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Ladegeräte im Test: Frische Energie für Macbook, iPad und iPhone

13.05.2022 | 15:30 Uhr |

Magsafe und induktives Laden über den Qi-Standard haben in den letzten Jahren das Laden von Mobilgeräten revolutioniert. Wir haben einige interessante Lösungen im Test.

Anker 521 Powerhouse

Das Powerhouse von Anker ist ein kleines Kraftwerk für Camping und Ooutdoor.
© Thomas Bergbold

Wenn eine Powerbank einen Handgriff hat, dann ist das nicht nur sehr praktisch, sondern bei rund 4,3 kg Gewicht auch notwendig. Auf eine stolze Kapazität von 256 Wh bringt es das Powerhouse, welches Akkus vom Typ LiFePO4 beherbergt. Dieser Akku-Typ soll bis zu sechsmal länger als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus halten und findet auch Einsatz in Speichern von Solaranlagen. Dass Anker 5 Jahre Garantie und garantierte 3000 Aufladungen auf 80 Prozent gibt, ist auch beruhigend bei einem Preis von 369,99 Euro.

Für ein Gerät, das eher beim Camping seinen Einsatz finden wird, hat Anker an dem ansonsten gut gemachten Gehäuse nur auf der Standfläche Gummi verbaut. Immerhin spricht Anker von sturzsicherem Design, ohne aber näher darauf einzugehen.

Alle Bedienelemente und Anschlüsse sind um das große Display gut erreichbar angeordnet. Auf der linken Seite ist hinter einer Kappe eine Auto-Steckdose (Zigarettenanzünder) mit 12V/10A und auf der rechten Seite eine Schuko Steckdose mit 200W.

Die zwei USB-A Anschlüsse liefern maximal 5V/2,4A, der USB-C PD Ausgang liefert maximal 60W bei 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A und 20V/3A. Damit kann das Powerhouse Strom liefern für die Apple Watch bis zum MacBook. Als Beispiel für die Ladeleistung: Ein iPhone 13 wird innerhalb von 30 Minuten um 35 Prozent geladen. Das ist ein guter Wert für eine Powerbank.

Wir haben mehrere Geräte mit dem Powerhouse geladen und die Kapazität von 256 Wh hat gereicht, um folgende Geräte nacheinander zu laden: Die Apple Watch 7 zweimal, ein Macbook Pro 1,5-mal, ein iPhone 13 einmal, ein iPad Pro 11 Zoll einmal, ein Macbook Air M1 einmal und zweimal Bluetooth-Kopfhörer. Das Aufladen des Powerhouse erfolgt entweder über das mitgelieferte Netzteil oder ein Solarpanel. Ein passendes Solarpanel wird noch im Laufe des Jahres erhältlich sein, wir werden es dann umgehend testen. Steht beides gerade nicht zur Verfügung, lässt sich das Powerhouse auch über den USB-C-Anschluss aufladen.

Wichtig für den Einsatz beim Camping zu wissen, die Umgebungstemperatur für einen sicheren Betrieb liegt zwischen 0 und 40 Grad. Also nicht in der Sommersonne stehen lassen.

Das große Display ist für die Bedienung essenziell. Es zeigt zum einen die aktuelle Akkukapazität an, aber auch, welcher Ladeausgang gerade benutzt wird. Warnsymbole für Temperaturen, die zu niedrig oder zu hoch sind, vervollständigen das gute Display.

Zwei Besonderheiten hat das Powerhouse noch zu bieten, einmal ein Schalter für den Energiesparmodus, der den Akku vor Entladung schützt und ein kombiniertes Licht/SOS-Licht.

Auch wenn auf den ersten Blick der Preis von 369,99 Euro hoch erscheint, ist das Preisleistungsverhältnis im Vergleich zu den Mitbewerbern gut.

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Cube Nest Magnetischer Ständer und Ladegerät S110

Ein Designhighlight ist der günstige magnetische Ständer und Ladegerät S110 von Cube Nest.
© Thomas Bergbold

Mit einer Vielzahl an Ladelösungen für iPhone, iPad und Macbook kommt die neue Marke Cube Nest auf den Markt. Zum Start sind es vordergründig Magsafe-kompatible Lösungen und ein 65-W-Netzteil.

