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Welchen Mac soll ich kaufen? – Eine Kaufberatung

14.11.2019 | 14:15 Uhr |

Der Mac ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil von Apples Produktportfolio. Wir geben Überblick über das aktuelle Angebot.

Was für das iPhone relativ neu ist, kennt man beim Mac schon lange: Die Verkaufszahlen sind hervorragend, gehen aber nicht mehr durch die Decke. Zuletzt war das Mac-Geschäft signifikant zwischen 2005 gewachsen, Apple profitierte damals auch von dem sogenannten Halo-Effekt: Der erfolgreiche iPod und später das iPhone hatten ihre Nutzer davon überzeugt, sich beim nächsten Kauf eines Desktops oder Laptops doch auch für die Marke mit dem Apfel zu entscheiden.

Seither verkauft Apple immer so um die vier bis sechs Millionen Macs pro Quartal, vor allem davon abhängig, welche neuen Produkte man zuletzt vorgestellt hat. Seit Anfang 2019 nennt Apple zwar keine Verkaufszahlen mehr, sondern nur noch die Umsätze. Zuletzt, im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19, nahm Apple mit seinem einstigen Kerngeschäft fast sieben Milliarden US-Dollar ein, nur etwas weniger als ein Jahr davor. Im Berichtszeitraum waren in diesem Jahr aber keine neuen Modelle hinzugekommen, anders als das iPhone und in Teilen das iPad setzt Apple bei der Erneuerung seiner Modelle nicht auf einen Jahrestakt. So hatte Apple beispielsweise das Macbook Air und den Mac Mini vor der letzten Renovierung jeweils gut vier Jahre nicht mehr angepackt. Etwas überraschend ließ Apple dann aber keine vier Jahre mehr verstreichen, bis es das Macbook Pro aktualisierte und am 13. November ein neues Gerät in den Handel brachte, das den 15-Zöller ablöst.

Tipp: Mac aufräumen mit CleanMyMac

Vor allem aber war der Mac Pro (siehe dort) lange unverändert geblieben, im Herbst 2019 kommt endlich die neue Version in den Handel, beim iMac hat sich Apple einigermaßen auf einen verlässlichen Rhythmus von rund 18 Monaten eingependelt. Dies ist auch eine wichtige Information beim Kauf: Lohnt sich das begehrte Gerät noch oder ist schon bald mit einer neueren Version zu rechnen?

Beginnen wir unseren Überblick über Apples Rechner-Angebot gleich mit der aktuellen Fassung des modernen Klassikers:

iMac – der Allrounder

Der iMac ist ein All-in-One-Desktop-Rechner. Beim letzten Upgrade im Frühjahr 2019 hatte Apple am Design nichts, aber am Interieur ziemlich viel verändert. Die Intel-Core-CPUs sind nun von der achten respektive neunten Generation (nur beim 27-Zöller) und bieten in den Grundausstattungen vier Rechenkerne beim 21,5-Zöller und deren sechs beim 27-Zoll-Modell. Die zentrale Recheneinheit lässt sich aber auch gegen Aufpreis mit sechs respektive acht Cores bestellen.

Mit im Lieferumfang der neuen Modelle von 2019: Flotte Grafikchips von AMD (Radeon 555X und Radeon 560X), drahtlose Tastatur (Magic Keyboard) und Maus (Magic Mouse 2). Der Wide-Color-Farbraum P3 ist beiden Monitoren gleich, ebenso die Helligkeit von 500 nits und das Kontrastverhältnis von 1200:1. Noch verbaut Apple keine OLEDs in dieser Größe. Die Auflösung ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Fläche leicht verschieden, bei 21,5 Zoll bekommt man 4K, beim größeren Modell 5K. Das Retina-Display liegt hinter Glas und spiegelt somit bei starkem Lichteinfall. Der Farbraum DCI-P3 kann bis zu 10 Bit pro Farbkanal darstellen.

