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Luminar AI Update 2.0: Himmeltausch mit Wasserspiegelung

16.03.2021 | 13:00 Uhr | Markus Schelhorn

Skylum Luminar AI Update 2 verbessert das Austauschen des Himmels und unterstützt transparente PNG-Dateien. Wir haben uns die Neuerungen angesehen.

Ende 2020 hat Skylum Luminar AI vorgestellt. Doch fertig war die Software noch nicht: So hat Skylum angekündigt, einen ausgetauschten Himmel auch als Spiegelung im Wasser darstellen zu können. Das mittlerweile zweite Update erweitert nun wie versprochen das Himmel-Ersetzen-Werkzeug um diese Funktion.

Die Himmelbilder zeigt Luminar AI als kleines Vorschaubild an. Sechs neue kostenlose Himmel wurden hinzugefügt. Zudem kann man weitere kaufen beziehungsweise eigene Himmelbilder verwenden.
Vergrößern Die Himmelbilder zeigt Luminar AI als kleines Vorschaubild an. Sechs neue kostenlose Himmel wurden hinzugefügt. Zudem kann man weitere kaufen beziehungsweise eigene Himmelbilder verwenden.
© Markus Schelhorn

Zudem bringt ein weiteres, längst überfälliges Feature, das viele bereits in Luminar 4 vermisst haben: Endlich lassen sich PNG-Bilder mit transparenten Bereichen als Textur einfügen. Eine Funktion, die es in Luminar 4.3 immer noch nicht gibt. Das erweitert die Möglichkeiten, ein Foto beispielsweise mit einem Wasserzeichen mit eigenem Logo zu versehen. Neben diesen beiden erweiterten Funktionen bringt das Update eine Unterstützung weiterer neuer Kameras und Dateiformate, die wir am Ende im Detail auflisten. Aber zunächst testen wie die beiden Highlights des Update 2.0, das für Luminar-AI-Nutzer kostenlos erhältlich ist.

Gut gefallen die nun umfangreicheren Möglichkeiten, einen Himmel anzupassen. Neu ist beispielsweise der Schieberegler „Drehung“, mit dem sich der Himmel besser an den Horizont anpassen lässt.
Vergrößern Gut gefallen die nun umfangreicheren Möglichkeiten, einen Himmel anzupassen. Neu ist beispielsweise der Schieberegler „Drehung“, mit dem sich der Himmel besser an den Horizont anpassen lässt.
© Markus Schelhorn

Himmel austauschen mit Spiegelung im Wasser

Die nächste Generation des Himmel-AI-Tools schafft neue Möglichkeiten, einen neuen Himmel besser auf die Szene anzupassen. Dazu lässt sich der Himmel nun auch drehen, anstatt ihn nur horizontal oder vertikal verschieben zu können. Auch lassen sich Personen gezielt an neu belichtete Szenen anpassen. Doch die auffälligste Neuerung ist sicherlich, dass Luminar AI nun auch eine Spiegelung des Himmels in Gewässern wie Flüssen, Seen, Meeren einfügt.

Selbst komplexe Motive im Vordergrund erkennt das Himmel-AI-Werkzeug gut.
Vergrößern Selbst komplexe Motive im Vordergrund erkennt das Himmel-AI-Werkzeug gut.
© Markus Schelhorn

Reflexionen des Himmels im Wasser erzeugt Luminar AI nun automatisch. Der neue Himmel passt sich automatisch an den Winkel und die Tiefe der Szene an. Dabei werden "die kleinsten Details berücksichtigt, um unglaubliche Ergebnisse" zu erzielen, so der Pressetext von Skylum. In unserem Praxistest mit verschiedenen Motiven liefert die neue Funktion durchwegs gute Ergebnisse.

Die Spiegelung eines neuen Himmels im Wasser gelingt meist schon recht gut. Die Intensität lässt sich mit einem Schieberegler zudem anpassen.
Vergrößern Die Spiegelung eines neuen Himmels im Wasser gelingt meist schon recht gut. Die Intensität lässt sich mit einem Schieberegler zudem anpassen.
© Markus Schelhorn
Eine weitere Variante mit einem gänzlich anderen Himmelbild. Je besser der Himmel zu der Tageszeit passt, an dem die Aufnahme entstand, desto natürlicher ist das Ergebnis.
Vergrößern Eine weitere Variante mit einem gänzlich anderen Himmelbild. Je besser der Himmel zu der Tageszeit passt, an dem die Aufnahme entstand, desto natürlicher ist das Ergebnis.
© Markus Schelhorn
Starke Farbunterschiede des Himmels mit Vordergrundobjekten werden nun besser ausgeglichen, da man nun eine bessere Einstellmöglichkeit der Stärke und Sättigung des Effekts hat. Das neue Steuerelement „Manuell neu belichten“ hat in der deutschen Übersetzung einen unpassenden Namen erhalten, mit dem wenige wohl wirklich etwas anfangen können. Im Original nennt es sich „Relight Human“. Es dient dazu, Personen an den neuen Himmel anzupassen, um einen realistischeren Effekt zu erzielen.
Vergrößern Starke Farbunterschiede des Himmels mit Vordergrundobjekten werden nun besser ausgeglichen, da man nun eine bessere Einstellmöglichkeit der Stärke und Sättigung des Effekts hat. Das neue Steuerelement „Manuell neu belichten“ hat in der deutschen Übersetzung einen unpassenden Namen erhalten, mit dem wenige wohl wirklich etwas anfangen können. Im Original nennt es sich „Relight Human“. Es dient dazu, Personen an den neuen Himmel anzupassen, um einen realistischeren Effekt zu erzielen.
© Markus Schelhorn