Das Design des magnetischen Ständers S110 fällt sofort auf. Der rund 9,5 cm hoher Aluminiumkegel mit einer runden Magsafe-Halterung hinterlässt einen guten Eindruck. Die runde Magsafe-Halterung verfügt über eine gute Magnetkraft, eine Nutzung ist sowohl horizontal wie auch vertikal möglich.
Etwas Besonderes hat sich Cube Nest bei der Ladefläche einfallen lassen, sie ist nämlich nicht nur kompatibel zu allen MagSafe iPhones, sondern auch kompatibel zum Qi-Standard. Apple AirPods und andere In-Ear Kopfhörer Ladeboxen lassen sich damit auch aufladen. Wir haben das erfolgreich mit Ugreen Hitune T2 ausprobiert. Einziger Kniff, der dafür nötig ist, man muss die Ladefläche so kippen, dass sie eine horizontale Auflagefläche bildet. Der Kugelkopf der Ladefläche ist genau dafür ausgelegt.


Nicht im Lieferumfang ist ein passendes USB-C-Netzteil, es sollte mindestens eine Leistung von 15 W liefern können. Neben Netzteilen mit 5V/2A werden auch 9V/2A unterstützt. Die Ladeleistung für iPhones liegt bei 7,5W, die für Kopfhörer bei 5W. Ein iPhone 13 wird innerhalb von 30 Minuten um 23 Prozent geladen. Das liegt im Durchschnitt zu den Mitbewerbern.
Die Ladefläche hat eine schützende Gummierung, die fehlt leider auf der Stellfläche des Kegels. Die Unterseite ist ab Werk mit einer Folie versehen, die eine Klebefläche schützt. Der S110 lässt sich also an seine Position festkleben. Nötig ist das eigentlich nicht, der Stand zusammen mit einem iPhone 13 war auch so sehr sicher. Laut Hersteller gibt es einen Temperatur-, Überspannungs- und Stromschutz.

Der S110 ist ohne Netzteil für günstige 28,99 Euro beim Hersteller zu beziehen.

Cube Nest Magnetische Kabellose Powerbank S1B0

Die neue Powerbank S1B0 von Cube Nest hat einen perfekten Formfaktor für das iPhone 13.
© Thomas Bergbold

Der Formfaktor der 5.000-mAh-Powerbank S1B0 ist bekannt und hat sich für iPhone-Nutzer bewährt. Eine gummierte Magsafe-kompatible Fläche haftet hervorragend am iPhone, eine Kollision mit den Objektiven ist ausgeschlossen. Ein iPhone 13 wird innerhalb von 30 Minuten um 15 Prozent aufgeladen. Das liegt etwas unter der vergleichbaren Powerbank von Mophie.

Die induktive Ladefläche ist aber nicht nur kompatibel zu Magsafe, sondern auch zum Qi-Standard. Airpods und andere In-Ears lassen sich also auch darüber aufladen.

Neben der induktiven Ladefläche verfügt die S1B0 auch über einen USB-C-Ladeanschluss. Dieser kann maximal 18W liefern, das reicht für ein iPhone per Kabel, aber nicht für ein iPad Pro oder Macbook. An diesem Anschluss wird ein iPhone 13 innerhalb von 30 Minuten um 30 Prozent geladen. Das ist ein guter Wert.

Das Gehäuse der S1B0 ist schlicht gehalten und aus Kunststoff. Ein Taster für die Aktivierung des Ladevorgangs, eine rote LED für drahtloses Laden und vier blaue LEDs für die Akkukapazität vervollständigen die Ausstattung.

Aufgeladen wird über den USB-C-Anschluss. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, zulässige Eingangsspannungen sind 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A.

Der Preis von 34,99 Euro ist sehr günstig.

Infinity Lab Instant Charger 65W 2 USB

Das Ökofinish steht dem Instant Charger 65W sehr gut. Die sehr kompakten Abmessungen gepaart mit den zusätzlichen Netzsteckern für UK und US weisen ihn als perfekten Reisbegleiter aus.
© Thomas Bergbold

Der Instant Charger der neuen Marke Infinity, eine Tochter von Harman, zu denen auch JBL und AKG gehört, liefert maximal 65 W auf zwei Anschlüssen verteilt. Je ein USB-A und USB-C-Anschluss ist gut von vorne erreichbar, eine große LED zeigt die Betriebsbereitschaft an. Die Leistung wird bedarfsgerecht auf die zwei Anschlüsse verteilt. Laut Hersteller sorgt eine Schutzschaltung für Schutz vor Kurzschluss, Überspannung und zu hoher Temperatur. Wer international auf Reisen ist, wird sich über die Netzstecker für UK und US freuen.

Für ein 65-W-Netzteil ist der Instant Charger sehr kompakt. Nur rund 5,5 cm messen die Kanten. Das ist möglich durch den Einsatz von GaN, was sich auch in einer geringen Erwärmung des Gehäuses niederschlägt.

