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Laserdrucker nicht immer günstig

15.01.2009 | 12:10 Uhr | Markus Schelhorn

Laserdrucker nicht immer günstig

Zunächst glaubt man meist, die Druckkosten eines Laserdruckers seien geringer als bei Tintenstrahldruckern, doch dem ist nicht so. Denn rechnet man alle Kosten zusammen, ist ein hochwertiger Tintenstrahldrucker bei herkömmlichem Druckaufkommen in kleinen Büros deutlich günstiger im Unterhalt als ein Laserdrucker. Neben den reinen Kosten für Tinte oder Toner muss man auch den Gerätepreis sowie Verschleißteile einrechnen.

Wir haben die Druckkosten für drei Szenarien verglichen: Wenig- Normal und Vieldrucker. Dabei gehen wir auch beim Wenigdrucker von einem intensiven Gebrauch aus: 20 Seiten pro Arbeitstag. Beim Normaldrucker sind es 50 Seiten pro Arbeitstag und der Vieldrucker gibt 100 Seiten pro Tag aus. Die den Druckern mitgelieferten Toner beziehungsweise Tinten gehen schneller zu Neige als nachgekaufte, die eine höhere Füllmenge aufweisen. So hält der mitgelieferte Toner des Oki C3600n für Wenigdrucker gerade mal 25 Arbeitstage, Vieldrucker müssen schon nach einer Woche den Starter-Toner tauschen, der gerade mal für 500 Seiten pro Farbe beziehungsweise Schwarz reicht. Sogar der Tintenstrahldrucker Officejet Pro K5400dtn ist hier mit dem ersten Tintensatz ergiebiger.

Gesamt gesehen druckt man mit dem Tintenstrahlgerät Officejet Pro K5400dtn deutlich günstiger als mit den Laserdrucker-Konkurrenten, die bereits einen bis zu doppelt so hohen Gerätepreis aufweisen - lässt man die verschiedenen Anforderungen an den Drucker einmal unberücksichtigt. Besonders Farbausdrucke sind hier deutlich günstiger, rund halb so teuer wie die günstigsten Tonerkosten der Laserdrucker, beim Brother HL-4050CDN. Die Druckkosten werden bei Laserdruckern bei längerem Gebrauch noch teurer, wenn die gegenüber dem Officejet Pro K5400dtn teureren Verschleißteile anfallen. Eine Ausnahme ist hier der HP Color Laserjet CP2025n, bei dem die Bildtrommel eine Einheit mit dem Toner bildet.

Mit seinen günstigen Tonerkosten erscheint auf den ersten Blick der flotte Brother HL-4050CDN für Vieldrucker interessant, doch hier wird wie beim langsamen Oki-Drucker recht schnell ein neues Imaging-Kit sowie ein neues Transportband fällig. Die Zusatzkosten sind über die Seitenpreise umgerechnet zwar mit rund einem Cent vertretbar, doch auf einen Schlag muss ein Vieldrucker nach nicht einmal einem Jahr je rund 150 Euro für die Bildtrommeln auf den Tisch legen, bei Wenigdruckern bieten die Bildtrommeln immerhin rund drei Jahre lang eine gute Bildqualität. Die exakte Reichweite für die Druckkosten lässt sich sowohl bei Toner/Tinte wie bei Druckköpfen und Bildtrommeln indes nicht genau angeben, da der Verschleiß stark von der Nutzung abhängig ist.

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