Luminar AI unterstützt nun transparente Bereiche

Das hat ja sehr lange auf sich warten lassen: Seit dem Update 2 für Luminar AI werden nun endlich transparente Bereiche von PNG-Dateien auch transparent angezeigt. Bisher hat Luminar AI sie als weiße Fläche wiedergegeben. Auch eine weitere Funktion ist dazugekommen: Ein Textur-Bild als lokale Maske lässt sich nicht nur vergrößern oder verkleinern, wie es bei der ersten Version von Luminar AI möglich war. Nun kann man wie es sein soll, ein Textur-Bild auch verschieben und drehen. Erst so kann man dieses Werkzeug nun nutzen, um beispielsweise ein eigenes Wasserzeichen einzufügen. Einmal angewendet, lässt sich ein eigenes Wasserzeichen auf weitere Bilder übertragen oder in einer benutzerdefinierten Vorlage zur späteren Wiederverwendung speichern.

 

Über das Pinsel-Symbol auf der rechten Seite lässt sich ein eigenes Logo als Textur zufügen. Dieses Logo kann man nun frei auf dem Motiv platzieren.
Vergrößern Über das Pinsel-Symbol auf der rechten Seite lässt sich ein eigenes Logo als Textur zufügen. Dieses Logo kann man nun frei auf dem Motiv platzieren.
© Markus Schelhorn

Weitere Verbesserungen in Luminar AI

Neben den beiden eben gezeigten Neuerungen bietet Luminar AI nun ein übersichtlicheres Vorlagen-Fenster. Damit man eine Vorlage leichter findet, sind alle Vorlagen, einschließlich Favoriten, gekaufte Vorlagen und ältere Vorlagen, jetzt auf der Hauptregisterkarte „Vorlagen“ direkt unter „Für dieses Foto“ verfügbar. Allerdings zeigten die Vorlagen in Luminar AI den Effekt nicht als Vorschaubild an, wie es die Luminar-Looks von Luminar 4.3 können. So bleibt dann doch viel probieren, bis man den passenden Look findet.

Das Update 2 bringt darüber hinaus Unterstützung für neue Kameras und Dateiformate in Luminar AI.

Neue Kameras: Canon EOS R5, Canon EOS R6, EOS 850D, EOS-1D X Mark III (verlustbehaftet komprimierte Dateien), Fujifilm X-S10, Leica M10-R, S3, SL2-S, Nikon Z 5, Z 6 II, Z 7 II, Olympus E-M10 Mark IV, Panasonic DC-G100 / G110, DC-S5, Sony ILCE-7C (A7C), ILCE-7SM3 (A7S III) und Zeiss ZX1.

Neue Dateiformate: Verlustbehaftete komprimierte CR3-Dateien und verlustbehaftete komprimierte RAF-Dateien.

Fazit zu Luminar AI Update 2

Skylum hat mit dem Update 2 angekündigte Funktionen geliefert, die wir uns bereits bei der ersten Version gewünscht hätten. So bleibt ein kleiner Nachgeschmack, dass im Dezember letzten Jahres eine noch nicht fertige Version veröffentlicht wurde. Soweit ist Luminar AI nun eine einfach anwendbares Bildbearbeitungswerkzeug geworden. Nur der Vorlagen-Bereich könnte komfortabler und übersichtlicher sein, vor allem eine Vorschau des Effektes würden wir uns wünschen. Auch wenn Skylum Luminar AI nicht als Konkurrenz zu Adobe Lightroom Classic oder Capture One sieht, kann man es durchaus als Alternative verwenden. Luminar AI lässt sich zudem als Plug-in mit Photoshop, Lightroom Classic oder Photoshop Elements verwenden und so die Vorzüge der intelligenten Werkzeuge nutzen.

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