Das kleinere Modell bietet in seiner Grundfassung für 1499 Euro eine 1-TB-Festplatte, gegen Aufpreis gibt es entweder ein Fusion Drive oder gleich eine SSD. Ähnlich beim 27-Zoll-iMac, hier aber ist in der Grundfassung für 2.099 Euro schon ein Fusion Drive enthalten.

An dieser Stelle enttäuscht der iMac aber ein wenig, denn wie iMac Pro und Mac Mini auch auf dem Desktop zeigen, ist die Ära der Festplatten abgelaufen. Das Fusion Drive ermöglicht zwar einen schnellen Systemstart, da alle Systemdateien auf der SSD-Partition liegen, greift man aber auf größere Dateien zu, wie man sie vor allem in der Medienproduktion benötigt, bremst die Harddisk das System doch mächtig aus. Die Aufpreise für SSD sind für Apple typisch hoch, externe Speicher sind weit günstiger.

Schon bei der Bestellung des 21,5-Zoll-Modells muss man sich dafür entscheiden, wie viel RAM man haben will, ein späteres Upgrade ist nicht möglich, beim iMac 5K (27 Zoll) hingegen schon.

In ersten Benchmarks hat ein gut ausgestatteter iMac 2019 den etwas älteren iMac Pro bereits geschlagen, doch sind diese Werte theoretischer Natur – insgesamt bleibt der iMac Pro das bessere System, wenn auch der Preis deutlich höher ist. In unserem Test des iMac 2019 waren wir dennoch von seiner Leistung überzeugt, wenn auch mit einigen Abstrichen. So finden wir es bedauerlich, dass Apple anders als beim Mac Mini (siehe dort) auf den T2-Chip verzichtet. Aber auch das ist ein Indiz dafür, dass Apple den iMac in dieser Form nicht mehr weiter aktualisieren und stattdessen irgendwann im Jahr 2020 ein deutlich überarbeitetes Modell bringen wird. Dann mit T2 oder seinem Nachfolger, ausschließlich mit SSD und mit schmaleren Rändern. Bis dahin ist der iMac aber eine Empfehlung wert.

Der Vorgänger vom Sommer 2017 ist als Einsteigermodell ab 1.299 Euro noch im Handel, mit Dual-Core-i5 der siebten Generation, Festplatte und integrierter Intel Iris Plus Graphics.

iMac 2019
Vergrößern iMac 2019
© Apple

Empfehlung Der iMac ist das Allround-Genie. Er bietet derzeit am meisten Mac fürs Geld, sehr gute CPU- und Grafikleistung. Das Retina-5K-Modell eignet sich besonders als Videoschnittplatz, auch Fotografen und Grafiker schätzen das extrem scharfe Display, auch das des iMac Retina 4K . Grenzen hat der iMac bei der Grafikleistung. Hier kann man sich mit einer externen Grafikkarte (eGPU) behelfen oder gleich zum iMac Pro greifen. Ein komplett überarbeitetes Modell könnte für das Jahr 2020 anstehen, dann aber eher im Herbst.

iMac Pro: Die Profi-Workstation

Der iMac Pro ist in Deutschland seit Anfang 2018 im Handel und kostet ab 5.500 Euro. Die schicke Maschine in Space Grau hat es aber in sich und überbrückt nicht nur die Wartezeit auf den modularen Mac Pro, den Apple für den Herbst 2019 versprochen hat. Als Workstation für Videoschnitt, Audioproduktion, Architektur und CAD im Allgemeinen sowie für wissenschaftliche Berechnungen positioniert sich der iMac Pro in einem Preissegment jenseits der 5.500 Euro, bringt dafür ein hochwertiges Display – das 5K-Display des iMac 27 Zoll – aber auch gleich mit. Überzeugen will der iMac Pro vor allem mit bis zu 18 Rechenkernen des Xeon-Prozessors und 10Gbit-Ethernet. Varianten mit 8 und 10 Kernen sind auch im Angebot. Unter 32 GB RAM macht es die Maschine nicht, optional gibt es 64, 128 und seit März 2019 sogar 256 GB – DDR4 ECC. Festplatten würden da nur bremsen, die Grundkonfiguration bringt eine 1-TB-SSD mit, 2 TB und 4 TB gibt es gegen Aufpreis. Interessanter Aspekt: Es sind jeweils zwei SSDs verbaut, die aber nur als ein Volume erscheinen. Die Grafik des iMac Pro stammt ebenfalls von AMD, nur handelt es sich um die Vega 56 mit 8 GB Videospeicher (HBM2), aufrüstbar auf Vega 64 oder gar Vega 64X mit 16 GB. Das hat aber alles seinen Preis, einen stolzen: Maximal kann man nun 18.500 Euro ausgeben – und da ist die Profisoftware wie Logic Pro X und Final Cut Pro X noch gar nicht dabei.

