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Die besten OverEar-Kopfhörer für weniger als 200 €

05.10.2019 | 08:30 Uhr | Markus Schelhorn, Peter Müller,

Trotz Airpods und anderer True-Wireless-Systeme erfreuen sich OverEars großer Beliebtheit. Wir haben interessante Angebote zum niedrigen Preis für Sie zusammengetragen.

Over-Ear-Kopfhörer haben einige Vorteile gegenüber den InEar-Hörern, die beispielsweise mit einem iPhone oder iPod Touch mitgeliefert werden oder die True-Wireless-Systeme wie die Airpods: Sie sind bequemer, verlieren sich nicht so leicht und bieten einen satten Sound. Manche gelten auch als modisches Accessoire, man beachte nur prominente Sportler, wie sich mit Edelmarken auf dem Kopf durch die Interview-Zonen der Stadien schmuggeln: Over-Ears signalisieren auch eindeutig, dass sich hier jemand abschotten möchte und gewiss keine Fragen beantwortet.

In den letzten Jahren sind Bluetooth-Ohrhörer immer populärer geworden, was nicht zuletzt an Apples Entscheidung lag, die Kopfhörerbuchse aus dem iPhone zu entfernen. Aber doch haben auch solche mit Kabel nach wie vor ihre Berechtigung, ob man sie nun mittels Adapter mit dem iPhone verbindet, direkt mit einem Lightning-Kabel oder an einem Gerät wie iPad oder Mac nutzt. Zumal einige Modelle immer noch auf eine Fernbedienung im Kabel setzen – an sich ein Relikt aus den Zeiten des klassischen iPod.

Bedienung per Kabel oder drahtlos

Eine solche Steuereinheit am Kopfhörer bietet idealerweise drei Schalter: die äußeren Leiser- und Lauter-Tasten und eine Play/Pause-Taste in der Mitte. Diese Play/Pause-Taste kann allerdings noch mehr: Drückt man sie zweimal, springt man zum nächsten Lied in der Playlist, durch dreimaliges Drücken gelangt man zum vorigen Lied. Hält man die Taste etwas gedrückt, aktiviert man so  den Sprachassistenten Siri . Praktisch, wenn man jemanden anrufen will, ohne das Telefon aus der Tasche ziehen zu müssen – ein Mikrofon ist im Kabel meist eingebaut. Aber auch viele drahtlose Kopfhörer setzen mittlerweile auf Siri und Konsorten, nur sind deren Mikrofone dann eben in der Ohrschale eingebaut.

Kopfhörer: Klang ist nicht gleich Klang

Bei Kopfhörern ist es schon beinahe so wie mit gutem Wein: Für jeden Geschmack gibt es den passenden Kandidaten. Und so stimmt jeder Hersteller seine Modelle je nach Zielgruppe unterschiedlich ein: Für das beliebte und meist gehörte Genre Pop und Rockmusik verstärken die Hersteller den Bass – bei klassischer Musik kann das allerdings zu einem unausgewogenem Klangbild führen. Oft helfen Hersteller mit Klangverstärkungen nach, um die Wiedergabequalität von minderwertigen Bauteilen auszugleichen. Um bei dem Vergleich mit dem Wein zu bleiben, auch einige Winzer helfen mit Sägespänen und Zucker nach, um billigen Wein zu „tunen“ . Doch zurück zu den Kopfhörern: Möchte man ein ausgewogenes Klangbild über alle Frequenzen, kann es schnell recht teuer werden. Solche edlen Kopfhörer eignen sich dann deutlich eher für akustische Instrumente und Stimmen, also für Genres wie Jazz und klassische Musik. Pop-Hörer würden solchen Kopfhörern wegen eines scheinbar langweiligen Klangs nicht gerade günstigere Kopfhörer mit sattem Bass vorziehen. Die besten High-End-Kopfhörer zeigen wir Ihnen in einer separaten Übersicht. mas/pm

Hier finden Sie die besten Over-Ears zu Preisen unter 200 Euro, die Liste wird stets aktualisiert

Audio Technica ATH-ANC700BT: Bluetooth Kopfhörer mit zwei Gesichtern

Ein Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung und High-Res-Unterstützung für unter 200 Euro – das klingt nach einer Kampfansage an die Mitbewerber. Auf dem Datenblatt lesen sich die technischen Daten auch nicht schlecht: große 40-mm-Treiber, 25 Stunden Laufzeit mit aktiver Geräuschunterdrückung, aptX und AAC, sowie High-Res-Audio mit Kabelverbindung.

