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Kontaktfreudige Router

01.07.2007 | 15:54 Uhr |

Kontaktfreudige Router

Womit wir schon beim nächsten Punkt wären: Den Anschlüssen für weitere Netzwerkgeräte. Fast alle Produkte besitzen hierfür vier Netzwerkschnittstellen. Einzige Ausnahme ist Apples Airport Extreme, die lediglich drei LAN-Buchsen aufweist. Während Netgear und D-Link bereits das von neueren Macs unterstützte Gigabit Ethernet mit einer maximalen Datenrate von 1000 Megabit pro Sekunde anbieten, begnügen sich die restlichen Geräte mit einer Übertragungsrate von maximal 100 Megabit pro Sekunde.

Zusätzlich verfügen alle Router über einen WAN-Anschluss, um ein DSL- oder Kabelmodem anzuschließen. Da die Durchsatzraten von WAN- und LAN-Ports bei allen Routern jeweils gleich sind, kann man die Router auch per WAN in ein bestehendes Netz einbinden. In dem Falle bauen alle Testkandidaten mit Ausnahme von Airport Extreme ein eigenes, hinter NAT verstecktes Subnetz auf. Lediglich Apples Basisstation betreibt den WAN-Port optional im Bridge-Modus, um die an den LAN-Ports angeschlossenen Geräte direkt in das Hauptnetz einzubinden. Auf die Weise macht Apples Router aus seinem WAN- einen vierten LAN-Port.

Sämtliche Router im Testfeld bieten einen integrierten DHCP-Server, der allen Rechnern, Druckern und anderen Teilnehmern am WLAN oder LAN automatisch eine IP-Adresse zuweist. Ist bereits ein anderer DHCP-Server im Netz, lässt sich die Funktion in allen Routern deaktivieren. Weiterhin sind alle Geräte in der Lage, als DNS-Relay zu arbeiten. Das bedeutet, dass sie Anfragen der Clients, welche IP-Adresse hinter einer im Web üblichen Adresse wie „www.macwelt.de“ steckt, automatisch an den jeweils richtigen DNS-Server weiterleiten.

Den Konkurrenten der Airport Extreme merkt man ihre Ausrichtung auf die Windows-Welt an: Sie bieten die Funktion UPnP, mit deren Hilfe Rechner im Netz die von ihnen angebotenen Dienste automatisch bekannt machen können. Apples Basisstation bietet stattdessen das von der Internet Engineering Task Force entwickelte Protokoll NAT-PMP (Port Mapping Protocol). Das allerdings unterstützt nur Mac-OS X vollständig. Um Dienste in gemischten Netzen durch den Router hindurch weiterzuleiten, muss man daher manuell die einzelnen Ports umleiten. Die-se Methode unterstützen alle Geräte.

Einen DMZ-Host – von Apple „Standard-Host“ genannt – unterstützen ebenfalls alle Testkandidaten. Dabei handelt es sich um einen Rechner im Netz, an den alle eintreffenden Datenpakete weitergeleitet werden, sofern sie nicht ein Client vorher angefragt hatte. Bonjour unterstützt allerdings nur Apples Airport Extreme. Dies verwundert, da es genug passende Software für das Linux-Betriebssystem der anderen Router gibt.

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