Neben dem erwähnten 10-Gbit-Ethernetport kommt der iMac Pro auch mit Thunderbolt 3 und USB 3 sowie einem Slot für SDXC-Cards (UHS-II). Damit man auch gleich erkennt, dass da ein Pro auf dem Schreibtisch steht und kein herkömmlicher iMac, gibt es die neue Maschine nicht in Silber, sondern in Space Grau. So eingefärbt sind auch drahtlose Tastatur und Maus. Diese gibt es mittlerweile auch ohne iMac Pro zu kaufen, wenn auch zu einem kräftigen Aufpreis gegenüber den Standardvarianten in Silber. Für den neuen Mac Mini sieht das Zubehör in Space Grau aber bedeutend schicker aus.

iMac Pro: Da kommt etwas auf uns zu
Vergrößern iMac Pro: Da kommt etwas auf uns zu
© Apple

Empfehlung: In der Vollausstattung mit 18 Kernen, 256 GB RAM, 4 TB SSD und der Radeon Vega 64X mit 16 GB HBM2-RAM kostet der iMac Pro satte 18.500 Euro, dafür bekommt man in der Mittelklasse einen Neuwagen. Wenn Ihnen der Sinn aber nicht nach einem neuen fahrbaren Untersatz steht, sondern nach einer wahren Höllenmaschine, die auch noch todschick aussieht, dann wäre der iMac Pro das richtige für Sie, auch in einer etwas günstigeren Variante. Vor allem Profis werden an der Workstation der gehobenen Klasse über Jahre hinweg ihre Freude finden. Kleiner Haken dabei: Aufrüsten geht allenfalls mit dem RAM einigermaßen sinnvoll, Speicher, CPU und Grafik müssen eben halten, bis die Maschine abgeschrieben ist und man sich in drei, vier oder fünf Jahren den Nachfolger anschafft. Oder einen modularen Mac Pro mit einem Profi-Monitor von Apple, den Cupertino ebenso für 2019 in Aussicht gestellt hat.

Mac Pro (2017) – Auslaufmodell

Bis zu zwölf Rechenkerne, zwei Grafikkarten und ein Terabyte SSD-Massenspeicher sorgen im Mac Pro für eine enorme Leistung. Das stabile Gehäuse und die speziellen Innereien machen diesen Mac zum Arbeitspferd. Der Nachteil ist, dass der Mac Pro Erweiterungen nur extern annimmt, dafür stehen aber sechs Thunderbolt-2-Ports bereit. Thunderbolt 2 …

Der Mac Pro, den Apple seit Juli nicht mehr verkauft, der aber noch in Restbeständen im Handel ist, genügt nicht mehr allen professionellen Ansprüchen, vor allem in Sachen GPU. Man hatte vor sechs Jahren unterschätzt, wie diese sich weiterentwickeln. Moderne Chips würden im schlanken und eleganten Gehäuse schnell den Hitzetod sterben.  Immerhin hatte Apple im Frühjahr 2017 die Chips aus dem Jahre 2013 mit ihren damals aktuellen Nachfolgern ausgetauscht, für viele Einsatzzwecke ist der Mac Pro durchaus auf der Höhe der Zeit. Angesichts seines unverändert stolzen Preises und seines Status als Auslaufmodell sollte man sich die Anschaffung aber genau überlegen.