Audio-Technica setzt beim neuen ATH-ANC700BT bei der Bedienung auf eine Kombination aus Touch-Steuerung und klassischen Schalter. Ein klassischer Schiebeschalter ist der Ein/Aus-Schalter, der einfach zu bedienen ist. Die Touch-Steuerung ist auf dem linken Ohrhörer untergebracht und funktioniert ein wenig anders als bei den Mitbewerbern. Ein Tippen in der Mitte der aktiven Fläche wechselt zwischen Wiedergabe und Pause. Hierüber kann man auch Telefonate annehmen.

Die Lautstärke wird durch Tippen am oberen Rand für Lauter beziehungsweise unteren Rand für Leiser der aktiven Fläche gesteuert. Eine Wischgeste gibt es auch, hierüber läuft der Titelsprung. Nach oben wischen zum nächsten Lied und nach unten wischen zum Anfang. Legt man die ganze Hand für zwei Sekunden auf die aktive Fläche deaktiviert man, beziehungsweise aktiviert man die aktive Geräuschunterdrückung. Auf eine App-Steuerung hat Audio-Technica verzichtet. Sehr überraschend ist das Aufsetzen des Kopfhörers. Das Kunstleder der Ohrpolster ist angenehm weich und mit 250 Gramm ist der ATH-ANC700BT sehr leicht für einen Over-Ear Kopfhörer. Das passt auch für Brillenträger ganz gut.

Bei einem Preis von unter 200 Euro für einen Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung werden sich vor allem jüngere Musikhörer begeistern können. Und so starten wir unseren Soundcheck mit elektronischer Musik von Yello. "30.000 Days" vom Album "Toy" ist unser erster Song. Klare elektronische Klänge, die von einem kräftigen Beat getragen werden. Das macht der ATH-ANC700BT ganz gut. Die Höhen kommen für einen Bluetooth Kopfhörer sehr klar, eine Bevorzugung der Mitten lässt sich heraushören, was aber ganz gut zur Musik passt. Bei "Electrified II" passt der sehr präsenter und kräftige Bass perfekt zu dem Lied.

Bei Yello zeigt der Kopfhörer deutlich, für welches Genre er sehr gut geeignet ist. Also auf zum nächsten Genre Dance mit Martin Garrix. Bei "Breach" gefallen die harten Technobeats sehr gut. Und auch die Kombination aus Techno und Brasil von "Bingo Bango" profitiert vom kräftigen Bass und leicht betonten Mitten.

Krasser Genre-Wechsel zu Michael Jackson. Der Klassiker "Beat It" darf zeigen, ob auch 80er-Jahre-Party geht. Hier zeigt die etwas flache Abmischung unserer Aufnahme, dass der ATH-ANC700BT eher bei aktueller Musik glänzen kann. Die Vermutung bewahrheitet sich bei der Überarbeitung von The Cure's "Close To Me" durch Blank & Jones. Da ist der kräftige Bass, den das Lied einfach braucht, aber trotzdem klingt es nicht überzogen.

Fehlt nur noch zum Abschluss Dark-Pop von Depeche Mode. Hier ist gerade "Cover Me" mit einem extremen Bass eine Herausforderung. Die meistert der ATH-ANC700BT aber klaglos. Zu laut gehört tut es weh, aber mit mittlerer Lautstärke vergisst man die Welt um sich herum. Mit "So Much Love" verabschieden wir uns und attestieren dem ATH-ANC700BT eine ordentliche Vorstellung.

Fazit: Touch-Steuerung schön und gut, aber an einem Kopfhörer sind Tasten einfach praktischer. Wo Oben und wo Unten an der aktiven Fläche ist, ist nicht immer so einfach zu ermitteln. Da hat man beispielsweise beim Gehen schon mal seine Mühe die Felder für die Laufstärke zu treffen. Ebenso das Ein- und Ausschalten der aktiven Geräuschunterdrückung durch zwei Sekunden Auflegen der Handfläche gelingt nicht immer. Das ist besonders dann nervig, wenn man die aktive Geräuschunterdrückung nur gelegentlich benötigt. Beim Einschalten ist diese immer aktiv. Wer also besten Musikgenuss möchte, muss als erste Handlung diese immer erst deaktivieren. Davon abgesehen ist die aktive Geräuschunterdrückung sehr effektiv.

