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Glänzende Angelegenheit – das Macbook-Display

20.09.2006 | 12:00 Uhr | Peter Müller

Glänzende Angelegenheit – das Macbook-Display

Leistungsvergleich Macbooks und Macbooks Pro: Zum Vergrößern auf den Thumbnail klicken
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So viel vorweg: Ja, das Macbook-Display reflektiert Licht. Das rührt zunächst von der entspiegelten Oberfläche her, die einen leicht violetten Farbstich erzeugt. Ähnlich wie es Brillenträger von der Glas-oberfläche einer entspiegelten Brille her kennen. Doch Apples Produktmanager Todd Benjamin drückt es so aus: Apple versucht, die Reflexionen durch einen „Hochglanz-Polarisierer“ zu minimieren.

Was kann man sich darunter vorstellen? Lichtwellen schwingen in einer Sinuskurve entlang der optischen Achse – und das in alle Richtungen. Polarisiert man Licht, filtert man einen Teil der Reflexionen dadurch heraus, indem man es durch eine Art Gitter in nur noch einer Richtung schwingen lässt: waagrecht oder senkrecht. Schräg oder quer schwingende Lichtanteile werden dadurch nur zum Teil reflektiert. Wenn die Lichtwellen senkrecht zum Polarisationsfilter stehen, findet überhaupt keine Reflexion statt.

Das klingt nicht nur theoretisch gut, sondern zeigt auch in der Praxis eine spürbare Wirkung. Trotzdem darf man keine Wunder erwarten: Sitzt man mit dem Rücken zum geöffneten Fenster, stören die Reflexionen. Arbeitsplätze, die dagegen parallel zur Fensterfront stehen oder einen Blick ins Freie haben, kommen nicht nur ergonomisch besser weg, sondern haben praktisch nicht mehr mit Reflexionen zu kämpfen. Vor allem peripherer Lichteinfall, also Licht, das an hellen Oberflächen, der weißen Wand oder der Decke abstrahlt, nimmt man auf dem Display überhaupt nicht wahr.

So viel steht jedenfalls fest: Man kann die Reflexionen und die Qualität der Displays nicht auf Produktfotos einschätzen, man muss sie selber live erfahren. Ein Gang zum nächsten Apple-Händler schafft hier Klarheit.

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