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Linedock: USB-C-Dock für Macs mit Zusatz-Akku

22.08.2019 | 15:05 Uhr |

Es gibt mittlerweile unzählige Docks auf dem Markt, gedacht für neuere Macbooks. Wir haben ein besonderes gefunden – mit Zweit-Akku.

Dockingstationen sind für Macbooks sehr praktisch. Am heimischen Schreibtisch oder im Büro bleiben externe Laufwerke und ein Monitor fest verbunden und nur ein einziges Kabel zum Notebook muss angestöpselt werden. Wir haben eine etwas ungewöhliche Lösung von Linedock getestet.

Linedock: Ein Macbook Pro ohne Display?

Das ist das erste, was einem einfällt, wenn man das Linedock sieht. Das Linedock ist aber eine Dockingstation – wie auch schon der Name verrät – und ist als Sockel für die 13 Zoll Macbook Pros beziehungsweise Macbook Air gedacht. Vom Look passt es sehr gut, auch wenn sich die Farbe minimal von der original Apple-Farbe unterscheidet. Das Linedock beherbergt einen Akku mit 20.000 mAh, das reicht fast für eine Verdoppelung der Laufzeit eines Macbook Pro.

Das Linedock mit seinem großen integrierten Akku ist in erster Linie ein Dock für den mobilen Einsatz.
Vergrößern Das Linedock mit seinem großen integrierten Akku ist in erster Linie ein Dock für den mobilen Einsatz.
© Thomas Bergbold

Optional ist das Linedock mit einer 256-GB- oder 1-TB-SSD zu haben. An Anschlüssen gibt es neben dreimal USB-C noch drei USB3.0 und einen SD-Kartenleser. Sehr praxisnah ist die Aufteilung der USB-Anschlüsse. Links sind es zwei USB 3.0 und ein USB-C, rechts sind es je ein USB-C und USB 3.0 und auf der Rückseite ist nochmals ein USB-C. Der auf der Rückseite bietet sich beispielsweise für einen Monitor oder ein Netzteil an. Für den Anschluss eines Monitors ist neben USB-C, ein MiniDisplay Port und ein HDMI 2.0 vorhanden. Die maximale Auflösung liegt bei 4K und 60 Hz, was perfekt für einen modernen 4K Monitor ist. Lüftungsgitter vorne und hinten sollen für eine gute Thermik dienen, trotzdem wird im Betrieb nicht nur das Linedock sehr warm, sondern auch das Macbook Pro.

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Zehn LEDs an der Seite zeigen den Zustand des Akkus an.
Vergrößern Zehn LEDs an der Seite zeigen den Zustand des Akkus an.
© Thomas Bergbold

Wird das Macbook Pro mit dem Linedock verbunden, verhält es sich wie eine Powerbank und lädt den Akku im Macbook Pro. Der Akkustand wird ausschließlich über 10 LEDs angezeigt. Schließt man gleichzeitig ein Netzteil an das Linedock, wird zuerst das Macbook Pro geladen, dann das Linedock.

Das Linedock passt perfekt unter das 13 Zoll Macbook Pro.
Vergrößern Das Linedock passt perfekt unter das 13 Zoll Macbook Pro.
© Thomas Bergbold

Sehr clever gemacht ist der kurze USB-C-Verbindungsstecker. Über diesen Stecker verbunden ergibt das Linedock zusammen mit dem Macbook Pro eine kompakte Einheit auf dem Schreibtisch. So kann man den Monitor und die Laufwerke immer mit dem Linedock verbunden lassen. Als Zubehör gibt es einen praktischen magnetischer USB-C-Ladeadapter für 34,90 Euro. Der ist beispielsweise ideal für eine feste Verbindung des Linedock mit einem Netzteil. Da bietet sich der USB-C-Anschluss auf der Rückseite des Gehäuses an.

Ein kompakter USB-C Verbinder in U-Form, stellt den Kontakt zwischen Linedock und Macbook Pro her.
Vergrößern Ein kompakter USB-C Verbinder in U-Form, stellt den Kontakt zwischen Linedock und Macbook Pro her.
© Thomas Bergbold

Die in unserem Testmuster verbaute 256-GB-SSD haben wir mit einer Datenrate von 217 MB/s beim Schreiben und 235 MB/s beim Lesen gemessen. Das sind enttäuschende Werte und liegen unter den Möglichkeiten von USB 3.0.