Klanglich gibt es hingegen wenig zu meckern. Er möchte nicht jedem gefallen und spricht eindeutig die jüngeren Musikfreunde an. Da passt die Preisklasse des ATH-ANC700BT auch ganz gut. Mit Kabel möchte man den Zusatz High-Res-Audio gerne glauben, so losgelöst und frei wie der ATH-ANC700BT dann spielt. Dann lässt sich auch Jazz wahrlich genießen. Zarte Stimmen und Streicher zeigen dann, was sie können, das vermag der Kopfhörer via Bluetooth nicht zu leisten. tb

Aiwa Arc-1 – Preis-Leistungs-Hit mit coolen Features

Aiwa kehrt zurück auf die große Bühne. Mit dem Arc-1 bringt das Unternehmen Bluetooth-Kopfhörer mit Top-Spezifikationen und vielen Features auf den Markt. Das Preisschild ist eine Kampfansage an die Konkurrenz. Doch können die Kopfhörer halten, was sie versprechen? Wir haben das neue Bluetooth-Headset Aiwa Arc-1 getestet und wurden positiv überrascht.

Der Arc-1 überzeugt vor allem mit seinem hervorragenden Sound, in dieser Preisklasse findet sich kaum etwas Besseres. Wer auf ausgefallene Designs steht, wird mit dem Arc-1 nicht glücklich, Puristen, die einfach den besten Sound für ihr Geld wünschen, aber sehr wohl. Die QConnect-Funktion ist außerdem eine schöne Ergänzung im Funktionsumfang eines Bluetooth-Headsets, die wir uns auch in Produkten anderer Marken mehr wünschen würden. Für aktuell rund 150 Euro können Sie mit dem Arc-1 definitiv nichts falsch machen. kw

Den ausführlichen Test lesen Sie hier…

Taotronics TT-BH060: Überzeugender OverEar-Kopfhörer mit ANC

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© TaoTronics

Over-Ear-Kopfhörer machen eine klare Ansage: Sprich mich nicht an! Warum es Kollegen, Mitreisende, Mitbewohner und Familienangehörige dennoch tun: Die meisten Kopfhörer haben ja bei aller erwünschten Abschottung eine Talk-Through-Funktion. Drückt man auf einen Knopf oder tippt an ein der wuchtigen Schalen, schickt das Mikrofon die Außengeräusche durch, anstatt mit den Informationen Gegenschall zu produzieren, der vor allem Brummen unterdrückt.

Taotronics TT-BH060 bei Amazon kaufen (60 Euro)

Das fehlt bei den Taotronics TT-BH060, ebenso ein Sensor, der die Musik stoppt, wenn wir den Over-Ear abnehmen, weil der Kollege im Türrahmen wild winkt und den Mund auf und zu macht.  Es fehlt zudem noch die Möglichkeit, gleichzeitig auf dem iPhone eingehende Gespräch des anderen Kollegen am Kopfhörer direkt anzunehmen – immerhin, jetzt stoppt die Musik und der Klingelton ertönt auf den Ohrmuscheln, die Musik geht aber gleich weiter, nachdem wir das Gespräch weggedrückt haben. Was auch noch fehlt: Eine App. Aber wozu? Der Equalizer von iOS ist gut genug und wenn der Kopfhörer ohnehin keine zusätzlichen Knöpfe hat, warum sollte man sie konfigurieren.

Auch die anderen Aspekte fehlen nicht wirklich. Denn wir wollen den TT-BH060 nicht als Headset im Büro nutzen, sondern zum Musikhören, gerne auch auf Reisen. Und hierfür ist der unkomplizierte und robuste Over-Ear gut geeignet. Der Sound ist recht satt und durchaus ausgewogen, der Bass nicht übertrieben, Mitten und Höhen klar definiert. Und doch liegt ein leichter Schleier über dem Klang. Bei hohen Lautstärken verzerrt aber nichts. Alles in allem sind wir zufrieden, auch bei der per Schieberegler aktivierbaren Aktiven Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling, ANC). Der Tragekomfort des 280 Gramm schweren Over-Ears ist akzeptabel, unter den Kunststoffkissen der Hörmuscheln wird es uns aber mit der Zeit ein wenig warm – aber mit der S-Bahn reisen wir ja vorwiegend im Winter, für die Fahrt ins Büro und wieder nach Hause passt das. Schön: Nicht nur Bluetooth 5 unterstützt der Hörer, auch ein Klinkenkabel ist mitgeliefert – wir können den TaoTronics also auch beim Musizieren mit Garageband verwenden. Bis zu 30 Stunden Musik  ohne Aufladung zwischendrin verspricht der Hersteller, dank Schnellladung ist der OverEar in fünf Minuten für immerhin zwei Stunden einsatzbereit – vor Reiseantritt also noch mal schnell aufladen. Die Ohrmuscheln lassen sich für den bequemen Transport einklappen.

