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Welchen Mac soll ich kaufen? – Eine Kaufberatung

22.11.2018 | 14:24 Uhr |

Der Mac ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil von Apples Produktportfolio. Wir geben Überblick über das aktuelle Angebot.

Apples Geschäftsjahr 2017/18 war mit 18,21 Millionen verkauften Einheiten nur ein wenig schwächer als das Vorjahr mit seinen 19,3 Millionen Stück. Ausweislich Apples Bilanzen war 2014/15 mit 20,4 Millionen verkauften Rechnern noch ein klein wenig besser, was die Stückzahlen betrifft, doch fährt der Mac-Hersteller heute mehr Umsätze mit seinen Desktops und Laptops ein, allein im Septemberquartal 2018 waren das 7,4 Milliarden US-Dollar - noch gut 200 Millionen mehr als im Vorjahr.  Apple wird in Zukunft nur noch die Umsätze der einzelnen Sparten öffentlich ausweisen, Stückzahlen haben als Bezugsgröße ausgedient .

Der Umsatz mit dem Mac ist nicht übel und angesichts Apples wechselvoller Geschichte sind das Traumzahlen, die in den jüngsten Bilanzen stehen. Die Umsatzzahlen des iPhone waren im Septemberquartal 2018 zwar mehr als fünfmal so hoch, ein unwichtiges Nebengeschäft ist das mit Macbook, iMac und Co deshalb aber noch lange nicht.

Das Geschäftsjahr 2017/18 hat für den Mac nur wenig Neues gebracht. Sicher, da ist im High-End der iMac Pro, der mit seinem Preis ab 5.500 Euro das professionelle Klientel bedient, das sich von Apple zuletzt vernachlässigt gefühlt hat. Dieses darf sich auch vom Macbook Pro des Jahrgangs 2018 angesprochen fühlen, das nun auch bis zu 64 GB RAM ansprechen kann - wichtig für anspruchsvolle Aufgaben in der Video- und Musikproduktion mit Final Cut Pro X und Logic Pro X.

Was Apple zuletzt für Consumer zeigte, wird sich erst in den Bilanzen des neuen Geschäftsjahres niederschlagen, das aber signifikant. Das Macbook Air bekommt nun endlich ein Retina-Display, wobei aber auch dessen Preis ansteigt. Und endlich ist der Mac Mini zurück auf der Hauptbühne, nach vier Jahren bekommt der Einsteiger-Desktop endlich wieder ein Update verpasst, was ihn auf den aktuellen Stand der Technik bringt. Apple ist hier konsequent und verbaut nur noch SSDs (bis zu 2 TB Kapazität) und lässt sich auch beim Arbeitsspeicher nicht lumpen: Bis zu 64 GB sind möglich.

Mit der Maximalausstattung kostet der Mac Mini dann aber schon fast 5.000 Euro - und das ohne Display, Tastatur und Maus - wäre aber in dieser Konfiguration eine echte Alternative für Profis. Diese freuen sich aber bereits auf das Kalenderjahr 2019, für das Apple endlich einen Nachfolger für den Mac Pro angekündigt hat, der wieder modular werden soll. Das aktuelle Modell in Zylinderform, 2013 vorgestellt und 2017 überarbeitet, ist aber nach wie vor ein interessantes Angebot für viele Anwendungen, denn die Maschine ist elegant und angenehm leise.

Der iMac ist zwanzig Jahre nach seiner Premiere mittlerweile zu einem Klassiker geworden – Apple aktualisiert ihn aber nur noch etwa alle 18 bis 24 Monate, zuletzt im Juni 2017. Damals auf dem aktuellen Stand der Technik sind beide Varianten in 27 und 21,5 Zoll mit den gleichen Kaby-Lake-CPUs ausgerüstet, vor 2017 hinkte das kleinere Modell eine Generation hinterher. Das nächste Upgrade wird nicht vor Frühjahr 2019 erscheinen, aber wohl auch nicht wesentlich danach.