Schön ist er schon, und auch leise: Mac Pro, wahlweise mit 6 oder 8 Kernen erhältlich
Vergrößern Schön ist er schon, und auch leise: Mac Pro, wahlweise mit 6 oder 8 Kernen erhältlich
© Apple

Empfehlung: Starke Leistung und eine geniale Konstruktion machen den Mac Pro in vielen Bereichen zum Rechner der Wahl. Da er auch unter Last kaum zu hören ist, findet er gern in Tonstudios Anklang und in anderen Umgebungen, in denen laute Lüfter stören würden. Für Privatanwender ist er jedoch zu teuer, wer besonders Wert auf Grafikleistung legt, hat am Mac Pro von 2017 auch keine besondere Freude. Immerhin: Die Restposten sind nun zu reduzierten Preisen erhältlich.

Mac Pro (2017) mit 3,5 Ghz 6-Core Intel Xeon E5 bei Amazon

Mac Pro (2019) – Die Höllenmaschine

Gut zwei Jahre nach der ersten Ankündigung hat Apple auf der WWDC Anfang Juni den neuen modularen Mac Pro gezeigt – und die Erwartungen teils noch übertroffen. Das Design erinnert ein wenig an die Ende Januar 2013 eingestellten Mac Pro: Ein Tower für den Desktop. Doch anstatt das Gehäuse wie seit den Zeiten des Power Mac G3 Yosemite einfach aufzuklappen, um an die Komponenten und Steckplätze zu gelangen, zieht man ähnlich wie beim Mac Pro von 2013/17 die Innereien einfach heraus. Das Gehäuse aus Edelstahl und Aluminium hat ein auffälliges Loch-Design, doch dienen diese Löcher vor allem dazu, ausreichend Luft zur Kühlung durch den Rechner strömen zu lassen. Wie viel elektrische Energie der Mac Pro benötigt, sieht man schon am großzügig dimensionierten Netzteil, das 1,4 Kilowatt Leistung aufnimmt. Allein für die Grafik steht ein Modul mit 500 Watt Leistung bereit, das auf die neuesten Grafikkarten von AMD setzt: Die Radeon Vega II Duo gibt es exklusiv erst mal für den Mac Pro, in den man auch zwei dieser Spitzen-GPUs einbauen kann. Eine zusätzliche Grafikbeschleunigung verspricht noch mehr Power, bis zu acht 8K-Monitore lassen sich dann gleichzeitig am Mac Pro betreiben. Der Platz für Speichermodule ist ebenso vielversprechend, zwei Steckplätze stehen zur Verfügung, bis zu 4 TB sind extern drin. Und über Thunderbolt 3 (zwei Buchsen) ist noch mehr möglich. Die weiteren Anschlüsse: Zweimal USB 3 und 10 GBit-Ethernet. Da kommt einem die Kopfhörerbuchse schon wie ein Anachronismus vor.

Der Spaß hat aber seinen Preis – und der ist nicht ohne. Schon in der Grundausstattung kostet der Mac Pro mit 32 GB RAM, 256 GB SSD und einer Radeon 580X 6000 US-Dollar, die Preise für höhere Ausstattungen sind noch nicht bekannt. Es sollte aber durchaus möglich sein, den Mac Pro mit Komponenten auszurüsten, die zu einem Kaufpreis von 50.000 Euro führen.

Dabei muss man nicht einmal so viele Monitore kaufen, wie der Mac Pro ansteuern könnte. Aber für die Zielgruppe der High-End-Video-Produzenten bietet Apple auch gleich einen Referenzmonitor mit dem Pro Display XDR. Dieses kostet aber auch schon 6.000 US-Dollar, ohne Ständer einen Tausender weniger.

Empfehlung: Der Mac Pro wird eine High-End-Workstation für hochprofessionelle Zwecke in der Video-Produktion. Auch für den wissenschaftlichen Einsatz als Rechenknecht mit hohem Zahlendurchsatz wird der Mac Pro bestens geeignet sein, zumal ihn Apple auch in einer Variante für den Serverschrank verkaufen wird. Für Normalanwender wird der neue Mac Pro zu teuer sein – aber träumen darf man von der Höllenmaschine aus Cupertino.

