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Lightroom 1.0

13.04.2007 | 13:51 Uhr | Nikolaus Netzer

Lightroom 1.0

Im Bibliotheksbereich von Lightroom importiert, sichtet und ordnet der Fotograf die Bildersammlung.
Vergrößern Im Bibliotheksbereich von Lightroom importiert, sichtet und ordnet der Fotograf die Bildersammlung.

Einige Zeit nach der Veröffentlichung der Fotolabor-Software Aperture, keimten erste Gerüchte auf, Adobe arbeite ebenfalls an einer außergewöhnlichen Software für die Digitalfotografie. Fast anderthalb Jahre nach Veröffentlichung von Aperture, nach einer langen und teilweise öffentlichen Beta-Testphase, ist das finale Produkt in Version 1.0 auf dem Markt.

Übersicht mit Arbeitsumgebungen

Die Benutzeroberfläche von Lightroom gliedert sich auf den ersten Blick ähnlich der von Aperture. Dennoch finden sich Unterschiede, die über das Erscheinungsbild hinausgehen. Zunächst bietet Lightroom fünf miteinander vernetzte Arbeitsumgebungen an: Bibliothek, Entwickeln, Diashow, Drucken und Web. Jede Arbeitsumgebung bietet spezifische Hilfsmittel. Per Mausklick auf die Schlagwort am oberen rechten Bildschirmrand wechselt der Nutzer zwischen den Umgebungen. Im Bibliotheks-Bereich importiert und sichtet der Digitalfotograf seine Bildersammlungen. Sobald eine Speicherkarte erkannt wird, meldet sich Lightroom – sofern voreingestellt – und möchte das Material importieren. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Ordner zu überwachen und sobald dort Bilddaten eingehen, diese automatisch zu importieren. Das ist nützlich, wenn man mit Geräten arbeitet, die eine spezielle Software benötigen, um Bilder auf die Festplatte zu laden.

Die RAW-Umwandlung von Lightroom basiert auf dem Photoshop Plug-In Camera-Raw 3.7 und verspricht volle Interoperabilität der Daten zwischen den beiden Programmen, sofern die aktuelle Version installiert ist. Zusätzlich muss die Option „Änderungen automatisch in XMP speichern“ unter „Lightroom > Voreinstellungen > Dateimanagement“ eingeschaltet sein. Dann steht einem reibungslosen Austausch nichts mehr im Wege und die Einstellungen, die Anwender mit Camera-Raw an ihren Bildern vorgenommen haben, sind auch in Lightroom sichtbar.

Nach Import der Daten landen diese nun in gewünschten Verzeichnissen auf der Festplatte und lassen sich im Bibliotheksbereich sichten und einstellen. Dabei können schon während des Imports Dateinamen verändert oder Stichworte vergeben werden. Die Bedienfelder am linken Bildschirmrand zeigen das bearbeitete Bild oder einen Ausschnitt an. Dort stehen die Bibliotheksbezeichnung, Suchfunktionen, die Ordner, in denen Bilder lagern, Stichworte, die den Bildern angehängt werden sowie die Metadatensortierung. Am unteren Bildschirmrand werden alle Bilder eines gewünschten Verzeichnisses in einer horizontalen Leiste dargestellt. Die Filteroptionen rechts schränken die Auswahl dargestellter Bilder auf Wunsch weiter ein.

In der Bildschirmmitte lassen sich Bilder sowohl in der Übersicht, als in der Lupen-Ansicht darstellen. Ebenso stehen Vergleichs- und Überprüfungsansicht zur Auswahl, bei denen zwei oder mehrere Motive vergrößert beurteilt werden können. Im Bedienfeld auf dem rechten Bildschirmrand können unter der Bezeichnung „Ad-hoc-Entwicklung“ vereinfachte RAW-Einstellungen angewendet werden. Dabei zeigt ein farbiges Histogramm die Auswirkungen auf die Farbkanäle. Im Bereich „Stichwörter festlegen“ kann importiertes Material rasch bezeichnet werden. Eine Übersicht der Metadaten hilft bei der nachträglichen Analyse des Bildmaterials.

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