Beginnen wir unseren Überblick über Apples Rechner-Angebot gleich mit der aktuellen Fassung des modernen Klassikers:

iMac – der Allrounder

Der iMac ist ein All-in-One-Desktop-Rechner. Nur der Prozessor des Einstiegsmodells rechnet mit zwei Kernen, alle anderen iMacs sind mit Quad-Core-Chips ausgestattet. Außerdem ab Werk: acht Gigabyte RAM (gegen Aufpreis bis zu 32 GB RAM bei 21,5 Zoll und 64 GB bei 27 Zoll), flotte Grafikchips von AMD, drahtlose Tastatur (Magic Keyboard) und Maus (Magic Mouse 2) sowie ein 21,5- oder 27-Zoll-Monitor. Neben dem größeren Bildschirm gibt es noch einige kleinere Unterschiede: Beide Reihen arbeiten mit den Intel-Chips der jüngsten, der siebten Generation: Kaby Lake, i5 oder i7. Die Chips im 27-Zöller haben eine leicht höhere Taktrate und nur das große Modell liefert Apple auch mit 64 GB RAM aus, gegen kräftigen Aufpreis, versteht sich. Die Grafik stammt von AMD, im 21,5-Zöller wahlweise Radeon Pro 555 mit 2 GB VRTAM oder Radeon Pro 560 mit 4 GB VRAM, der große iMac hat drei Konfigurationen zur Auswahl: Radeon Pro 570 (4GB VRAM), Radeon Pro 575 (4GB VRAM), Radeon Pro 580 (8GB VRAM). Da die verfügbare Fläche größer ist, bietet der 27-Zöller auch mehr Pixel, 5120 mal 2880 gegenüber 4096 mal 2304 oder 5K gegenüber 4K. Der Wide-Color-Farbraum P3 ist beiden Monitoren gleich, ebenso die Helligkeit von 500 nits und das Kontrastverhältnis von 1200:1. Noch verbaut Apple keine OLEDs in dieser Größe...

Alle 21,5-Zöller kommen mit Festplatte, gegen Aufpreis gibt es ein Fusion Drive, bei dem das System auf einer SSD gespeichert ist und die Daten auf einer Festplatte. Mit maOS Mojave sind nun auch Fusion Drives für das neue Dateisystem APFS ausgelegt. Ein Fusion Drive ist bei den 27-Zöllern schon in der Grundkonfiguration eingebaut. Der Gesamtspeicher ist ab Werk aber gleich: 1 TB, 2 TB gibt es nur beim 27-Zoll-Modell gegen Aufpreis. Bei diesem ist zu beachten: die 1-TB-Version kommt mit 24 GB nutzbarem Flashspeicher, nur bei der 2-TB-Fassung sind 128 GB Flash verbaut. Natürlich lassen sich auch SSDs mit 256, 512 oder 1024 GB einbauen, diese kosten jeweils deutlich mehr als die (Hybrid-)Festplatten-Option.

Das Retina-Display liegt hinter Glas und spiegelt somit bei starkem Lichteinfall. Der Farbraum DCI-P3 kann bis zu 10 Bit pro Farbkanal darstellen.

iMac: Auch ohne "Pro" im Namen für viele professionelle Zwecke geeignet
Vergrößern iMac: Auch ohne "Pro" im Namen für viele professionelle Zwecke geeignet
© Apple

Empfehlung Der iMac ist das Allround-Genie. Er bietet derzeit am meisten Mac fürs Geld, sehr gute CPU- und Grafikleistung. Das Retina-5K-Modell eignet sich besonders als Videoschnittplatz, auch Fotografen und Grafiker schätzen das extrem scharfe Display, auch das des iMac Retina 4K . Grenzen hat der iMac bei der Grafikleistung. Hier kann man sich mit einer externen Grafikkarte (eGPU) behelfen oder gleich zum iMac Pro greifen.