Mac Mini – der Zwerg-Computer

Er ist zurück, der kleinste und preisgünstigste Mac, der Mac Mini. Er ist kaum größer als ein Stapel DVDs und ist doch ein Mac. Seit dem Oktober 2018 können wir den kleinen auch wieder uneingeschränkt empfehlen. Apple hatte nach vier Jahren den Mac Mini wieder überarbeitet und zu einem wahren Rechenmonster werden lassen, wie wir in unserem Test fest gestellt haben . Weiter oben hatten wir bereits die maximale Ausbaustufe beschrieben, die sich gewiss nur wenige Käufer leisten werden, aber schon in der Grundkonfiguration ist der Mac Mini (late 2018) ein Mac, wie man ihn zurecht erwarten darf. Quad-Core i3 der achten Generation (Coffee Lake) mit 3,6 GHz Taktrate, 8 GB RAM, Intel-UHD-Grafik, 128 GB SSD. Der Preis: 899 Euro. Die Aufpreise sind bei Apple für RAM und SSD üblich hoch, 16 GB RAM und 256 GB Speicher (beides empfehlenswert!) kosten jeweils 240 Euro Aufpreis. Wenn man aber schon einen guten Monitor hat oder die freie Auswahl des Displays schätzt, ist das ein guter Preis.  Wie seit je her muss man für den Mac Mini auch noch Tastatur und Maus oder Trackpad mitbringen respektive separat erwerben. In Space Grau sieht die Peripherie edel aus, kommt aber wie weiter oben schon beschrieben deutlich teurer als die Standardware. Aber es muss ja nicht alles von Apple sein.

Während Apple bei den Schnittstellen der Mobilrechner Tabula Rasa macht (siehe Abschnitt weiter unten), bekommt der Mac Mini wie auch der iMac zwar neue Ports eingebaut – in diesem Fall viermal Thunderbolt 3 – verzichtet aber nicht auf bewährte Technik wie USB 3 (zweimal), Ethernet (10 Gbps gegen moderaten Aufpreis von 120 Euro, sonst Gigabit-Ethernet) und HDMI – der Mac Mini als Datenspeicher für den Fernsehapparat ist sicher ein interessanter Einsatzzweck. Aber auch bei der Musikproduktion könnte der Mac Mini noch seinen Einsatz finden, eine Klinkenbuchse gehört weiter zum Lieferumfang.

Empfehlung: Der Mac Mini ist immer noch der Mac für den Einstieg, auch wenn er allmählich ein wenig teurer wird, wenn man ihm die notwendigen und gewünschten Upgrades verpasst. Beim Arbeitsspeicher kann man bei der Anschaffung noch ein wenig knausern, dieser bleibt nachrüstbar . Bei der SSD hingegen nicht, will man nicht schon bald auf externe Lösungen setzen müssen. Der Mac Mini eignet sich aber nicht nur für einfache Büroarbeiten oder als Zweitgerät im Wohnzimmer zum Anschluss an den Fernseher. Denn dank Thunderbolt 3 lassen sich auch 5K-Monitore und eGPUS anschließen. Seine Flexibilität bezüglich des Bildschirms macht ihn in vielen Fällen zur besseren Wahl gegenüber dem iMac.

Da Apple keinen echten Server im Programm hat, lässt sich der Mac Mini auch als Heim- oder Arbeitsgruppen-Server nutzen – und sogar im Rechenzentrum als Node. Der Mac Mini hat wieder Zukunft, bis zum nächsten Upgrade können sogar wieder bis zu vier Jahre vergehen. Denn die Version von 2014 lief schon damals ein bis zwei Jahre hinter der Musik her, 2018 ist der Mac Mini auf dem aktuellen Stand. Im Jahr 2019 hat er keine Upgrades erfahren, vor Ende 2020 ist mit einer neuen Version nicht zu rechnen und daher der Mac Mini 2018 eine Kaufempfehlung wert.