Zur Not kann man mit dem Kopfhörer sogar telefonieren, doch muss man ihn bei ein- und ausgehenden Gesprächen auf dem iPhone für Soundausgabe und -eingabe auswählen, eine Funktion für das Annehmen von Gesprächen per Schalter fehlt wie gesagt. Die Sprachqualität ist in Ordnung, aber nicht berauschend – als Headset für das Büro war der TT-BH060 ja auch nicht im Gespräch.

Fazit

Guter Klang zum fairen Preis, mehr darf man vom Taotronics TT-BH060 nicht erwarten. Aber wer auf Reisen, im Wohnzimmer oder gerne auch im Büro ungestört sein möchte, findet hier für 60 Euro eine gute Lösung.

Audio-Technica ATH-AR3BT: Günstiger Allrounder

Der ATH-AR3BT ist ein preisgünstiger und gut klingender Kopfhörer, der seine Stärken im Pop und Rock hat.
Vergrößern Der ATH-AR3BT ist ein preisgünstiger und gut klingender Kopfhörer, der seine Stärken im Pop und Rock hat.
© Audio Technica

Der Einstieg in die Bluetooth-Kopfhörer sieht bei Audio-Technica so aus: On-Ear Konstruktion, faltbares Design, Ohrpolster aus Memory-Schaum, richtige Taster und Schalter zur Bedienung, NFC für die Verbindungsherstellung, 30 Stunden Akkulaufzeit, AAC für den klaren Klang und ein Gehäuse aus Kunststoff, um den günstigen Preis von nur 99 Euro zu erreichen.

Der On-Ear Kopfhörer fällt ein wenig größer aus, als üblicherweise On-Ear Konstruktionen sind. Dadurch liegt er bei kleineren Ohren nicht komplett auf, sondern umschließt ein wenig das Ohr. Das ist gewöhnungsbedürftig, hat aber auch Vorteile beim Sitz auf den Ohren. Der ATH-AR3BT sitzt nämlich sicherer als so manch kleinerer Mitbewerber, was sich gerade bei schnellen Bewegungen bemerkbar macht.

Wie schon in unserem letzten Test des größeren Bruders ATH-DSR7BT (siehe weiter unten), setzt Audio-Technica auch beim kleineren ATH-AR3BT auf richtige Taster, beziehungsweise Schalter, zur Bedienung. Zur Wiedergabesteuerung und Lautstärkeregelung dient ein kombinierter Druck-Taster, der wie ein Joystick funktioniert. Drückt man ihn runter, wechselt man zwischen Wiedergabe und Pause. Beim kurzen Druck nach oben oder unten wird die Lautstärke geändert, ein langer Druck sorgt für einen Titelsprung.

In der Praxis überzeugt die Steuerung leider nicht. Zwar findet man auch blind den Taster sehr gut, aber ist man unkonzentriert, klappt das mit dem Wechsel zwischen Wiedergabe und Pause nicht richtig. Ebenso ist die Kombination mit Lautstärke und Titelsprung nicht gelungen. Das hat uns auch schon beim Mitbewerber von Pioneer nicht gefallen.

Technisch hingegen ist der ATH-AR3BT gelungen, AAC für die hochwertigste Bluetooth-Übertragung erfreut Apple-Nutzer und ein ordentlicher 40 Millimeter Treiber verspricht gute Voraussetzungen für einen vollen Klang.

