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Inspiration inklusive

30.05.2007 | 12:22 Uhr |

Inspiration inklusive

Clip-Notes: Über die Render-Liste kann man sogenannte Adobe Clip-Notes erstellen, wobei ein PDF mit integriertem Film komprimiert wird.
Vergrößern Clip-Notes: Über die Render-Liste kann man sogenannte Adobe Clip-Notes erstellen, wobei ein PDF mit integriertem Film komprimiert wird.

Wem das zu aufwendig ist, kann sich eines neuen Werkzeugs namens Brainstorm bedienen. Indem man ein oder mehrere Parameter der Shape Layer aus der Timeline aktiviert und auf ein kleines Gehirnsymbol klickt, öffnet sich eine Ansicht mit neun Variationen. Legt man den Variationsparameter prozentual fest und klickt auf den Brainstorm-Button, errechnet After Effects immer neue Varianten der Shape Layer. Einzelne Ansichten kann man hierbei zwischenspeichern um sie in die neue Brainstorm-Variation zu übernehmen. Entscheidet man sich für eine Möglichkeit, übernimmt After Effects die errechneten Parameter automatisch in die Timeline. Wem für seine Komposition also nichts mehr einfällt, der lässt After Effects einfach die kreative Arbeit erledigen. Brainstorm funktioniert übrigens nicht nur mit Shapes sondern kann auch auf anderen Elementen wie Text, oder auf Parametern für Transformieren oder Filter angewandt werden.

Aus Photoshop hat Adobe die bekannten Ebenenstile übernommen, die sowohl auf Videoebenen als auch auf Texte oder Shapes angewandt werden können. Dem Anwender stehen hier neben Kontur und Schlagschatten auch abgeflachte Kanten oder Glühen zur Verfügung. Für die Zusammenarbeit mit Photoshop bedeutet dies natürlich, dass Ebenenstile auf PSD-Dateien zukünftig auch in After Effects übernommen werden, ohne dass man die Elemente vorher rastern muss.

Ein neuer Effekt names „Puppe“ (Puppet Tool) verspricht jede Menge Spaß: Frei gestellte Objekte, Buchstaben oder sonstige Elemente erhalten mittels eines Pinpoints ein „Gelenk“, das man frei rotieren und verzerren kann. So lässt sich zum Beispiel der Arm einer Person frei drehen, oder der Schenkel eines Buchstabens unendlich in die Länge ziehen. Die einzelnen Bewegungen lassen sich mittels Keyframes speichern und so über die Zeit animieren. Zu den weiteren Neuerungen von After Effects gehört unter anderem das Color Management über ICC Farbprofile für verlässliche Voransichten über Computer- und Broadcast-Monitore sowie für Filmmaterial, die Audiowiedergabe ohne Zeitverzögerung sowie die wesentlich schnellere Bearbeitung von HDV-Material im MPEG-Format.

Ein neues Format, das sowohl Premiere als auch After Effects unterstützen, ist die Ausgabe als Adobe Clip-Notes. Die Applikationen erstellen hierbei ein PDF mit Kommentaren und eingebettetem Film für den schnellen Versand über E-Mail oder per Download-Option. Je nach gewählter Encoding-Größe (Quicktime auf Mac oder WMV unter Windows) wählt der Versender aus, ob der Film vollständig im PDF enthalten sein soll, oder ob der Empfänger den Film als Streaming Video erhält; ein zusätzlicher Passwortschutz sichert die Datei hierbei vor unbefugtem Zugriff. Zur Wiedergabe der Clip-Note Datei reicht Acrobat Reader in der aktuellen Version 8. Der Empfänger schaut sich den Film an und gibt an bestimmten Punkten in der Zeit seine Kommentare ab. Ist der Film vollständig kommentiert, reicht das Zurücksenden der PDF-Datei (automatisiert, wenn eine Empfängeradresse angegeben ist), sowie ein Re-Import des PDFs (XFSF-Format) seitens des Versenders, um die Kommentare als Timeline-Markierungen in After Effects oder in Premiere anzeigen zu lassen. Wesentlich schneller und einfacher geht es nicht mehr.

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