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Bluray-Videos am Mac

30.01.2012 | 14:04 Uhr | Thomas Armbrüster

Bluray-Videos am Mac

Bluray-Filme am Mac abzuspielen, ist eigentlich nicht vorgesehen, da die Macs die technischen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllen. Seit einiger Zeit gibt es jedoch im Netz das Programm " Bluray Player " von Mac Go, für das momentan 60 Dollar gefordert werden. Es ist beispielsweise über die Webseite von Mac Update erhältlich und wir können es zusammen mit dem Sony BDX S600U und dem Lite On eSEUu206 testen, nachdem wir einen Freischaltcode vom Hersteller bekommen haben. Das Programm mit einer lokalisierten Bedienoberfläche spielt unseren Testfilm problemlos auf dem Mac Mini ab, auch wenn dieser mit einem Core-2-Duo mit 2,26 Gigahertz unterhalb der empfohlenen Prozessorgeschwindigkeit von 2,4 Gigahertz liegt. Auf dem Macbook Air der zweiten Generation mit 1,6 Gigahertz geht das Programm aber in die Knie.

Da Bluray-Player zum Abspielen von Bluray-Filmen (auch andere Filmformate werden unterstützt) einen Netzzugang zu einem so genannten Autorisierungsserver benötigen, ist anzunehmen, dass hier eine - zumindest in Deutschland - nicht ganz legale Umgehung der Verschlüsselung erfolgt. Wobei sich die Filme nur abspielen, nicht jedoch kopieren oder in ein anderes Format umwandeln lassen. Ohne Originalfilm geht nichts. Sollte der Server nicht erreichbar sein, geht ebenfalls nichts.

Daten brennen

Im Test spielen wir verschiedene CD- und DVD-Formate um die Brenner zu testen. Wir setzen dazu den Finder und Toast 11 ein. Keine Probleme haben wir dabei mit DVD-R und DVD+R sowie einer wiederbeschreibbaren DVD-RW . Die Brenngeschwindigkeiten unterscheiden sich jeweils nur wenig, ausgenommen das Laufwerk von Teac , das beim Beschreiben der DVD+R in eine deutlich langsamere Gangart wechselt als die Konkurrenz. Bei der Double-Layer-DVD quittieren die beiden Laufwerke von Sony den Brennauftrag mit einer Fehlermeldung bei der Überprüfung, und das Teac benötigt wiederum deutlich mehr Zeit als die anderen Brenner. Bei der wiederbeschreibbaren CD verweigert sich das Lite On eNAU608 und akzeptiert nur ein anderes, langsamer beschreibbares Medium.

Ein Sonderfall ist das wiederbeschreibbare Format DVD-RAM . Da das System dieses Format, das sich im Prinzip wie eine Festplatte im Finder verhält, nur überaus halbherzig unterstützt, sind die Geschwindigkeiten im Vergleich zum Brennen einer DVD-RW nur mäßig. Beim Superdrive-Laufwerk hat Apple deshalb die Unterstützung für DVD-RAM gleich ganz weggelassen. Das Lite On eNAU608 verweigert sich ebenfalls, obwohl es das Format unterstützen sollte, und beim Lite On eSEUu206 lässt sich die DVD-RAM nur mit Toast beschreiben. Das geht dann aber deutlich schneller als im Finder, was wir zudem noch mit dem LG GP10NB20 bestätigen können. Auch hier ist Toast deutlich flotter als der Finder. Für den Einsatz am Mac sollte wegen der schlechten Unterstützung durch das System die Möglichkeit, DVD-RAM einsetzen zu können, kein Kriterium für die Auswahl eines optischen Laufwerks sein.

Bluray brennen

Wesentlich interessanter und durchaus ein Kaufgrund ist das Beschreiben von Bluray-Medien, da diese große Datenmengen aufnehmen können. Von unseren Testgeräten unterstützt allerdings nur der Sony BDX S600U das Brennen auf Bluray, das Lite On eSEU206 spielt Bluray nur ab. Zum Beschreiben benötigt man wie bei den anderen optischen Medien kein Programm, sondern kann dies direkt im Finder erledigen. Man zieht die zu brennenden Daten per Drag-and-Drop auf das Symbol des Mediums auf dem Schreibtisch beziehungsweise in sein geöffnetes Fenster und klickt dann dort auf "Brennen", um den Schreibvorgang zu starten. Anders als bei der DVD-RAM macht hier das System keinerlei Probleme und erledigt den Brennvorgang anstandslos und in ordentlicher Geschwindigkeit.

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