iMac Pro: Die Profi-Workstation

Der iMac Pro ist in Deutschland seit Anfang 2018 im Handel und kostet ab 6.500 Euro. Die schicke Maschine in Space Grau hat es aber in sich und überbrückt nicht nur die Wartezeit auf den modularen Mac Pro. Als Workstation für Videoschnitt, Audioproduktion, Architektur und CAD im Allgemeinen sowie für wissenschaftliche Berechnungen positioniert sich der iMac Pro in einem Preissegment jenseits der 5.500 Euro, bringt dafür ein hochwertiges Display – das 5K-Display des iMac 27 Zoll – aber auch gleich mit. Überzeugen will der iMac Pro vor allem mit bis zu 18 Rechenkernen des Xeon-Prozessors und 10Gbit-Ethernet. Varianten mit 8 und 10 Kernen sind auch im Angebot. Unter 32 GB RAM macht es die Maschine nicht, optional gibt es 64 und 128 GB – DDR4 ECC. Festplatten würden da nur bremsen, die Grundkonfiguration bringt eine 1-TB-SSD mit, 2 TB und 4 TB gibt es gegen Aufpreis. Interessanter Aspekt: Es sind jeweils zwei SSDs verbaut, die aber nur als ein Volume erscheinen. Die Grafik des iMac Pro stammt ebenfalls von AMD, nur handelt es sich um die Vega 56 mit 8 GB Videospeicher (HBM2), aufrüstbar auf Vega 64 mit 16 GB.

Neben dem erwähnten 10-Gbit-Ethernetport kommt der iMac Pro auch mit Thunderbolt 3 und USB 3 sowie einem Slot für SDXC-Cards (UHS-II). Damit man auch gleich erkennt, dass da ein Pro auf dem Schreibtisch steht und kein herkömmlicher iMac, gibt es die neue Maschine nicht in Silber, sondern in Space Grau. So eingefärbt sind auch drahtlose Tastatur und Maus. Diese gibt es mittlerweile auch ohne iMac Pro zu kaufen, wenn auch zu einem kräftigen Aufpreis gegenüber den Standardvarianten in Silber.

iMac Pro: Da kommt etwas auf uns zu
Vergrößern iMac Pro: Da kommt etwas auf uns zu
© Apple

Empfehlung: In der Vollausstattung mit 18 Kernen, 128 GB RAM, 4 TB SSD und der Radeon Vega 64 mit 16 GB HBM2-RAM kostet der iMac Pro satte 15.500 Euro, dafür bekommt man in der Mittelklasse einen Neuwagen. Wenn Ihnen der Sinn aber nicht nach einem neuen fahrbaren Untersatz steht, sondern nach einer wahren Höllenmaschine, die auch noch todschick aussieht, dann wäre der iMac Pro das richtige für Sie, auch in einer etwas günstigeren Variante. Vor allem Profis werden an der Workstation der gehobenen Klasse über Jahre hinweg ihre Freude finden. Kleiner Haken dabei: Aufrüsten geht allenfalls mit dem RAM einigermaßen sinnvoll, Speicher, CPU und Grafik müssen eben halten, bis die Maschine abgeschrieben ist und man sich in drei, vier oder fünf Jahren den Nachfolger anschafft. Oder einen modularen Mac Pro mit einem Profi-Monitor von Apple, den Cupertino ebenso für 2019 in Aussicht gestellt hat.

Mac Pro – das Arbeitspferd in der Sackgasse

Bis zu zwölf Rechenkerne, zwei Grafikkarten und ein Terabyte SSD-Massenspeicher sorgen im Mac Pro für eine enorme Leistung. Das stabile Gehäuse und die speziellen Innereien machen diesen Mac zum Arbeitspferd. Der Nachteil ist, dass der Mac Pro Erweiterungen nur extern annimmt, dafür stehen aber sechs Thunderbolt-2-Ports bereit. Wie Apple aber selbst eingeräumt hat, genügt der Mac Pro nicht mehr allen professionellen Ansprüchen, vor allem in Sachen GPU. Man hatte vor gut sechs Jahren unterschätzt, wie diese sich weiterentwickeln. Moderne Chips würden im schlanken und eleganten Gehäuse schnell den Hitzetod sterben. Deshalb der Ausweg modularer Mac Pro, über den wir freilich immer noch nicht viel mehr wissen als sein Erscheinungsjahr. Immerhin hatte Apple im Frühjahr 2017 die Chips aus dem Jahre 2013 mit ihren damals aktuellen Nachfolgern ausgetauscht, für viele Einsatzzwecke ist der Mac Pro durchaus auf der Höhe der Zeit. Angesichts seines unverändert stolzen Preises und seines Status als Auslaufmodell sollte man sich die Anschaffung aber genau überlegen.

