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Geotagging

08.01.2009 | 12:12 Uhr |

Geotagging

Als eine neue und besondere Funktion preist Microsoft die Verknüpfung zu Virtual Earth an. Virtual Earth ist ein mit Google Maps vergleichbarer Service von Microsoft. Wenn in einem Foto GPS-Koordinaten gespeichert sind, werden diese nach Aufruf der Virtual-Earth-Funktion auf einer Karte in einem extra Fenster angezeigt. Fotos ohne GPS-Koordinaten weist man diese durch Ziehen auf die Virtual-Earth-Karte zu. Dies könnte ein Bereicherung sein, wenn es da nicht einige Punkte gäbe, die diese Funktion nahezu unbrauchbar machen: Der Bildaufbau und die Aktualisierung der Karte ist so langsam, dass dem Nutzer auch mit DSL 6000 und einem Macbook Pro schnell die Lust vergeht. Man benötigt mehrere Anläufe mit Öffnen und Schließen des Fensters bis ein Bild steht. Zoomen und Scrollen sollte man sich verkneifen. Das nachträgliche Tagging, also das Hinzufügen von GPS-Koordinaten, wird dadurch erschwert, dass als Standardkarte immer zunächst New York gezeigt wird. Das eigentliche Ziel erreicht man nur durch Zoomen und Scrollen, nicht durch direkte Texteingabe. Des weiteren weiß man nicht genau, wo man das Bild positioniert und ein Pin für das Ziel wird erst nach erneutem Öffnen des Fensters angezeigt. Zudem kann Expression Media die GPS-Koordinaten nicht zu den EXIF-Metadaten hinzufügen, sondern legt eigene Felder, ausschließlich in der Datenbank, ab. Das Resultat ist, dass kein anderes Programm etwas damit anfangen kann.

Empfehlung

Eigentlich ist Expression Media 2 ein tolles Programm zur Verwaltung und Verschlagwortung von Medien. Die wenigen neuen Funktion wie Virtual Earth oder die hierarchischen Schlüsselwörter braucht man nicht unbedingt. Wichtiger ist, dass sich die Geschwindigkeit deutlich verbessert hat. Der Import und die Erzeugung von Vorschaubildern klappt jetzt gut doppelt so schnell und das macht richtig Spaß. Thomas Bergbold

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