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Keine Kartentricks

24.10.2005 | 10:05 Uhr |

Keine Kartentricks

Die kleine Transflash-Karte fasst 512 MB. Doch iTunes erkennt sie nur, wenn sie im Rokr steckt. Der Umweg über Adapter (l.) und Lesegerät funktioniert nicht.
Vergrößern Die kleine Transflash-Karte fasst 512 MB. Doch iTunes erkennt sie nur, wenn sie im Rokr steckt. Der Umweg über Adapter (l.) und Lesegerät funktioniert nicht.

Das Rokr E1 besitzt zum Abspeichern der Musik eine Trasflash-Speicherkarte mit 512 Megabyte, die nicht größer als ein Daumennagel ist. Im Lieferumfang befindet sich ein Adapter, der die Karte kompatibel zu Speicherkarten-Lesegeräten macht, die Secure-Digital-Karten (SD) auslesen können. Schlaue Zeitgenossen versuchen nach dem frustrierenden Bestücken des Telefons per mitgeliefertem Kabel, die Karte samt Adapter über ein schnelles Lesegerät dem Computer zugängig zu machen. Das geht auch und der Finder zeigt wie vorher per Kabel die Speicherkarte als Volume an – nur iTunes macht es nicht. Dieser Weg ist also eine Sackgasse.

Ohnehin muss dafür das Rokr E1 teilzerlegt werden, und schon der Akku wehrt sich beharrlich gegen den Ausbauversuch. Nach dieser Hürde wartet neben dem SIM-Kartenhalter der nur ein Viertel so große Transflash-Kartenleser auf filigrane Finger. Im ersten Versuch hatten wir den Kartenhalter durch bloßes Hochklappen komplett demontiert. Das Wiedereinsetzen ist ein weiteres Geduldsspiel...

Nicht alles ist schlecht

Ist denn die Musik einmal auf dem Telefon gespeichert, dann kann das Rokr sogar Spaß machen. Der Sound über das mitgelieferte Stereo-Headset gibt keinen Grund zur Klage, erfreulich ist, dass Motorola einen standardisierten 2,5-mm-Klinkenanschluss benutzt. Der entspricht zwar nicht dem üblichen Walkman-Kopfhörer mit einem 3,5-mm-Stecker, aber dafür gibt es Adapter. Überraschend stark ist der eingebaute Stereo-Lautsprecher, der – subjektiv – einen besseren Sound liefert als die Lautsprecher eines iBooks. Liegt das Rokr auf einer Holzplatte, so schwingt die mit und fördert positiv den Basseindruck.

Der Abgleich zwischen iSync und dem Rokr klappt auch via USB, fallweise kann der Benutzer jedoch nicht auf Bluetooth umstellen. Dann ist eine Neukonfiguration notwendig.
Vergrößern Der Abgleich zwischen iSync und dem Rokr klappt auch via USB, fallweise kann der Benutzer jedoch nicht auf Bluetooth umstellen. Dann ist eine Neukonfiguration notwendig.

Nicht vergessen wollen wir: Das Rokr E1 ist eigentlich ein Mobiltelefon, und das hat angenehm positive Sende- und Empfangseigenschaften, kann als Funk-Modem am Computer dienen (GPRS Klasse 10) und gleicht Adressen, Telefonnummern und Termine via iSync mit dem Mac ab. Allerdings: entweder per USB oder via Bluetooth. Wer von Kabel auf Funk wechseln will, muss iSync umkonfigurieren. Schnell ist die Funkverbindung jedoch nicht, von anderen Bluetooth-2.0-Geräten sind wir höheren Datendurchsatz und die Koppelung mit mehreren Geräten gewohnt.

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