Schön ist er schon, und auch leise: Mac Pro, wahlweise mit 6 oder 8 Kernen erhältlich
Vergrößern Schön ist er schon, und auch leise: Mac Pro, wahlweise mit 6 oder 8 Kernen erhältlich
© Apple

Empfehlung Starke Leistung und eine geniale Konstruktion machen den Mac Pro in vielen Bereichen zum Rechner der Wahl. Da er auch unter Last kaum zu hören ist, findet er gern in Tonstudios Anklang und in anderen Umgebungen, in denen laute Lüfter stören würden. Für Privatanwender ist er jedoch zu teuer, wer besonders Wert auf Grafikleistung legt, hat am Mac Pro von 2017 auch keine besondere Freude.

Mac Mini – der Zwerg-Computer

Der kleinste und preisgünstigste Mac ist der Mac Mini. Er ist kaum größer als ein Stapel DVDs und ist doch ein Mac. Während wir an dieser Stelle vor einem Jahr nur eine sehr eingeschränkte Kaufempfehlung geben konnten, sieht es 2018 anders aus. Noch fehlen unsere Testergebnisse, die wir hier aber nachtragen, sobald sie uns vorliegen. Doch schon Anfang November 2018 können wir sagen: Der Mini ist zurück! Weiter oben hatten wir bereits die maximale Ausbaustufe beschrieben, die sich gewiss nur wenige Käufer leisten werden, aber schon in der Grundkonfiguration ist der Mac Mini (late 2018) ein Mac, wie man ihn zurecht erwarten darf. Quad-Core i3 der achten Generation (Coffee Lake) mit 3,6 GHz Taktrate, 8 GB RAM, Intel-UHD-Grafik, 128 GB SSD. Der Preis: 899 Euro. Die Aufpreise sind bei Apple für RAM und SSD üblich hoch, 16 GB RAM und 256 GB Speicher (beides empfehlenswert!) kosten jeweils 240 Euro Aufpreis. Wenn man aber schon einen guten Monitor hat oder die freie Auswahl des Displays schätzt, ist das ein guter Preis. Und aktuell hat der Mac Mini in Sachen Prozessorausstattung gegenüber dem iMac die Nase vorn. Wie seit je her muss man für den Mac Mini auch noch Tastatur und Maus oder Trackpad mitbringen respektive separat erwerben. In Space Grau sieht die Peripherie edel aus, kommt aber wie weiter oben schon beschrieben deutlich teurer als die Standardware. Aber es muss ja nicht von Apple sein.

Während Apple bei den Schnittstellen der Mobilrechner Tabula Rasa macht (siehe Abschnitt weiter unten), bekommt der Mac Mini wie auch der iMac zwar neue Ports eingebaut - in diesem Fall viermal Thunderbolt 3 - verzichtet aber nicht auf bewährte Technik wie USB 3 (zweimal), Ethernet (10 Gbps gegen moderaten Aufpreis von 120 Euro, sonst Gigabit-Ethernet) und HDMI - der Mac Mini als Datenspeicher für den Fernsehapparat ist sicher ein interessanter Einsatzzweck. Aber auch bei der Musikproduktion könnte der Mac Mini noch seinen Einsatz finden, eine Klinkenbuchse gehört weiter zum Lieferumfang.

Empfehlung Der Mac Mini ist immer noch der Mac für den Einstieg, auch wenn er allmählich ein wenig teurer wird, wenn man ihm die notwendigen und gewünschten Upgrades verpasst. Beim Arbeitsspeicher kann man bei der Anschaffung noch ein wenig knausern, dieser bleibt nachrüstbar. Bei der SSD hingegen nicht, will man nicht schon bald auf externe Lösungen setzen müssen. Der Mac Mini eignet sich aber nicht nur für einfache Büroarbeiten oder als Zweitgerät im Wohnzimmer zum Anschluss an den Fernseher. Denn dank Thunderbolt 3 lassen sich auch 5K-Monitore und eGPUS anschließen. Seine Flexibilität bezüglich des Bildschirms macht ihn in vielen Fällen zur besseren Wahl gegenüber dem iMac.

