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Geräte im Test

01.10.2008 | 12:39 Uhr |

Geräte im Test

Flash-Festplatten bieten Vorteile wie kürzere Zugriffszeiten, höhere Leseraten und v.m.. Man kann davon ausgehen, dass SSD-Platten in absehbarer Zeit die herkömmlichen mechanisch/magnetischen Laufwerke ablösen.

Ohne Cache zu langsam

Doch die Flash-Kanäle allein reichen noch nicht aus, um an die Geschwindigkeit von magnetischen Festplatten heranzukommen. Besonders, wenn man viele kleine Dateien schreibt, macht sich die lange Latenzzeit beim Beschreiben der Flash-Zellen bemerkbar. Abhilfe schafft hier ein ausreichend dimensionierter Cache. Er puffert die Daten eine Zeit lang und das Laufwerk schreibt sie erst etwas später auf die Flash-Chips. Flash-Chips bremsen das System besonders bei Schreibvorgängen kräftig aus.

Flash-Festplatten kommen ohne mechanische Komponenten aus. Im Inneren findet man nur eine Platine mit vielen Speicherchips. Intel setzt neben den NAND-Speicherchips auch einen 16 Megabyte großen Cache ein.
Vergrößern Flash-Festplatten kommen ohne mechanische Komponenten aus. Im Inneren findet man nur eine Platine mit vielen Speicherchips. Intel setzt neben den NAND-Speicherchips auch einen 16 Megabyte großen Cache ein.

Nur einige Laufwerke verfügen über einen Cache. Allen voran die mit 64 Megabyte üppig ausgestatteten Memoright-Modelle. Sie liefern dann erwartungsgemäß die höchsten Schreibraten im Test. Auch das Intel-Laufwerk zeigt, dass viel Cache in der Praxis sinnvoll ist. Dank 16 Megabyte Cache liegt das Gerät gut im Rennen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die begrenzte Lebensdauer der Flash-Zellen. Zählt man die reinen Bits der Speicherchips zusammen, stellt man fest, dass bei den meisten Laufwerken ein gewisser Prozentsatz fehlt. Die fehlenden Speicherbereiche reserviert der Flash-Controller für den Fall, dass Flash-Zellen während der normalen Benutzung ausfallen. Diese werden dann "on the fly" durch unbenutzte Zellen aus dem reservierten Bereich ersetzt. Als Anwender merkt man davon nichts.

Der Adapter von Photofast nimmt insgesamt sechs herkömmliche SD-Karten auf. Bestückt mit 16-Gigabyte-Karten erreicht man somit 96 Gigabyte. Auch 32-Gigabyte-Karten sind möglich. Damit wären es dann 192 Gigabyte.
Vergrößern Der Adapter von Photofast nimmt insgesamt sechs herkömmliche SD-Karten auf. Bestückt mit 16-Gigabyte-Karten erreicht man somit 96 Gigabyte. Auch 32-Gigabyte-Karten sind möglich. Damit wären es dann 192 Gigabyte.

Außerdem sorgt der Flash-Controller dafür, dass viele aufeinander folgende Schreibzugriffe auf identische logische Sektoren möglichst an verschiedenen physikalischen Stellen stattfinden. Damit reduziert der Controller die Anzahl der Schreibzugriffe pro Flash-Zelle und verringert damit die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zelle vorzeitig ausfällt.

Diese Maßnahmen sind aufwendig in der technischen Umsetzung und kosten zusätzlich viel Geld in der Produktion. Daher sind Flash-Laufwerke bei gleicher Kapazität wesentlich teurer als magnetische Festplatten.

Doch der Aufwand lohnt sich, denn in vielen Punkten sind die Flash-Platten gegenüber magnetischen Laufwerken im Vorteil. Sie behalten beispielsweise ihre Transfergeschwindigkeit bis zum letzten Bit bei. Magnetische Platten werden immer langsamer, je mehr Daten sich auf der Platte befinden. Der Grund: Auf den äußeren Sektoren der Platte passen mehr Daten als auf den inneren. Pro Umdrehung gesehen führt das zu unterschiedlichen Datenraten, je nachdem wo auf der Platte gelesen oder geschrieben wird. Da alle magnetischen Massenspeicher von außen nach innen beschrieben werden, verringert sich die Datenrate mit steigendem Füllgrad.

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