Macbook Air – Leichtgewicht

Fast so lang wie der Mac Mini blieb zuletzt das Macbook Air ohne Aktualisierung. Und lange war auch nicht klar, ob und was da noch kommt. Denn einerseits wilderte das Macbook 12 Zoll im Revier des Macbook Air, das sich vor allem noch durch den niedrigeren Preis absetzen konnte. Andererseits positionierte sich das Macbook Air ohne Touch Bar als potentieller Nachfolger des Macbook Air.

Doch nicht das Macbook Air hat Apple eingestellt, sondern neben dem Macbook auch das Macbook Pro ohne Touchbar, nur konsequent.

Das neue Macbook Air kommt seit Oktober 2018 auch mit einem 13-Zoll-Retina-Display und sogar trotz des Fehlens der Touch Bar mit einem Fingerabdrucksensor, selbst die Space-Gray-Option besteht, dazu noch eine goldene . Im Juli 2019 hat Apple das Macbook Air nochmals leicht verbessert , vor allem das TrueTone-Display fällt auf. Die CPU bleibt die gleiche, die etwas langsamere SSD macht sich im Alltag kaum bemerkbar, dafür aber der Preis, den Apple um 100 Euro gesenkt hat. Einen ausführlicheren Ratgeber, der die Unterschiede der Macbook-Familie genauer beschreibt, finden Sie hier.

Nicht einmal ein Jahr nach der Rückkehr aus dem scheinbaren Ruhestand hat Apple im Sommer 2019 dem Macbook Air noch ein Update spendiert. Das erneuert zwar nicht alle Komponenten, aber einige wesentliche. So ist nun ein True-Tone-Display verbaut und eine etwas überarbeitete Tastatur, die weniger fehleranfällig ist. Die Preise hat Apple zudem erfreulicherweise um rund 100 Euro gesenkt, im Macwelt-Test hat das Macbook Air 2019 sich wieder Bestnoten verdient.

Empfehlung: Die Macbook-Air-Modelle eignen sich besonders für Vielreisende, bei denen unterwegs jedes Gramm Gewichtsersparnis zählt. Außerdem sind die Geräte bei Bildungseinrichtungen sehr beliebt. Aber schon bei einer großen iCloud-Fotomediathek muss man erhebliche Abstriche machen. 128 GB sind nicht mehr zeitgemäß und selbst 256 GB nicht üppig. Bleiben externe Speicherlösungen via Thunderbolt 3 – oder ein ausreichend dimensionierter iCloud-Speicher.

Macbook Pro – der vielseitige Profi

Im Oktober 2016 hatte Apple das Macbook Pro  in einer neuen Generation auf dem Markt gebracht, das 15-Zöller ist nun aus dem Handel gegangen und durch ein neues Modell mit 16 Zoll Bilddiagonale ersetzt. Das kam ein wenig überraschend, sind dioch vier Jahre zwischen den Generationen sonst üblich. Im Sommer erst hatte Apple für den 15-Zoll-Formfaktor ein Update vorgelegt, das mit acht Kernen erhältlich war. Zeitgleich gab es eine Renovierung der 13-Zöller, die seither nur noch mit Retina-Display erhältlich sind.

Vor drei Jahren hatte Apple die umstrittene flache Tastatur mit Butterfly-Mechanismus eingeführt, die seither Gegenstand der Kritik war. Von Jahr zu Jahr hatte es kleine Verbesserungen gegeben, die aber nicht wirklich die Kunden zufrieden stellten.

Im Sommer 2019 erfolgte dann das vermutlich letzte Update für diese Baureihe. Dabei hat Apple das 13-Zoll-Modell ohne Touchbar eingestellt und eine neue Einsteigervariante mit zwei statt vier Thunderbolt-Anschlüssen aufgelegt . Im High-End des 15-Zoll-Sektors bekommt man auch acht Rechenkerne – Spitzenleistung auch für Profis garantiert. Hier hat Apple nun im Herbst 2019 nachgelegt - mit sechs oder acht Kernen ausgestattet, setzt das Macbook Pro neue Maßstäbe bei der Leistung. Der Hersteller verspricht gegenüber dem Vorgänger aus dem Sommer 2019 bis zu 80 Prozent Leistungssteigerung, unsere Tests werden das noch verifizieren müssen . Apple baut nun die Chips der neunten Core-Generation von Intel ein und Spitzengrafik von AMD (Radeon Pro 500er-Reihe), ein neues Wärmemanagement soll vermeiden, dass das System seine Rechenleistung wegen zu starker Hitzeentwicklung zurückfahren muss.

