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Kostenloser Außenseiter: Compressor

29.01.2007 | 13:44 Uhr |

Kostenloser Außenseiter: Compressor

Compressor: Hier verteilt sich die Arbeit auf das Vorschaufenster, das Batch-Fenster sowie auf einzelne Darstellungen für die Settings. Die eigentliche Rechenarbeit erfolgt in einem eigenen Stapelverarbeitungs-programm.
Vergrößern Compressor: Hier verteilt sich die Arbeit auf das Vorschaufenster, das Batch-Fenster sowie auf einzelne Darstellungen für die Settings. Die eigentliche Rechenarbeit erfolgt in einem eigenen Stapelverarbeitungs-programm.

Was andere können, können wir auch! Was sonst eher nach Redmond klingt, trifft im Falle von Compressor auf Cupertino zu. Mit dem Einzug der DVD als alltäglichem Kommunikationsmittel brachte Apple einen eigenen Stapelkomprimierer auf den Markt, der zwar auf das Format MPEG-2 optimiert ist, jedoch auch alle anderen Quicktime-spezifischen Formate encodiert und, über zusätzliche Plug-ins, auch Fremdformate. Apple verkauft Compressor nicht als Einzelprodukt sondern nur als kostenlosen Bestandteil von Final Cut Studio. Die Arbeitsweise von Compressor ist vergleichsweise rudimentär, wobei er eigentlich aus zwei einzelnen Programmen besteht, Compressor, in dem der Anwender Formate und Stapel definiert, und Batch Monitor, der die Rechenleistung übernimmt. Compressor hat keine Funktionen wie Frame-by-Frame-Vorschau oder Watchfolder, dafür kann man aber jedes Setting als Droplet absichern. Ein Droplet ist ein eigenes, kleines Programm, das den Encoding-Prozess automatisch startet, sobald der Anwender einen Film auf das zugehörige Icon zieht. Als einziges Programm bietet Compressor zudem über Apple Qmaster ein recht kos-tengünstiges Netzwerk-Rendering.

Wenn schon nicht bei fremden Formaten wie Windows oder Real Media, so spielt Compressor seine Stärken vor allem in der Geschwindigkeit von MPEG-2-Encodings aus, bei denen er einen einminütigen Clip mit VBR im 2-Pass-Verfahren schneller als Echtzeit encodiert. Auch ist Compressor als einziges Programm in der Lage, Dolby-konformes AC3 für professionelle DVDs herzustellen, während alle anderen Programme gerade mal mit PCM- oder MPEG-2-Audio aufwarten. Qualitativ sind alle von uns getesteten Codecs und Einstellungen gutes Mittelmaß: Erträglich, aber nicht optimal. Einzig das H.264-Encoding in 720p aus einer HDV-Quelle ist vom Original kaum zu unterscheiden, obwohl die komprimierte Datei nur knapp ein Siebtel der original Dateigröße ausmacht.

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