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Google Chrome

15.09.2008 | 10:35 Uhr | Stephan Wiesend

Nicht noch ein Browser" dachte mancher, als Google einen eigenen Internetbrowser vorstellte. Chrome hat aber gute Chancen, sich gegen Firefox und Safari durchzusetzen

Bei Chrome hat Google die Navigations- und die Suchleiste zusammengefasst.
VergrĂ¶ĂŸern Bei Chrome hat Google die Navigations- und die Suchleiste zusammengefasst.

Die Mac-Version des Browsers ist noch nicht erschienen, wir haben die Betaversion des Browsers unter Parallels und Bootcamp angesehen. Chrome nutzt fĂŒr die Darstellung von Webseiten die Rendering-Engine Webkit, eine Open Source-Software, auf der auch Safari basiert. Webkit kommt auch in dem Handy-Betriebssystem Android von Google zum Einsatz. Die BedienoberflĂ€che des Browsers ist unscheinbar, das ist aber von den Entwicklern so gewollt. Die ProgrammoberflĂ€che mit Buttons, Eingabeleisten und Rahmen, von Entwicklern auch "Chrome" genannt, soll möglichst im Hintergrund verschwinden. Wie bei der Suchmaschine Google erleichtert eine simple OberflĂ€che die Internetnutztung. Unter der OberflĂ€che bietet der Browser aber mĂ€chtige Funktionen. So ist die Tab-Verwaltung recht ausgefeilt, es gibt eine Funktion fĂŒr anonymes Surfen und Tools fĂŒr Webentwickler. Der Download-Manager ist in die untere Browserleiste integriert. Das HerzstĂŒck von Chrome ist die Eingabeleiste, "Omnibox" genannt. Adressleiste und Suchfenster sind in einem einzigen Feld zusammengefasst.

Gibt man etwa "mac" ein, schlĂ€gt das Programm wie bei Safari oder Firefox in einem Ausklappfenster Seiten aus History und Bookmarks vor. Gleichzeitig bietet es eine Google-Suche an und schlĂ€gt mögliche Webadressen vor. Man kann ĂŒber diese Suchleiste sogar auf eine einmal im Browser verwendete Suchmaschine einer Webseite zugreifen, etwa die Produktsuche von Amazon. Jede Seite ein Programm Eine Besonderheit von Chrome ist der interne Umgang mit einzelnen Seiten. Öffnet man mit Safari oder Firefox mehrere Seiten, kann eine davon den ganzen Browser blockieren. In Chrome sind offene Seiten eigenstĂ€ndige Prozesse und lassen sich ĂŒber den integrierten Taskmanager wie ein Programm beenden. LĂ€dt etwa eine Seite im Hintergrund eine zeitaufwendige Flash-Anwendung, kann man trotzdem eine andere Seiten benutzen. Dadurch steigt zwar der Ressourcenverbrauch des Browsers, man surft aber stabiler und sicherer. Statt den ganzen Browser zum Absturz bringt, schließt eine fehlerhafte Seite nur die betroffene Browser-Seite. Dabei zeigt sie ĂŒbrigens ein Symbol, das dem Sad-Mac-Symbol eines alten Macs Ă€hnelt. Ideal ist dieses so genannte Multithreading auch fĂŒr Webanwendungen, wie sie Google mit Google Mail, Text und Tabellen im Angebot hat. Allerdings ist Chrome Beta in der Praxis noch nicht ganz so stabil, wie von Google versprochen. Vor allem unter Parallels stellten wir bei hoher Auslastung einige AbstĂŒrze des kompletten Programms fest. Unter Bootcamp lĂ€uft der Browser zuverlĂ€ssiger.

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