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Kräftige Hilfe durch Farben

05.04.2007 | 12:20 Uhr |

Kräftige Hilfe durch Farben

Voll geladen: Dreamweaver wirkt noch immer sehr technisch. Hinter der grauen Oberfläche stecken aber ansprechende Hilfen – hier zum Beispiel ein gelb markierter Fehler im HTML-Code und ein Mauszeiger, der die exakte Breite eines Objekts nennt.
Vergrößern Voll geladen: Dreamweaver wirkt noch immer sehr technisch. Hinter der grauen Oberfläche stecken aber ansprechende Hilfen – hier zum Beispiel ein gelb markierter Fehler im HTML-Code und ein Mauszeiger, der die exakte Breite eines Objekts nennt.

Während des Designs zeigen Linien und schraffierte Bereiche die Ausmaße der CSS-formatierten Elemente. Überschneidungen oder unerwünschte Abstände lassen sich damit sehr schnell finden. Produziert man groben HTML-Unsinn, färbt Dreamweaver den Code rot ein. Wer dann Hilfe braucht, soll zumindest für CSS-Probleme im Internet Hilfe finden: „CSS Advisor“ (Deutsch: „CSS-Ratgeber“) nennt Adobe spezielle Internetseiten, die längere Erläuterungen zu Problemen liefern – Dreamweaver enthält dafür eine spezielle Suchfunktion, die einen direkt zum passenden Kapitel im Ratgeber bringen (oder bringen soll – in der Vorabversion ließ sich diese Funktion nicht testen).

Adobe hat die CSS-Palette komplett neu aufgebaut. Sie zeigt jetzt tatsächlich die Kaskade der Befehle, die zum aktuellen Aussehen des Elements beitragen. Änderungen lassen sich damit gezielt in die Hierarchie einfügen. Wer lieber direkt die CSS-Datei editiert, findet dort englische Kommentare, die die jeweiligen Befehle erläutern. Bis Redaktionsschluss ließ sich nicht klären, ob Adobe diese Kommentare lokalisieren wird.

Die weniger schönen Punkte

Der HTML-Editor Golive ist – trotz der stellenweise lautstarken Proteste der Fangemeinde – bei Adobe im „maintenance mode“, sprich: die Entwickler werden grobe Fehler in der aktuellen Version CS 2 ausbügeln, ein größeres Update wird es aber nicht mehr geben. Außerdem wird Golive CS 2 nicht an die Intel-Macs angepasst. Weiter entwickelt wird nach heutigem Kenntnisstand nur Dreamweaver.

Die Tabellenwerkzeuge von Dreamweaver sind nicht wesentlich besser als bisher. Es bleibt mühsam, Zellen zu vereinen oder manche Spalten in variabler Breite und andere in fester anzulegen.

Quicktime ist nur eines von vielen Medienformaten, die Dreamweaver kennt. Adobe scheint Flash und Javascript-Animationen zu bevorzugen; uns fehlen spezielle Quicktime-Werkzeuge, mit denen sich zum Beispiel ein Textfeld mit einem Quicktime-Film synchronisieren lässt.

Wer sich mit der Animation von Objekten auf einer HTML-Seite beschäftigt, findet in der Zeitleiste von Dreamweaver eine Hilfe, die in unseren Augen zu träge reagiert. Außerdem bringt der automatisch erzeugte Javascript-Code so manchen Rechner ins Stocken.

Fazit

Starthilfe: Dreamweaver CS 3 kommt mit vielen und gut kommentierten Vorlagen für HTML-Seiten.
Vergrößern Starthilfe: Dreamweaver CS 3 kommt mit vielen und gut kommentierten Vorlagen für HTML-Seiten.

Dreamweaver ist in Adobes Produktspektrum für alles rund um HTML verantwortlich – selbst der Export von Spezialseiten für Mobiltelefone ist möglich, auch wenn man zum Test dann noch immer in das Zusatzprogramm Adobe Device Central wechseln muss. Dreamweaver CS 3 arbeitet erstaunlich gut mit den anderen Produkten von Adobe zusammen und die neuen Möglichkeiten mit Ajax sind angenehm leicht nutzbar. Das Design mit CSS-Befehlen ist einfacher geworden, die automatisch erzeugten Kommentare helfen beim Verständnis. Doch die CSS-Lernkurve ist steil; angehende Webdesigner müssen viel Einarbeitungszeit mitbringen.

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