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Mehr 3D-Grafikleistung

01.08.2007 | 14:46 Uhr |

Mehr 3D-Grafikleistung

Geschrumpft: Im Vergleich zum Vormodell (weißes Gitter) ist der Farbraum bei den 15-Zoll-Macbooks Pro etwas kleiner.
Vergrößern Geschrumpft: Im Vergleich zum Vormodell (weißes Gitter) ist der Farbraum bei den 15-Zoll-Macbooks Pro etwas kleiner.

Wie von uns bereits in der letzten Ausgabe prophezeit (siehe Macwelt 7/2007, Seite 18) hat Apple den Grafikchip-Lieferanten gewechselt. Statt von ATI sorgt nun ein Grafikprozessor von Nvidia für die 2D- und 3D-Berechnungen der Grafikausgabe. Apple behauptet, dass der neue Prozessor 50 Prozent mehr Grafikleistung bringt, doch im Test hinterlässt der Umstieg gemischte Gefühle. Lediglich in Doom 3 lässt sich Apples These bestätigen, hier liefern die neuen Macbooks Pro mit knapp 70 fps deutlich mehr Leistung als die Vorgänger (etwa 50 fps). Im Core-Image-Test (Imaginator) steigt die Leistung nur bei den Modellen mit 256 Megabyte Video-RAM. In Unreal 2004 liegen die Werte sogar etwas unter denen der ATI-Generation. Der Umstieg auf Nvidia als Chiplieferant hat wohl eher politische als technische Gründe. Seit ATI in dem Chip-Giganten und Intel-Erzrivalen AMD aufgegangen ist, dürfte es nicht mehr so leicht sein, ATI-Grafikchips für eine Intel-Plattform zu bekommen.

Geld sparen beim Speicher

Ab Werk stattet Apple alle Macbook-Pro-Modelle mit zwei Gigabyte RAM aus. Das ist löblich, war aber auch bei den Vormodellen schon so. Neu ist die Möglichkeit, auf bis zu vier Gigabyte aufzurüsten. Bei den Vorgängern war bei drei Gigabyte Schluss, der neue Chipsatz erlaubt es nun, ein Gigabyte mehr RAM zu adressieren. Wer mit vielen speicherhungrigen Programmen wie Photoshop, Indesign oder 3D-Rendering-Software arbeitet und parallel dazu Windows in einer Virtualisierungsumgebung betreibt, wird vier Gigabyte Arbeitsspeicher zu schätzen wissen. Allerdings verfügen die Macbooks Pro nur über zwei RAM-Slots, die ab Werk mit jeweils einem Gigabyte-Modul belegt sind. Wer auf vier Gigabyte aufrüsten will, muss beide Original-Module entfernen und durch Zwei-Gigabyte-Module ersetzen. Diese sind derzeit noch recht teuer, doch man kann Geld sparen. Beim Online-Versender DSP zahlt man derzeit (Stand Ende Juni 2007) 100 Euro für ein solches Modul. Rüstet man direkt beim Kauf auf (als BTO-Option im Apple Store möglich), zahlt man hingegen satte 355 Euro pro Modul. Zudem sind die ein Gigabyte fassenden Module bei Ebay noch recht begehrt, man kann sie für gut 30 Euro pro Stück wieder verkaufen. Wer selber aufrüstet, spart also im günstigsten Fall insgesamt 570 Euro. Die Prozedur ist vergleichsweise einfach durchzuführen und sollte auch von Laien machbar sein.

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