Neben der Farbe schwarz, gibt es in auch in der edlen Farbkombination weiss/gold.
Vergrößern Neben der Farbe schwarz, gibt es in auch in der edlen Farbkombination weiss/gold.
© Audio Technica

In der Praxis hört man das auch. Erstaunlich klar und hell, meint man zuerst einen viel teureren Kopfhörer aufzuhaben. Wir gehen dem genauer auf den Grund und wählen für unseren Soundcheck beswingten Pop von Michael Bublé. Unser Einstiegstitel ist dementsprechend auch "Nobody But Me". Die Freude springt sofort über und man swingt mit. Michaels Stimme kommt sehr direkt, der Bass ist immer präsent. Die Bühne wirkt nicht sehr groß, alle Akteure sitzen sehr dicht beieinander. Eine weitere Gute-Laune-Musikerin ist Caro Emerald. Auf Emerald Island spielt sie mit ihren Musikern schön auf, der Bass immer deutlich im Fokus. Weg von den akustischen Instrumenten sind wir auf der Suche nach einer größeren Bühne. "The xx" ist daher unsere nächste Gruppe. Die Kombination aus elektronischer Musikinstrumente, sphärischen Klängen und den zwei Sängern, zeigt uns ein größeres akustisches Bild. Auch wenn der ATH-AR3BT Jazz- und Swing-Pop gut klarkam, bei elektronischer Musik, wie der von "The xx", ist er noch besser aufgehoben. Besonders "Lips" hat uns sehr gut gefallen.

Die Faltkonstruktion macht den ATH-AR3BT schön kompakt und richtige Taster und Schalter sind zum blind finden sehr gut geeignet.
Vergrößern Die Faltkonstruktion macht den ATH-AR3BT schön kompakt und richtige Taster und Schalter sind zum blind finden sehr gut geeignet.
© Audio Technica

Also machen wir elektronisch weiter mit den Meistern von Yello. "Frautonium Intro" auf der aktuellen "Toy "ist ein rein elektronisches Stück, das ein wenig an Jean-Michel Jarre erinnert und sehr gut zum ATH-AR3BT passt. Hier fällt auch auf, das der ATH-AR3BT den Stücken ein wenig die Schärfe nimmt. Bei so mancher Musik sicher kein Fehler.

Sehr schön, das Audio-Technica auch an eine Klinkenbuchse für ein Audiokabel gedacht hat. Der Anschluss wird aber meist nur von denen benutzt werden, die einen besseren Klang haben wollen. Der ATH-AR3BT klingt nämlich via Kabel wesentlich gelöster und freier. Mit einer Akkulaufzeit von knapp 30 Stunden ist der ATH-AR3BT nämlich ein Meister des Dauerlaufs.

Empfehlung

Der ATH-AR3BT ist ein günstiger und gut klingender Bluetooth-Kopfhörer. Den Rotstift merkt man leider am Kunststoffgehäuse, das recht kratzempfindlich ist. Wo man den Sparzwang nicht merkt, ist bei der Technik. Zugegeben, mit dem großen Bruder ATH-DSR7BT kann er nicht mithalten, in seiner Preisklasse ist der ATH-AR3BT aber eine heiße Empfehlung.

Die große On-Ear Konstruktion ist Segen und Fluch in einem. Sie sitzt gut, ist aber gewöhnungsbedürftig, weil die Ohren teilweise wie bei einem Over-Ear Kopfhörer verdeckt werden. Wenn die Ohren die passende Größe haben eine feine Sache. Also ist Probetragen wichtig.

Die Bedienung ist leider nicht so gut gelungen, der Joystick ist einfach nicht jedermanns Sache und das die Lautstärke nicht mit der des iPhone gekoppelt ist, sollte bei einem so modernen Kopfhörer nicht vorkommen.

Man freut sich aber über Kleinigkeiten wie eine deutlich lesbare Kennzeichnung für Links und Rechts, sowie einem angenehmen Polster am Kopfbügel. Ein nicht zu vernachlässigendes Feature ist die Unterstützung des AAC-Codecs. Er ist die Voraussetzung für einen guten Klang. tb

➤ Audio Technica ATH-AR3BT im Macwelt-Preisvergleich ab 90 Euro

Audio-Technica ATH-AR3BT

Hersteller:

Audio-Technica

Preis:

€ 99,-

Note:

2,0 gut

Vorzüge:

guter Klang, lange Akkulaufzeit, Klinkebuchse

Nachteile:

Taster anfällig für Bedienfehler, keine Tasche, Lautstärke nicht mit der Steuerung am iPhone gekoppelt

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