Für unseren Praxistest setzen wir unter anderem das neue Instant Connect USB-C to USB-C Ladekabel ein. Mit 1,5 m reicht es für die meisten Anwendungen aus, der Gewebemantel sorgt für Robustheit. Ein ausgezeichnet gemachter Kabelbinder erfreut jeden, der öfter unterwegs ist. Das Instant Connect USB-C to USB-C ist für 19,99 Euro beim Hersteller zu beziehen. Weitere Varianten sind ab 14,99 Euro zu haben.

Am USB-A Anschluss liefert der Instant Charger 5V/3A also 15 W. Das reicht, um ein iPhone 13 in 30 Minuten um 16 Prozent zu laden. Das ist etwas wenig.

Am USB-C PD Anschluss zeigt sich der Instant Charger sehr universell und liefert die Kombinationen: 5.0V/3A 15W, 9V/3A 27W, 12V/3A 36W, 15V/3A 45W, 20V/3.25A 65W. Somit ergeben Zuwächse in Prozent nach 30 Minuten von 48 beim iPhone 13, 35 beim iPad Pro und 42 beim MacBook Air M1. Das sind gute Werte.

Mit seinem Preis von 49,99 Euro positioniert sich Infinitylab gut im hart umkämpften Markt der Netzteile.

Instant Go 10000 Wireless

Das Instant Go 10000 Wireless überzeugt durch seine Materialanmutung und Ausstattung. Die versprochene Ladegeschwindigkeit erreicht es nicht, dafür sind die Preise fair.
© Thomas Bergbold

Die Instant Go Powerbanks gibt es in verschiedenen Varianten. Mit 5.000 mAh und 10.000 mAh, jeweils als Wireless mit Qi-Ladeplatz, mit integriertem USB-C oder Lightning Ladekabel. Die Preise starten bei 39,99 Euro und enden bei 79,99 Euro für das von uns getestete 10.000 mAh Wireless Modell .

Die Softtouch Haptik ist wie bei allen Inifinitylab Produkten sehr angenehm. Die InstantGo 10.000 verfügt über drei Lademöglichkeiten. Einen großen Qi-Ladeplatz mit 5W, 7,5W und 10W, ein USB-A Ausgang mit 5V/3A und ein USB-C PD mit 5V/3A, 9V/3A, 12V/2.5A, 15V/2A und 20V/1.5A. Der USB-C-Anschluss ist auch gleichzeitig der Anschluss zum Aufladen, ein USB-A auf USB-C Kabel wird hierfür mitgeliefert. Mit diesem Kabel dauert das Aufladen rund 4 Stunden, schneller hat es bei uns im Test über eine reine USB-C Verbindung geklappt.

Eine vierstufige LED-Anzeige für die Akkukapazität fehlt natürlich ebenso wenig, wie ein Einschalter. Wie immer messen wir den Zuwachs in Prozentpunkten innerhalb von 30 Minuten und starten hier mit dem iPhone 13. Wegen der Objektive des iPhone 13 liegt das iPhone nicht eben auf der Powerbank auf. Das ist für eine optimale drahtlose Ladung unvorteilhaft. Trotzdem sind 20 Prozentpunkte ein guter Wert.

Via Kabel ist das Aufladen generell nicht so schnell wie erhofft. Hier scheint Infinitylab nach dem Motto zu gehen, Sicherheit für Geschwindigkeit. Ebenfalls 20 Prozent sind es via Kabel, beim iPhone 13, 35 Prozent beim iPad Pro und 23 Prozent beim Macbook Air M1.

Die Kapazität von 10.000 mAh reicht aus ein Macbook Air M1 um 57 Prozent zu laden. Bei einem iPad Pro reicht es für 100 Prozent mit einem minimalen Rest.

Wie wir bei unserem Test von Magsafe-Powerbanks festgestellt haben, kostet der Komfort des drahtlosen Ladens Energie. Aus diesem Grund könnte eine bessere Alternative eines der zwei Modelle mit eingebautem Ladekabel für 59,99 Euro sein. Zum Beispiel das Instant Go Built-In USB-C-Kabel mit eingebautem USB-C-Kabel. Eine perfekte Lösung für Macbook und iPad Pro beziehungsweise iPad Air. iPhone Nutzer greifen dann zusätzlich zu einem Lightning-Ladekabel. Wegen des 30-W-PD-Ausgangs sollte man auf jeden Fall zur größeren 10.000 mAh Version greifen.

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Mophie 3-in-1 Reiseladegerät mit Magsafe

Nicht nur richtig stylisch ist das 3-in1 Reiseladegerät von Mophie mit seiner Filztasche, sondern es überzeugt auch im Praxistest.
© Thomas Bergbold

Ein richtig schicker Reisebegleiter ist das neue 3-in1 Reiseladegerät von Mophie, welches derzeit exklusiv über den Apple Store für 159,95 Euro vertrieben wird .