Da Apple keinen echten Server im Programm hat, lässt sich der Mac Mini auch als Heim- oder Arbeitsgruppen-Server nutzen – und sogar im Rechenzentrum als Node. Der Mac Mini hat wieder Zukunft, bis zum nächsten Upgrade können sogar wieder bis zu vier Jahre vergehen. Denn die Version von 2014 lief schon damals ein bis zwei Jahre hinter der Musik her, 2018 ist der Mac Mini auf dem aktuellen Stand.

Macbook – Die Flunder

Mit dem 2015 wieder aufgelegten und in den beiden Kalenderjahren danach aktualisierten Macbook beschreitet Apple einmal mehr neue Wege. Das Gerät ist kleiner und leichter als jedes Apple-Notebook zuvor. Der Intel Core-M-Prozessor benötigt so wenig Strom, dass das Gerät komplett ohne Lüfter auskommt. Allerdings gibt es als Schnittstelle nur einen einzigen USB-Port vom Type C. Im Frühsommer 2017 hat Apple die Leistung mit der neuesten Generation der Core-M-Chips weiter verbessert, auch der Akku hält nun länger . Im Jahr 2018 ist das Update ausgeblieben, da das Macbook Air (siehe dort) nun auch ein Retina-Display bekommen hat, droht der Flunder aber bald die Obsoleszenz - zumal auch das iPad (Pro) kräftig Konkurrenz macht.

Macbook
Vergrößern Macbook
© Apple

Empfehlung Kleiner geht es nun wirklich nicht mehr. Deswegen ist das 12-Zoll-Macbook der ideale Begleiter für unterwegs. Besonders Schüler und Studenten werden das geringe Gewicht schätzen. Der Preis ist aber auch nicht ohne, iPad (Pro) oder Macbook Air womöglich die bessere Wahl.

Macbook Air – Leichtgewicht

Fast so lang wie der Mac Mini blieb zuletzt das Macbook Air ohne Aktualisierung. Und lange war auch nicht klar, ob und was da noch kommt. Denn einerseits wilderte das Macbook 12 Zoll im Revier des Macbook Air, das sich vor allem noch durch den niedrigeren Preis absetzen konnte. Andererseits positionierte sich das Macbook Air ohne Touch Bar als potentieller Nachfolger des Macbook Air. So, wie es aussieht, ist nun aber das Touch-Bar-lose 13-Zöller der Macbook-Pro-Reihe auf dem Abstellgleis gelandet. Denn das neue Macbook Air kommt nun auch mit einem 13-Zoll-Retina-Display und sogar trotz des Fehlens der Touch Bar mit einem Fingerabdrucksensor, selbst die Space-Gray-Option besteht, dazu noch eine goldene . Das Macbook Pro 13 Zoll ohne Touch Bar hat zwar noch ein helleres Display mit größeren Farbraum und eine bessere Grafikkarte. Der Prozessor ist zudem nominell schneller – dafür aber aus der siebten Core-Generation und nicht der achten. Die Schnittstellen sind die gleichen: Zweimal Thunderbolt 3. Einen ausführlicheren Ratgeber, der die Unterschiede der Macbook-Familie genauer beschreibt, finden Sie hier.

Was die Sache noch kompliziert oder in einigen Fällen auch erleichtert, wenn man nur auf den Preis sieht: Das "alte" Macbook Air aus dem Jahr 2015 mit seinem niedriger auflösenden Display und USB-A-Ports plus Magsafe-Netzteil verbleibt im Angebot, für einen Preis ab 1.099 Euro, das neue Macbook Air kostet 1.349 Euro aufwärts. Beide Modelle kommen mit eher bescheidenen 128 GB Speicher, das neue lässt sich gegen kräftigen Aufpreis aber immerhin bis auf 1,5 TB upgraden.

Empfehlung Die Macbook-Air-Modelle eignen sich besonders für Vielreisende, bei denen unterwegs jedes Gramm Gewichtsersparnis zählt. Außerdem sind die Geräte bei Bildungseinrichtungen sehr beliebt – deshalb ist das veraltete Modell weiter im Angebot, (Schul-)Behörden schauen in erster Linie auf den Preis. Aber schon bei einer großen iCloud-Fotomediathek muss man erhebliche Abstriche machen. 128 GB sind nicht mehr zeitgemäß und selbst 256 GB nicht üppig. Bleiben externe Speicherlösungen oder kräftige Aufpreise für internes Storage.

