957524

Grafikleistung

05.04.2006 | 12:48 Uhr |

Grafikleistung

Wesentlich besser schauen die Ergebnisse der Grafikleistung aus. Der Grafikchip Mobility Radeon X1600 von ATI, den Apple im Macbook Pro verwendet, stellt eine ganz andere Klasse dar, als die bisher in den G4-Powerbooks arbeitenden Mobility Radeon 9600 oder 9700. Sowohl im Echtzeit-3D-Bereich, der für Action-Spiele wichtig ist, als auch im 2D-Bereich bei Programmen, die auf Apples Grafiktechnologie Core Image aufsetzen, wie zum Beispiel Imaginator rennt das Macbook Pro sämtlichen G4-Vorgängern mit deutlichem Abstand davon.

Doom 3 ist seit wenigen Wochen als Universal-Binary erhältlich und das Intel-Notebook schafft hier in hoher Qualität eine Bildrate von über 30 fps. Das ist mehr als doppelt so hoch wie das Referenz-Powerbook. Damit wird Doom 3 erstmals auf mobilen Macs flüssig spielbar.

Bei Core-Image-Programmen ist der Vorsprung noch deutlicher. Auch Imaginator gibt es inzwischen als Universal-Binary und unseren Core-Image-Testparcour erledigt das Macbook Pro vier bis 4,5 Mal schneller als das Referenz-Powerbook.

Helleres Display

Doch es geht nicht ausschließlich um Rechen- oder Grafikleistung. Apple hat auch an anderen Stellen Hand angelegt. Das fällt zunächst beim integrierten Display auf. Es bietet nun eine wesentlich bessere Leuchtstärke. Wir messen 292, 5 cd/qm. Das ist doppelt so viel wie bei den Vorgänger-Modellen und damit steht das Display zumindest in Sachen Helligkeit einem Desktop-LCD-Monitor nicht mehr nach. Die Kehrseite ist der geringere Kontrast. Das ist typisch für LCD-Displays: je heller sie leuchten desto schlechter wird der Schwarzwert, und damit auch der Kontrast. Dennoch kann sich die Bildqualität des 15,4-Zoll-Displays sehen lassen. Besonders im Vergleich zu dem Windows Notebook von Acer erscheinen die Farben brillianter und knackiger, was uns die Farbraum-Messungen dann auch bestätigen.

Akkulaufzeit

Trotz des helleren Displays und der Doppelkern-CPU leidet die Akkulaufzeit des Macbook Pro nicht. In unserem Standardtest, der die CPU zu etwa 30 Prozent belastet und das Display bei voller Helligkeit betreibt, arbeitet das 2-GHz-Intel-Modell mit knapp drei Stunden exakt genauso lange, wie das Powerbook G4 mit 1,67 GHz. In anbetracht der Leistungssteigerung ist das ein guter Wert, in der Praxis jedoch sind drei Stunden nicht viel Zeit. Durch Herabregeln der Display-Helligkeit und Ausschalten von nicht benötigten Hardware-Komponenten wie Airport, Bluetooth oder der Tastaturbeleuchtung, kann man die Laufzeit drastisch erhöhen.

Im Vergleich zu dem Windows-Notebook steht das Macbook Pro etwas besser da. Eine gute halbe Stunde hält der portable Mac im Test länger durch. Beim Abspielen einer Video-DVD sind es immerhin noch 20 Minuten.

Macwelt Marktplatz

957524