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Licht und Schatten

05.04.2006 | 12:48 Uhr |

Licht und Schatten

Allgemein ergeben unsere CPU-Leistungstests ein gemischtes Bild. Es gibt Anwendungen, in denen die Intel-CPU klare Vorteile für sich verbucht. Alle Programme, die auf zwei Rechenkerne optimiert sind, lassen die G4-CPU deutlich hinter sich. Besonders krass fällt das beim 3D-Rendering in Cinema 4D und beim Abspielen von Software-Instrumenten in Garageband auf. Im Vergleich zum Powerbook G4 mit 1,67 GHz erreicht das Macbook Pro etwa die 3,6-fache Leistung in Cinema respektive die dreifache Leistung in Garageband. Im Vergleich zu unserem Referenz-Powerbook, einem 1,25 GHz-Modell steht das Macbook Pro noch etwas besser da. Hier erreicht es dann auch die besagte vierfache Leistung.

Auch beim MP3-Kodieren in iTunes liegt das Intel-Modell deutlich vorn (etwa 1,8fache Leistung). Kein Wunder, denn iTunes nutzt im MP3-Encoder – im Gegensatz zum AAC-Encoder – beide CPUs, was dem Dual-Core-Prozessor von Intel sehr entgegen kommt. Anders sieht das hingegen beim Kodieren von Video aus. Viele Video-Encoder sind so gut auf die Vektorrecheneinheit der G4- und G5-Chips optimiert, dass die Intel-CPU hier nur schwer mithält. Besonders beim Export einer Diashow aus iPhoto fällt uns das auf. Hier ist das G4-Powerbook sogar spürbar schneller als das Macbook Pro. iPhoto nutzt in diesem Test nur eine CPU und das macht sich sofort zum Nachteil der Core-Duo-CPU bemerkbar.

Auch in iDVD gibt es Auffälligkeiten. Bei insgesamt knapp acht Minuten Rechenzeit in iDVD geht das Macbook nur etwa 40 Sekunden eher über die Ziellinie als das 1,67 GHz Powerbook G4. Wohlgemerkt, iDVD nutzt hier beide Rechenkerne des Intel-Chips. Zudem stellen wir – wie auch schon beim Test der iMacs – einen deutlichen Unterschied zwischen iDVD 5 und iDVD 6 fest. iDVD 6 ist auf Power-PC-Macs im Vergleich zu iDVD 5 etwa 30 Prozent langsamer geworden. Auch das Update auf iDVD 6.0.1 bringt hier keine Änderung. Es bleibt der Verdacht, Apple habe iDVD 6 absichtlich zu ungunsten der Power-PC-Chips manipuliert, damit die Intel-CPUs besser dastehen.

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