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Layouts als E-Book exportieren

14.05.2009 | 10:01 Uhr |

Layouts als E-Book exportieren

Praktisch ist Digital Editions nicht nur für das Lesen von E-Books auf dem Rechner, sondern auch für deren Erstellung - für Setzer und Layouter also, die Buchinhalte ins Format EPUB konvertieren möchten. Seit Version CS4 enthält Indesign den speziellen Exportbefehl "Für Digital Editions exportieren". Der im Menü "Datei" verankerte Befehl beschränkt sich auf einige wenige Einstellungsmöglichkeiten. Die beim Export einstellbaren Punkte erinnern etwas an die Optionen beim Erstellen von PDF-Dokumenten. Grundsätzlich ist beim Konvertieren von Layouts ins Format EPUB zu beachten, dass weder vorgegebene Seitenlayouts abgespeichert werden noch die gewählte Dokumenttypografie. Da beim Exportieren von EPUB-Dokumenten zudem davon auszugehen ist, dass sie auch auf sehr kleinen Displays gelesen werden, konserviert der Umwandlungsprozess lediglich die rudimentäre Dokumentstruktur. Spalten, Bildanordnungen, raffinierte Layouts fallen zwangsläufig unter den Tisch.

Im Test ergibt sich erwartungsgemäß ein gemischtes Bild. Die gute Nachricht: Die Exportprozedur gestaltet sich unkompliziert. Text und Bilder wandern problemlos ins EPUB-Format. In Digital Editions lassen sich konvertierte Dokumente problemlos öffnen und anzeigen. Das hilft jedoch wenig bei der Umsetzung von gedruckten Büchern. Anspruchsvolle Layouts sind für dieses Format generell wenig geeignet. Auch einfache Layouts bergen bei der Umsetzung Fallstricke. Zweispaltige Anzeigen sind in Digital Editions zwar möglich, ihre Anzeige hat aber nur wenig mit herkömmlichen Seitenlayoutspalten von Printproduktionen zu tun. Konkret bedeutet dies: Je nach Ergebnis muss das Buchlayout für die digitale Umsetzung angepasst werden.

Ein spezieller Punkt sind schließlich die Schriften. Die Formateinstellungen erlauben zwar das Einbetten von Schriften. In der Praxis berücksichtigt die Umwandlung die im Indesign-Dokument verwendete Typo aber nicht. Daher ist bei EPUB-Konvertierungen davon auszugehen, dass der Text, ähnlich wie bei Webseiten, in Standardschriften angezeigt wird (in Digital Editions immerhin auch mit einer Serif-Schrift). Für die Umwandlung bleiben also nur zwei Alternativen: Rückgriff auf das PDF-Format (für kompliziertere Seitengestaltungen derzeit der wohl einfachste Weg) oder aber Layoutvereinfachung in Indesign.

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