Auch der Speicherkartenleser überzeugt nicht. Mit 19 MB/s beim Schreiben und 20 MB/s beim Lesen ist er sehr langsam. Gemessen haben wir mit einer schnellen UHS-II Speicherkarte von Sandisk. Aber auch eine UHS-II Speicherkarte von Toshiba war nicht schneller. Eine UHS-I Speicherkarte von Sandisk war beim Schreiben mit 17 MB/s sogar noch langsamer.

Das Linedock dient auch als mobile Ladestation für iPhone oder Videozubehör wie den Freefly Movi.
Vergrößern Das Linedock dient auch als mobile Ladestation für iPhone oder Videozubehör wie den Freefly Movi.
© Thomas Bergbold

Fazit

Das Konzept ist vielversprechend und auch die als Zubehör für 69,- Euro erhältlich Tasche, in die das Linedock zusammen mit dem Macbook Pro/Air passt, ist eine tolle Idee.

Als Zubehör gibt es einen magnetischen USB-C Adapter. Abreißen und Beschädigen des USB-C Anschluss beim Laden ist damit fast ausgeschlossen.
Vergrößern Als Zubehör gibt es einen magnetischen USB-C Adapter. Abreißen und Beschädigen des USB-C Anschluss beim Laden ist damit fast ausgeschlossen.
© Thomas Bergbold

Was enttäuscht, ist die Technik und damit meinen wir nicht den leistungsstarken Akku, der ein 13 Zoll Macbook Pro aus 2016 zu 80 Prozent aufladen kann, sondern die niedrigen Datenraten. Das Geheimnis lässt sich aber ein wenig in den technischen Daten ablesen. Hier steht nämlich, dass die maximal Datenrate bei USB-C mit 5 Gbit/s auf USB-3.0-Niveau liegt. Das erklärt die Werte der internen SSD aber nur zum Teil. Intern verbaut ist eine M.2 SATA SSD. Steckt man eine SATA SSD in einem externen USB-C Gehäuse und schließt es an das Linedock an, so kommt man auf typische USB-3.0-Werte von 389 MB/s beim Schreiben und 406 MB/s beim Lesen.

Eine schöne Hülle für den Transport des Macbook Pro zusammen mit dem Linedock, gibt es als Zubehör.
Vergrößern Eine schöne Hülle für den Transport des Macbook Pro zusammen mit dem Linedock, gibt es als Zubehör.
© Thomas Bergbold

Aber auch der interne SD-Kartenleser ist extrem langsam. Schließt man beispielsweise den Satechi Speicherkartenleser aus unserem letzten Vergleichstest an, kommt man auf 178 MB/s beim Schreiben und 247 MB/s beim Leser.

Fotografen, Videofilmer oder Bildbearbeiter sind damit nicht die Zielgruppe des Linedock. Zielgruppe sind eher Textarbeiter, die nur gelegentlich den SD-Kartenleser benötigt und die SSD des Linedock beispielsweise als Ablage für Dokumente oder Projektdateien benötigen. Diese Zielgruppe bekommt ein stylisches Dock mit guter Ausstattung, dass man auch gut auf Reisen mitnehmen kann. Zur Not lässt es sich sogar als Unterlage im Zug oder Flugzeug einsetzen.

Versierte Anwender können das Linedock ohne SSD ordern und diese selbst einbauen. Zum Einsatz kommt eine M.2 SSD.
Vergrößern Versierte Anwender können das Linedock ohne SSD ordern und diese selbst einbauen. Zum Einsatz kommt eine M.2 SSD.
© Thomas Bergbold

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Linedock

Hersteller: Linedock

Farben:

Jeweils in Space Grey oder Schwarz

Preis:

399 Euro für Linedock ohne SSD , 499 Euro für Linedock mit 256 GB und 799 Euro für Linedock mit 1 TB

Vorteile:

großer Akku, flaches Gehäuse, viele Anschlüsse

Nachteile:

hoher Preis, geringe Datenraten der SSD und des Speicherkartenleser

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