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Test Raumfeld Multi-Room Audiosystem

31.08.2010 | 14:30 Uhr |

Die junge Berliner Firma Raumfeld hat ein eigenes Multi-Room-Musik-System entwickelt, um Sonos und Co den Kampf anzusagen. Gleich zum Start gibt es ein komplettes System bestehend aus dem Musikserver Raumfeld Base, einem drahtlosen Bedienteil mit Touchscreen dem Raumfeld Controller und drei Playern.

Der Raumfeld Connector ist ein Player fĂŒr den Anschluss an eine vorhandene Stereoanlage. Weitere Player sind in den zwei Aktiv-Lautsprechern Speaker S und Speaker M, integriert. Alle drei Player sind hochwertig ausgestattet und bieten einen Cirrus Logic DA-Wandler mit 24Bit/96kHz Wandlung. FĂŒr die Verbindung aller Komponenten ist WLAN nach 802.11g und Ethernet vorhanden.

FĂŒr die Installation benötigt man nur eine Ethernet-Verbindung zu einem Router mit DHCP-Server fĂŒr die Raumfeld Base, einen der drei Player und den Controller. Die Einrichtung selbst erfolgt Benutzergesteuert und mit klaren deutschen Fragen ĂŒber den Controller. Eine zusĂ€tzliche Software auf einem Rechner benötigt man nicht. Dank der Setup-Taster auf den RĂŒckseiten der GerĂ€te, sind komplizierte Anmeldeprozeduren nicht nötig.

Die Komponenten

Die Base beinhaltet eine 160 GB große Festplatte und muss zunĂ€chst mit Musik, beliebiger Samplingrate und Format, gefĂŒllt werden - Ausnahme sind Apple Lossless mit mehr als 16Bit/48kHz. Alternativ gehen auch externe Festplatten, NAS-Laufwerke, SMB-Freigaben oder UPnP-AV-Server. iTunes-Bibliotheken werden verarbeitet. Auf die Base können auch andere Musikplayer, die sich auf den UPnP-AV Standard verstehen, zugreifen. Somit ist das System im Vergleich zu Sonos oder Logitech offen.

Das HerzstĂŒck ist der Controller mit seinem 5,4 x 9,5cm Farb-Touchscreen. HierĂŒber erfolgt die Auswahl der Musik, das Anlegen von Favoriten oder auch die Auswahl der RĂ€ume. Ein Klick auf das Raumsymbol am unteren Rand öffnet die Auswahl. HierĂŒber werden auch leicht mehrere RĂ€ume synchron geschaltet - klasse fĂŒr eine Hausparty. Die Bedienung geht nach kurzer Einarbeitung leicht von der Hand. Was derzeit noch hakt, ist der Zugriff auf UPnP-AV-Server auf dem Mac und der Controller braucht etwas lĂ€nger zum Aufwachen, wenn er lĂ€ngere zeit lag oder die WLAN-Verbindung aufbauen muss. Ebenso ist das Scrollen in langen Liste derzeit noch von kleinen Rucklern begleitet. Der Akku ist auch nicht der StĂ€rkste, was aber nicht tragisch ist, denn es wird eine schicke Ladeschale mitgeliefert.

Die Base zeigt sich als unkomplizierter Musikserver, der sehr schnell die MusikstĂŒcke indiziert und auch die passenden Album-Cover findet. Die Übertragung auf die interne Festplatte ist etwas langsam, auch arbeitet der integrierte UPnP-AV-Server beispielsweise nicht mit Linn DS-Playern. Aber mit dem Plug Player auf einem iPhone und iPad geht es wunderbar. Aber es geht auch umgekehrt, die Speaker M mit dem Plug Player steuern (leider ohne Play/Pause) und Twonkymedia als Server.

Guter Sound

Viel Charme haben die Aktiv-Lautsprecher von Raumfeld, weil damit mit wenigen GerĂ€ten eine komplette Raumbeschallung möglich ist. Die Speaker S bieten Basiskost. Guter Sound, Stressfrei und NatĂŒrlich ohne dabei spezielle Tonlagen hervorzuheben. Ein Highlight hingegen sind die Speaker M. Entwickelt von Adam Audio mit ihrem ausgezeichneten X-Art BĂ€ndchen-Hochtöner, verbreiten sie sehr viel Spielfreude mit exzellenter Höhenauflösung und ausreichend Grundton. Beiden Speakern ist ein zentraler LautstĂ€rkeregler und Line-EingĂ€nge gemein.

Empfehlung

Die Preise sind auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern Sonos und Logitech. Allerdings bekommt man mehr geboten. Gerade die Kombination aus Base, Controller und den Speaker M ist ein exzellentes Paket, die fĂŒr das Geld kaum zu Toppen ist. Da die Entwickler fleißig sind und regelmĂ€ĂŸig Updates liefern, dĂŒrfte da auch der ein oder andere Haker bald der Vergangenheit angehören.

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