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Kameras für alle Fälle

17.07.2007 | 13:33 Uhr | Markus Schelhorn

Zoomen: Bei den Kameras von Canon, Panasonic und Ricoh sind die Zoomtasten beim Auslöser angebracht. So kann man die Kamera auch mit einer Hand während des Zoomens noch gut halten.
Vergrößern Zoomen: Bei den Kameras von Canon, Panasonic und Ricoh sind die Zoomtasten beim Auslöser angebracht. So kann man die Kamera auch mit einer Hand während des Zoomens noch gut halten.

Bilder ohne Wackeln

Verwacklungen in Bildern lassen sich auf zwei Arten vermeiden. Entweder durch einen mechanischen Bildstabilisator, der je Bauform entweder durch Gegenbewegung einer Linse oder des Bildsensors Verwacklungen ausgleicht. Bis auf die Samsung L77 bietet jede Kamera im Test einen solchen Bildstabilisator. Gerade bei Kameras mit hohem Zoombereich verrichtet ein mechanischer Bildstabilisator insbesondere im Telebereich gute Dienste. Ein mechanischer Bildstabilisator hat allerdings seine Grenzen. Sich schnell bewegende Motive werden bei schwachem Licht durch die längere Belichtungszeit unscharf. Hier hilft die zweite Möglichkeit, eine kürzere Verschlusszeit. Diese erreicht man, indem man die Blende möglichst weit öffnet und die Empfindlichkeit (ISO) erhöht. Mit der höheren Empfindlichkeit geht leider auch eine schlechtere Bildqualität einher. Das Farbrauschen nimmt zu und der Dynamikumfang ab.

Besonders deutlich kommt das Farbrauschen laut unseren Messungen bei der Powershot G7 zu tragen, in der Praxis ist es allerdings bis ISO 800 noch akzeptabel. Am besten schlagen sich hier Lumix TZ3 und die winzige Exilim HI-Zoom EX-V7. Bei beiden Kameras messen wir bei ISO 800 einen Wert für das Farbrauschen und die Dynamik, den auch ausgewachsene digitale Spiegelreflexkameras erreichen. So erweisen sich diese Kameras im Test als ideal für Aufnahmen in Kirchen und Museen ohne Blitz oder mit erhöhter ISO-Einstellung für Aufnahmen von Kindern oder Tieren im Zimmer – ebenfalls ohne Blitz.

Film ab!

Immer interessanter wird die Videofunktion der Kameras. Der Speicher ist günstig und groß genug um auch längere Videos zu speichern. Zudem ist die Qualität teilweise erstaunlich gut. Besonders gut ist die Video-Funktion bei der Exilim HI-Zoom EX-V7. Sie nimmt zum einen in einer hohen Auflösung von 848 x 480 Pixel auf und speichert die Videos im H.264-Format. Zum Zweiten kann man während der Aufnahme zoomen. Das ist im Test nur noch mit den Canon-Kameras und der L77 möglich, allerdings setzt bei der Samsung-Kamera der Ton während des Zooms aus. Nur mit einem schrittweisen digitalen Zoom arbeitet die Caplio R6 während der Filmaufnahme – zu Lasten der Bildqualität. Die hohe Auflösung von 848 x 480 Pixel bieten auch die Kameras von Panasonic, allerdings wie die Mju 780 ohne die Möglichkeit zum Zoomen.

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