961594

Handhabung

18.12.2006 | 14:44 Uhr | Markus Schelhorn,

Handhabung

Große Hände, kleine Hände, dicke kurze oder lange dünne Finger: Eine Kamera, die sich für jeden gleich komfortabel bedienen lässt, gibt es nicht. Deshalb sollte man vor dem Kauf die Kamera zunächst einmal in den Händen gehalten haben. Neben dem Formfaktor entscheiden auch Menüführung und Platzierung der Bedienelemente. Stimmen die inneren Werte – zu erfahren in diesem Test – steht einer glücklichen Fotobeziehung zwischen Kamera und Fotograf nichts mehr im Wege.

Schon der Formfaktor teilt die Kameras grob in zwei Gruppen auf. Für die erste Gruppe von Fotografen ist das Fotografiererlebnis wichtig. Hier ist ein großes Modell von Vorteil, denn eine solche Kamera liegt in aller Regel gut in der Hand und bieten gut zugängliche Bedienelemente. Vertreter dieser Gattung sind die Panasonic DMC-FZ7, die Canon Powershot S3 IS und die Sony Cybershot DSC-H5. Alle drei Kameras verwenden ein 12-fach-Zoomobjektiv. Ebenfalls in diese Gattung fallen die Olympus SP-500UZ sowie die Yakumo Mega-Image 85D, die mit einem 10-fach- respektive 8-fach-Zoomobjektiv ausgestattet sind.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ7 bietet dank großzügig gummiertem Griff einen sicheren Halt und lässt sich in vielen Aufnahmesituationen trotz ihrer Größe mit einer Hand nutzen. Die Bedienelemente sind mit einem guten Druckpunkt versehenen. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings der kleine Joystick, den die Kamera statt der üblichen Vierwegeschalter verwendet.

Canon bringt mit der Powershot S3 IS die dritte Generation der Powershot-S-Serie an den Start. Optisch hat sich bis auf das nun schwarze Gehäuse kaum etwas verändert. Doch die inneren Werte sind deutlich verbessert. So bietet die Kamera einen 6-Megapixel-Bildsensor und ein 2-Zoll-Display (Vorgängermodell 1,8 Zoll), das für diese Klasse jedoch noch immer recht klein ausfällt. Dafür lässt sich das Display ausklappen und in alle Richtungen drehen. Auch Selbstportraits, bei denen man sich selber im Display betrachten kann, sind so möglich. Einzig der Menü-Schalter der Powershot S3 IS stört bei einigen Aufnahmesituationen, da er so weit rechts an der Kamerarückseite angebracht ist, dass man ihn oft versehentlich mit dem Daumenballen drückt. Dafür bietet die Canon-Kamera als einzige eine individuell einstellbare Direktwahltaste. So lässt sich beispielsweise der Weißabgleich auf Tastendruck ändern.

Sonys Cybershot DSC-H5 zielt auf anspruchsvolle Fotografen und hat zusätzlich Motivprogramme parat. Sie liegt gut und sicher in der Hand. Das Display fällt mit drei Zoll riesig aus, lässt sich jedoch nicht schwenken. Canons kompakte Po-wershot A700 passt mit ihrem optischen 6-fach-Zoom gerade noch in die Klasse der Superzoomer. Sie behauptet sich hervorragend gegenüber der Konkurrenz und liegt nur mit ihrer Ausstattungsnote etwas zurück. Der 10fach-Zoomer Olympus SP-500UZ liegt ebenfalls gut in der Hand und hilft mit Motivprogrammen beim Einstieg in die digitale Fotografie. Die günstigste Kamera im Test ist Yakumos Mega-Image 85D. Mit ihrem ausladenden Gehäuse ist sie nur für große Hände geeignet. Leider wirken die verwendeten Materialien billig, und das Objektiv gleitet geräuschvoll durch den Brennweitenbereich von 39 bis 314 Millimeter.

Macwelt Marktplatz

961594