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HD-Videos als Download

16.04.2009 | 10:45 Uhr | Stephan Wiesend

HD-Videos als Download

Hat man keinen Blu-ray-Player, k├Ânnten die VoD-Dienste einen interessanten Zugriff auf HD-Videos erm├Âglichen. Diese Angebote sind bei den VoD-Diensten aber noch im Aufbau.

In Deutschland stehen Apples HD-Filme nur ├╝ber Apple TV zur Verf├╝gung. Man kann zwar von Deutschland aus einen Account im US-iTunes-Store nutzen, dies ist aber ein Versto├č gegen die Nutzungsbestimmungen. Eine Registrierung ist nur unter Angabe einer US-Postadresse m├Âglich, f├╝r den Einkauf ben├Âtigt man eine amerikanische Kreditkarte oder Guthabenkarte. Die Filme sind auch recht teuer: 20 US-Dollar kostet ein Kinofilm in HD-Aufl├Âsung, f├╝r 15 US-Dollar bekommt man den Film in Standard-Aufl├Âsung. Bei HD-Videos l├Ądt man zwei Videos: Das eigentliche HD-Video und eine Version in niedriger Aufl├Âsung. Diese Version kann man sofort auf ein iPhone oder einen iPod kopieren - einer echter Vorteil gegen├╝ber der nicht kopierbaren Blu-ray.

Um uns ein Bild davon zu machen, beschafften wir uns die HD-Version des neuen James Bond-Films Quantum of Solace. Da HD-Filme in Deutschland nur ├╝ber Apple TV gesehen werden k├Ânnen, haben wir uns zum Test einen Film aus dem US-Store ausgeliehen. An einem LCD-TV und diversen Macs verglichen wir diesen Film mit der deutschen DVD-Version. Apple verspricht HD-Qualit├Ąt, an die Bildqualit├Ąt einer echten Blu-ray reichen die Filme aber nach unserem Eindruck nicht heran. Die Filme sind zwar HD-Videos, sie entsprechen aber dem relativ kleinformatigen HD-Standard 720p. Apple bietet den Kinofilm in der breitformatigen Aufl├Âsung 1280 x 530, als Codec kommt H.264 zum Einsatz. Die Datei von "Quanturm of Solace" hat einen Umfang von 3,55 GB, die SD-Version noch einmal 1,56 GB. Man kann zwar schon kurz nach dem Beginn eines Downloads mit dem Start des Films beginnen, f├╝r das komplette Herunterladen muss man aber einige Stunden einkalkulieren - au├čer man besitzt eine sehr schnelle Internetanbindung.

Die Bildqualit├Ąt des iTunes-Films ist der DVD-Version klar ├╝berlegen. Vor allem bei Gesichtern und Au├čenaufnahmen sieht man mehr Details, Action-Szenen werden ohne Bildfehler dargestellt. An die Bildqualit├Ąt eines guten Blu-ray-Films kommt das Video aber nicht heran, dazu sind neben der Aufl├Âsung auch die Framerate (die Zahl der Einzelbilder) und die Bitrate (die Datenrate des Videos) zu niedrig. Bei Kameraschwenks stellten wir an Computermonitoren kaum merkliche Ruckler fest, die aber kaum st├Âren. Ein Grund, warum Apple auf 720p setzt, sind wohl die begrenzten F├Ąhigkeiten des Apple-TV. Dieses Abspielger├Ąt unterst├╝tzt nur Filme bis zu einer Aufl├Âsung von 1280 x 720 und einer maximalen Bitrate von 5 Mbit und 25 fps. Diese Bitrate erm├Âglicht zwar gute Bildqualit├Ąt, reicht aber nicht an Blu-ray heran. Stehen doch hier bis zu 54 Mbit zur Verf├╝gung.

Fazit:

Als Apple mit dem iTunes-Store den Musikverkauf begann, war das Angebot fast konkurrenzlos. Beim Verkauf und der Vermietung von Filmen stehen Apple aber viele m├Ąchtige Konkurrenten gegen├╝ber, auch wenn diese nicht Mac-kompatibel sind. In Gro├čst├Ądten kann man zudem in Automaten-Videotheken rund um die Uhr DVDs ausleihen. Immer mehr haben au├čerdem Blu-rays im Angebot, ├╝ber Anbieter wie Lovefilm oder Video Buster kann man sich die Scheiben per Post zuschicken lassen.

Mit dem Angebot einer gut sortierten Videothek k├Ânnen die Download-Anbieter nicht mithalten - unter den mehreren tausend Titeln im Online-Angebot befindet sich auch sehr oft einfach Ramsch. Gleichzeitig sind die Restriktionen durch den Kopierschutz sehr hoch und die Verleihpreise sogar h├Âher als bei der Videothek um die Ecken. Auch den Zeitbedarf f├╝r den Download eines Titels sollte man keinesfalls untersch├Ątzen. Als Vorteil bleibt jedoch ein angenehmes Detail: Man muss den ausgeliehenen Film nicht zur├╝ckbringen.

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