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Mobiler Homepod Mini: Lohnt sich die Akku-Station? (Test)

03.03.2022 | 16:05 Uhr |

Mit der Akku-Station von Mission Cables können Sie Ihren Homepod Mini mobil machen - und ihn (mit Einschränkungen) überall mit hinnehmen. Doch lohnt sich das Zubehör? Wir haben es ausführlich getestet.

Mit der Vorstellung des Homepod Mini kam unweigerlich die Frage auf, weshalb Apple keine Version als mobilen Bluetooth-Lautsprecher auf den Markt bringt. Dass es dafür durchaus einen Markt gibt, zeigt das zahlreiche Angebot der Konkurrenz von Bose, JBL oder auch die eigene Apple-Marke Beats. Man stelle sich mal vor: Ein mobiler Homepod Mini, Siri – wo auch immer man gerade Musik hören möchte – und dazu noch der durchaus beachtliche Klang eines solch kleinen Speakers. 

Der Homepod Mini ist dank USB-C-Anschluss weit weniger an einen Standort gefesselt als sein großer Bruder. Und genau das macht sich der Hersteller Mission Cables zu Nutze. Dank einer kleinen mobilen Akku-Station wird Ihr Homepod Mini mobil: Stecken Sie einfach das USB-C-Kabel des Apple-Lautsprechers in die Rückseite des Docks und schon wird dieser für bis zu neun Stunden mit Strom versorgt. 

Homepod Mini Akku-Station (in schwarz & weiß) für 54 Euro bei Amazon

Die Anzeige auf der Vorderseite gibt Auskunft darüber, über wie viel Akku die sogenannte “Mission Battery Base” verfügt. Dabei müssen Sie sich jedoch ganz auf die Licht-Anzeige verlassen, über wie viel Prozent Restladung die Base genau verfügt, kann man daraus nicht ableiten. Über einen zweiten USB-C-Anschluss auf der Rückseite können Sie die Base aber jederzeit wieder aufladen. 

Vorteile

Die Vorteile dieses Gadgets sind recht schnell aufgezählt: Der Homepod Mini wird mobil, Sie können ihn daher überall dort hinstellen, wo der Homepod eine Verbindung zu Ihrem WLAN hat. Die Installation erfolgt recht schnell, der Großteil des Kabels verschwindet im Gehäuse der Base. Der Akku ist mit neun Stunden ebenfalls so groß, dass man problemlos über den ganzen Tag damit hinkommen sollte. Ich persönlich fand es zudem sehr praktisch, den Homepod mini auch in die Räume nehmen zu können, in denen ich zum Beispiel gar keine Möglichkeit hätte, mangels vorhandener Steckdosen oder Abstellmöglichkeiten einen Homepod Mini fest zu installieren.

Nachteile

Es gibt jedoch auch ein paar Nachteile, die mir bei der Nutzung aufgefallen sind: 

1. Kein versteckter Anschluss 

Auch wenn der Großteil des Homepod-Kabels im Gehäuse der Base versteckt wird, müssen die letzten Zentimeter herausragen, um mit der Rückseite der Base verbunden zu werden. Ein versteckter Anschluss im Inneren der Base wäre durchaus praktischer. 

Unschön: Das Kabel ist auf der Rückseite deutlich sichtbar.
Vergrößern Unschön: Das Kabel ist auf der Rückseite deutlich sichtbar.
© Amazon/Mission Cables

2. Verlust der Klang-Qualität

Der wohl größte Kritikpunkt: Der Klang. Im Vergleich zum großen Homepod kann der Homepod Mini ohnehin nicht mithalten, doch wird der Klang auf der Akku Base nicht unbedingt besser. Der Sound klingt weniger voll und die Bässe können sich nicht so gut entfalten. Der Sound ist trotzdem noch gut genug, für einen mobilen Homepod Mini nehme ich einen geringen Verlust der Klangqualität in Kauf. 

3. Ungenaue Anzeige der Akku-Kapazität

Wie bereits erwähnt: Die Lichtanzeige der Base ist die einzige Informationsquelle, wenn Sie den Akkustand des Docks abfragen möchten. Zudem fällt es unter helleren Lichtverhältnissen recht schwer, die Anzeige abzulesen. Wenn man sich jedoch angewöhnt, den Dock jeden zweiten Tag aufzuladen, sollte man keine bösen Überraschungen erleben. 

4. Längere Wartezeiten

Ist das Dock ausgeschaltet, trennt sich auch der Homepod Mini vom WLAN. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Beim Einschalten der Base benötigt der Homepod Mini ein paar Sekunden, um sich mit dem Internet zu verbinden. Der Vorteil, dass der Homepod stets bereit ist, Befehle entgegen zu nehmen und auszuführen, geht damit ebenfalls verloren. Es sei denn, man lässt die Base durchgehend eingeschaltet, was sich jedoch auf die Akkulaufzeit auswirkt. 

Fazit

Der Homepod Mini verliert im wahlweise schwarzen oder weißen Base Dock ein paar seiner vorteilhaften Features, allerdings finde ich einen mobilen Homepod Mini immer noch deutlich praktischer, als einen fest installierten Homepod mit umfangreicher Funktionsliste. Beim Testen habe ich festgestellt, dass ich den Homepod mini viel häufiger nutze, als wenn der Lautsprecher an einem Ort fest installiert ist. Der Preis von gerade mal 54 Euro (bei Amazon) ist zudem so erschwinglich, dass sich die Anschaffung für jeden lohnt, der seinen Homepod Mini auch mobil nutzen möchte.

Mission Battery Base

Hersteller:

MISSION CABLES

Preis:

54,99 Euro 

Vorzüge:

Benutzerfreundlich, 9 Stunden Akku  

Nachteile:

Klangverlust, sichtbare Kabel, längere Wartezeiten beim Starten, ungenaue Akku-Anzeige  

Wertung:

★★★★☆  

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