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Kurztest: Mac-Giro 9 – Banking für den Mac

17.01.2017 | 13:46 Uhr |

Seit kurzem steht das Upgrade auf Mac-Giro 9 zur Verfügung. Wir haben einen Blick darauf geworfen.

Den Vorgänger Mac-Giro 8 hatten wir bereits einem ausführlichen Test unterzogen . Nun hat Entwickler Med-I-Bit die neue Version 9 zur Verfügung gestellt. Mit unserer Version Mac-Giro-8 Light erwerben wir das Upgrade auf die 9 und sind erst einmal erfreut, dass die Datenübernahme mit den bisherigen Überweisungen, Kontoständen und anderen Vorgängen einwandfrei funktioniert. Die Unterschiede zur Vollversion statt der Light-Ausgabe mit weniger Funktionen sind im Grunde vor allem für Selbstständige, Betriebe oder Bankennutzer mit dem Bedürfnis nach ”Power-Funktionen” wichtig, unter anderem bietet die uneingeschränkte Mac-Giro-Version die Möglichkeit für Sammelaufträge in allen möglichen Kategorien sowie Lastschriften. Ein genauer Vergleich des Entwicklers findet sich hier. Auf die Preisunterschiede kommen wir noch.

Die neue Oberfläche von Version 9...
Vergrößern Die neue Oberfläche von Version 9...

Überarbeitete, immer noch leicht angestaubte Nutzerführung

Sofort ins Auge fällt nach dem Upgrade das überarbeitete, sehr viel aussagekräftigere und moderner wirkende Interface. Obwohl man sich als Mac-Giro-User sofort zurechtfindet, trotz etwas gewöhnungsbedürftiger Ausdrücken wie "Eigenkonten", findet man in der Seitenleiste nun eine Vielzahl von zusätzlichen Kategorien, die sich auf Mausklick einsehen lassen.

.. bietet deutlich mehr Information auf einen Blick als beim Vorgänger.
Vergrößern .. bietet deutlich mehr Information auf einen Blick als beim Vorgänger.

Darunter Transfers, die jetzt oder demnächst fällig sind, erwartete Buchungen und Daueraufträge. Wobei bei uns kein eingerichteter Dauerauftrag erscheint, obwohl unsere Bank ihn online führt. Es lassen sich Auswertungen vornehmen, die neben den nackten Zahlen auch schöne Diagramme und Grafiken für den besseren Überblick zeigen. Dies etwa für den Kontoverlauf, Einnahmen und Ausgaben. Listen von Banken und sogenannten Fremdkonten erscheinen ebenso wie Vorlagen und andere interessante Rubriken. Wenn man möchte, wird nun ein Kontoverlauf im unteren Fenster links ständig als Diagramm eingeblendet.

Praktisch bleibt die Anzeige von "Vormerkposten"
Vergrößern Praktisch bleibt die Anzeige von "Vormerkposten"

Bessere Suchfunktionen

Verbessert wurde die Suche, die für unser Empfinden zwar noch immer etwas hölzern daherkommt. Immerhin lassen sich jetzt Kriterien besser zuschneiden und eine Art Wildcard mit der ”ungefähr so”-Suche in Textfeldern anwenden und Texte finden lassen, wenn die Bank diese getrennt oder die Umlaute ersetzt hat.

Eine Stärke ist weiterhin geblieben, die sogenannten Vormerkposten. Das sind noch nicht verbuchte Umsätze, die aber vom Programm bereits dargestellt werden und demnächst ihre Wertstellung bei der Bank erhalten.

Die Suche bietet nun mehr Möglichkeiten
Vergrößern Die Suche bietet nun mehr Möglichkeiten

Dagegen heißt es bei der Preisgestaltung aufzupassen – denn bei der Light-Version zahlt man für jedes Konto einzeln. Man kann also nicht beliebig viele Konten einrichten, nicht einmal von derselben Bank, sondern zahlt für die Download-Version von Mac-Giro 9 Light 39 Euro – kann dafür aber nur ein einziges Konto verwalten. Das zweite Konto inklusive kostet dann schon 54 Euro, maximal zahlt man für sechs Konten dann 114 Euro – in diesem Fall lohnt sich natürlich die Vollversion von Mac-Giro zum Preis von 119 Euro mit beliebigen Konten. Im Vergleich zu anderen Banking-Programmen für den Mac mit teils anderem Funktionsumfang ist das relativ teuer. Bank X etwa kann mit beliebig vielen Konten umgeben,  Upgrades für Mac-Giro 9 gibt es ab 19 Euro (Light, die Vollversion kostet ab Version 8 59 Euro).

Das Eingabefenster für Überweisungen wirkt frischer
Vergrößern Das Eingabefenster für Überweisungen wirkt frischer

Fazit und Empfehlung

Vom Preis war schon die Rede. Mac-Giro für den Mac existiert schon seit Mac-OS 8 und pflegt daher manchem Nutzer zur Freude auch noch die PowerPC-Plattform – so läuft Mac-Giro 9 laut Entwickler auf allen Macs ab OS-X 10.4 bis einschließlich macOS 10.12. Dies und die Vielzahl von Funktionen, auch zum Datenexport, machen die Bank-Anwendung von Med-I-Bit für Anwender empfehlenswert, die sich an manchen Besonderheiten und Eigenheiten der Nutzerführung nicht stören. Mit einer Demo-Version (die aber sozusagen programmtypisch auch die Eigenart besitzt, dass man hier nur mit Beträgen von jeweils 123,45 Euro arbeiten kann, also keine ”echte” Demo bietet) ist es möglich, sich vor dem Kauf selbst ein Bild zu machen.

In der Symbolleiste lassen sich viele Funktionen direkt abrufen
Vergrößern In der Symbolleiste lassen sich viele Funktionen direkt abrufen
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