine Web-Applikation auf dieser Basis anzubieten. Aber offenbar liefert Flash hier immer noch die umfangreichsten Optionen fĂŒr Online-Entwickler.

Ein bisschen knallig, aber bunt.
VergrĂ¶ĂŸern Ein bisschen knallig, aber bunt.

FĂŒr Geld auch ”richtige” Programme

SelbstverstĂ€ndlich hat Pearl Mountain mit seiner kostenlosen Offerte noch Anderes im Sinn. So bietet der Entwickler auf seiner eigentlichen Website diverse vergleichbare Foto- und Grafiktools fĂŒr den Mac an, darunter den Picture Collage Maker, Publisher Plus oder VideoGIF for Mac, die allesamt einen interessanten Eindruck machen. Aber freilich dann auch ordentlich Geld kosten.

Die Vorlage für das Aufmacher-Foto sieht relativ gewöhnlich aus. Mit ein paar Effekten macht daraus Fotojet ein perfektes Facebook- oder Instagram-Motiv.
VergrĂ¶ĂŸern Die Vorlage fĂŒr das Aufmacher-Foto sieht relativ gewöhnlich aus. Mit ein paar Effekten macht daraus Fotojet ein perfektes Facebook- oder Instagram-Motiv.

Abgesehen davon bietet das hier vorgestellte Fotojet die durchaus praktische Option, dafĂŒr nicht nur beliebige Browser auf dem Mac, sondern mit derselben BenutzeroberflĂ€che auch etwa mit Edge, Firefox oder Chrome unter Windows zu nutzen. Hat man seine Fotos entsprechend online beispielsweise in der Dropbox abgelegt, kann man auf die bearbeiteten Bilder jederzeit zugreifen. Auf Systemen wie dem iPad und UnterstĂŒtzung fĂŒr Flash funktioniert das freilich nicht.

Empfehlung

Das Angebot ist wirklich fast ĂŒberwĂ€ltigend. Spielt die Internet-Verbindung mit und macht es einem nichts aus, sich beim Entwickler zu registrieren oder mit dem sehr umstrittenen Flash von Adobe zu arbeiten, spricht nichts dagegen, es einfach auszuprobieren – viele Tools sind wie erwĂ€hnt auch ohne Preisgabe der eigenen Daten frei verfĂŒgbar.

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