Das 3-in-1 Reiseladegerät besteht aus einem dreiteiligen Ladepad mit Ladeplätzen für Airpods, Magsafe und Apple Watch. Ausgebreitet ist es rund 29 cm lang, zusammengefaltet rund 8,5 cm. Zusammen mit dem 30-W-Netzteil und einem 1 m langen USB-C Kabel findet alles seinen Platz in einer ausgezeichnet gemachten Filztasche.

Das 3-in-1 Reiseladegerät ist gut gemacht. Auseinandergefaltet können drei Geräte gleichzeitig geladen werden, zusammengeklappt passt es platzsparend in die Filztasche. Zwei Magnete sorgen dafür, dass das 3-in-1 Reiseladegerät zusammengeklappt bleibt.

Die Ladeleistung auf dem MagSafe Ladeplatz beträgt 15 W, die auf dem für die Kopfhörer und der Apple Watch je 5 W. Mitgeliefert wird ein kompaktes USB-C-Netzteil mit 30 W.

Die Ladeflächen haben einen guten Abstand zueinander, sodass man auch drei Geräte gleichzeitig laden kann. Ein iPhone 13 wird innerhalb von 30 Minuten um 30 Prozent geladen. Das ist im Vergleich zu anderen Magsafe-Ladegeräten aus unserem großen Vergleichstest ausgezeichnet. Während des Ladevorgangs wird das iPhone handwarm.

Die Apple Watch 7 wird innerhalb von 30 Minuten nur um 21 Prozentpunkte geladen. Das liegt etwas unterhalb anderer Ladestationen. Rund 10 Prozent mehr schafft beispielsweise das Ladekabel der Apple Watch 6. Die Ladeleistung ist universell für alle Apple Watch Modelle auf 5 W begrenzt und nicht an die Apple Watch 7 angepasst.

Das Schöne an dem Ladeplatz für die Apple Watch, er kann sowohl flach als auch im Nachttischmodus betrieben werden.

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Einova Laptop Power Bank Canvas

Powerbanks müssen nicht langweilig aussehen. Die Laptop-Powerbank Canvas hebt sich positive durch seine Canvas-Bespannung hervor.
© Thomas Bergbold

Weg vom Kunststoffeinerlei, hin zum stylischen Canvas und schon sieht eine Powerbank gleich viel wohnlicher aus. Die Laptop-Powerbank Canvas hebt sich aber auch noch durch ein großes Display zur Akkuanzeige und einem Softtouch-Rahmen hervor.

Technisch bietet das mit 17,1 x 10,2 cm kompakte und 1,6 cm flache Gehäuse eine ordentliche Kapazität von 20.000 mAh. Das reicht, um ein iPad Pro zweimal und ein Macbook Air M1 einmal zu laden. Aufgeladen wird über den USB-C Power Delivery Anschluss. Die Canvas ist da sehr flexibel und akzeptiert die Kombinationen: 5V 3A, 14,5V 2A, 20V 1,5A (30 W).

Auch ausgangsseitig ist die Powerbank sehr anschlussfreudig. Am USB-C-Power-Delivery stehen: 5V 3A, 9V 3A, 12V 3A, 15V 3A, 20V 2,25A, bei maximal 45 W zur Verfügung. Am USB-A Ausgang 1 (QC): 5V 3A, 9V 2A, 12V 1,5A (maximal 18 W) und am USB-A-Ausgang 2: 5V 2,4A (maximal 10,5 W). Die Gesamtausgangsleistung der Laptop-Powerbank beträgt 63 W.

Das reicht bei uns im Test für gute Ladeleistungen. Innerhalb von 30 Minuten war ein iPhone 13 um 24 Prozent, ein iPad Pro 2020 um 36 Prozent und ein Macbook Air M1 um 38 Prozent geladen. Aufgeladen ist die Power Bank Canvas in rund vier Stunden. Im Lieferumfang befindet sich ein 90 cm USB-C Ladekabel und ein ADAPTER USB-C auf USB-A.

Apple-Watch-Nutzer werden aber nicht ganz glücklich, zumindest wenn sie die Powerbank zusammen mit einem Apple Watch Lader einsetzen möchten. Die Stromentnahme scheint dabei so gering zu sein, dass die Powerbank sich nach kurzer Zeit abschaltet und die Apple Watch somit nicht geladen wird.

Davon abgesehen verrichtete die Laptop-Powerbank Canvas zuverlässig ihre Arbeit. Mit einem Preis von 99,- Euro ist sie nicht die günstigste Powerbank mit 20.000 mAh, aber sicher eine der schönsten.

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