Macbook Pro – der vielseitige Profi

Seit Oktober 2016 ist das Macbook Pro  in einer neuen Generation auf dem Markt, und nur noch mit Retina-Display erhältlich. Schon im Sommer 2017 hat es das erste Update gegeben, den Grund lieferte Intel. Respektive bei der Premiere nicht, nämlich einen Vierkern-Notebook-Chip der Skylake-Generation. Apple hat diese dann auch gleich übersprungen und in die neuen Macbook Pro gleich Kaby-Lake-Chips eingebau t, sonst änderte sich nicht viel. Das Upgrade im Sommer 2018 - nur für die Modelle mit Touch Bar - brachte einen noch wesentlicheren Schub: Der Energie effiziente 64-GB-RAM war endlich für den Einbau im Macbook Pro geeignet. Apple will zudem auch die Tastatur verbessert haben, deren Schmetterlingsmechanismus ist für viele ein Ärgernis und hat sich als Schwachstelle erwiesen.

Der besondere Clou des Macbook von 2016ff ist aber die Touch Bar genannte Multitouch-Leiste, die auch einen Fingerabdrucksensor integriert hat, mit dem man sich entweder am Rechner anmeldet oder in den Ländern, in denen das möglich ist, per Apple Pay auf Websites bezahlt. Die Touch Bar ersetzt indes nicht das Trackpad, sondern ergänzt es.

Dieses ist sogar von der Fläche her doppelt so groß geworden, auch weil Apple bei der Tastatur Platz sparen konnte. Insgesamt ist das Macbook noch dünner und leichter geworden. Eine diskrete Grafikkarte von AMDs neuer Polaris-Reihe hat indes nur das 15-Zoll-Macbook Pro zu bieten, dessen Preise beginnen aber auch bei satten 2700 Euro. Etwas günstiger kommt der 13-Zöller daher, mit Touch Bar ab 2000 Euro und in einer Version mit den herkömmlichen Funktionstasten für 1700 Euro.

Gibt es auch in 13 Zoll, und das sogar auch ohne Touchbar
Vergrößern Gibt es auch in 13 Zoll, und das sogar auch ohne Touchbar
© Apple

Empfehlung Die Macbook-Pro-Modelle eignen sich für kreative Profis. Das Retina-Display ist vor allem bei Fotografen beliebt, denn es ist besonders für die Darstellung von Fotos aber auch für HD-Videos geeignet. Ob man den Aufpreis für die Touch Bar zahlen möchte, bleibt einem selbst überlassen, lange wird es das Modell ohne Touch Bar (13 Zoll) auch nicht mehr geben, die letzte Aktualisierung hatte es schon nicht mehr mitgemacht.

Refurbished Store

Rabatte gibt Apple nicht einmal rund um den Schwarzen Freitag, die unverbindlichen Preisempfehlungen des Apple Store sind in der Regel verbindlich und auch Händler können nur in einem geringen Rahmen Preisnachlässe geben. Eine gute Anlaufstelle für günstige Macs ist aber Apples Refurbished Store. Oder wie die Site im Apple-Sprech auf deutsch einlädt: " Apple zertifiziert und generalüberholt – Generalüberholte Produkte kaufen ". Auf Garantie zurück gegebene oder in Zahlung gegebene Hardware wirft Apple natürlich nicht weg, sondern repariert sie wo nötig und möglich und stellt sie in den Gebrauchtwarenladen wieder ein. Auch ältere Geräte, die schon vor ein paar Jahren vom Band liefen, sich aber mit ein paar neuen Komponenten fast wieder wie neu fühlen, bietet Apple hier feil. So sind doch etliche immer noch gute Geräte für anständige Preise zu haben, das Angebot ändert sich aber ständig. Da Apple auch in diesem Jahr keine Rabatt-Aktion bietet, ist das beinahe die einzige Möglichkeit, kräftig zu sparen.

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