Was Profis aller Branchen freuen wird: Die feste Escape-Taste ist zurück, die 2016 zugunsten der Touchbar aus der Tastatur geflogen war. Die vom externen Magic Keyboard abgeleitete Tastatur bietet nun auch einen größeren Hub und eine besser verarbeitete Gummi-Kuppel unter den Tasten, Störungen durch eindringenden Schmutz sollen seltener werden, das Tippgefühl besser und vor allem das Tippgeräusch leiser.

Der besondere Clou des Macbook Pro von 2016ff, die Touchbar, bleibt dem neuen 16-Zöller natürlich: Jene Multitouch-Leiste, die auch einen Fingerabdrucksensor integriert hat, mit dem man sich entweder am Rechner anmeldet oder per Apple Pay auf Websites bezahlt. Die Touch Bar ersetzt indes nicht das Trackpad, sondern ergänzt es.

Dieses ist 2016 sogar von der Fläche her doppelt so groß geworden, auch weil Apple bei der Tastatur Platz sparen konnte. Insgesamt ist das Macbook noch dünner und leichter geworden, das Modell von 2019 legt jedoch wieder leicht in der Dicke zu. Eine diskrete Grafikkarte von AMD hat indes nur das 16-Zoll-Macbook Pro zu bieten, dessen Preise beginnen aber auch bei satten 2700 Euro. Etwas günstiger kommt der 13-Zöller daher, das kleinste Modell mit zwei Thunderbolt-Ports kostet ab 1500 Euro, das mit vieren ab 2000 Euro.

Gibt es auch in 13 Zoll, und das sogar auch ohne Touchbar
Vergrößern Gibt es auch in 13 Zoll, und das sogar auch ohne Touchbar
© Apple

Empfehlung: Die Macbook-Pro-Modelle eignen sich für kreative Profis. Das Retina-Display ist vor allem bei Fotografen beliebt, denn es ist besonders für die Darstellung von Fotos aber auch für HD-Videos geeignet. Mit dem neuen 16-Zoll-Modell macht Apple nochmals einen Sprung bei der Performance, erste Eindrücke der endlich überarbeiteten Tastatur sind positiv. Vermutlich wird in der ersten Jahreshälfte 2020 auch das kleinere Macbook Pro eine derartige Renovierung bekommen.

Refurbished Store

Rabatte gibt Apple nicht einmal rund um den Schwarzen Freitag, die unverbindlichen Preisempfehlungen des Apple Store sind in der Regel verbindlich und auch Händler können nur in einem geringen Rahmen Preisnachlässe geben. Eine gute Anlaufstelle für günstige Macs ist aber Apples Refurbished Store. Oder wie die Site im Apple-Sprech auf deutsch einlädt: " Apple zertifiziert und generalüberholt – Generalüberholte Produkte kaufen ". Auf Garantie zurück gegebene oder in Zahlung gegebene Hardware wirft Apple natürlich nicht weg, sondern repariert sie wo nötig und möglich und stellt sie in den Gebrauchtwarenladen wieder ein. Auch ältere Geräte, die schon vor ein paar Jahren vom Band liefen, sich aber mit ein paar neuen Komponenten fast wieder wie neu fühlen, bietet Apple hier feil. So sind doch etliche immer noch gute Geräte für anständige Preise zu haben, das Angebot ändert sich aber ständig. Da Apple auch in diesem Jahr keine Rabatt-Aktion bietet, ist das beinahe die einzige Möglichkeit, kräftig zu sparen.

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