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Myfox Security Camera im Test

17.03.2016 | 13:01 Uhr |

Die Myfox Security Camera ist wie gemacht für den iPhone-Besitzer. Die Überwachungskamera kann Videos in einer Cloud speichern.

Sie sieht schick aus und lässt sich kinderleicht bedienen. Alleine dadurch unterschiedet sich die 199 Euro teure Security Camera des französischen Herstellers Myfox schon von den vielen anderen Überwachungskameras, die es auf dem Markt gibt. Und noch eine Besonderheit bietet die Kamera, die für den Innenbereich gedacht ist: Die Linse lässt sich per App mechanisch mit einer Klappe verschließen. So kann man die Überwachungskamera seiner Privatsphäre anpassen.

Die Kamera in der Myfox Security Camera

Das runde Gehäuse der Myfox Security Camera sitzt auf einen magnetischen Sockel. Somit ist die Kamera dafür konzipiert, beispielsweise in einem Regal oder auf dem Tisch zu stehen. Eine Wandmontage ist mit einem rund 30 Euro teurem Wandhalter ebenfalls möglich. Per USB-Kabel wird die Kamera mit Strom versorgt, ein Netzteil liegt ebenfalls bei. Gut gefällt uns, dass Myfox ein drei Meter langes USB-Kabel beilegt. Im Fall eines Stromausfalls übernimmt ein eingebauter Akku die Energieversorgung. Diese reicht laut Myfox für eine Stunde, bei unserem Test hat sie sogar 1,5 Stunden durchgehalten. Das Superweitwinkel-Objektiv deckt mit 130 Grad einen großen Sichtbereich ab.

Das Objektiv der Myfox Security Camera lässt sich per App automatisch mit einer Blende verschließen
Vergrößern Das Objektiv der Myfox Security Camera lässt sich per App automatisch mit einer Blende verschließen
© Myfox

Die Funktionen sowie die Bild- und Tonqualität

Die Kamera bietet einen gut funktionierenden Bewegungssensor. Zudem schaltet sie automatisch zu Infrarot-Aufnahme um, wenn das Licht schwächer wird. Neben dem Bild nimmt die Kamera auch den Ton auf, allerdings nur in ausreichender Qualität. Die Videoqualität ist dagegen für eine Überwachungskamera gut: Videos werden im HD-Modus aufgenommen (1280 x 720 Pixel, 16 Bilder pro Sekunde). Auch im Nachtsicht-Modus ist die Qualität Dank Infrarot-LEDs gut.

Die Bildqualität der Myfox Security Camera ist gut. Videos nimmt sie in HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixel auf.
Vergrößern Die Bildqualität der Myfox Security Camera ist gut. Videos nimmt sie in HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixel auf.
© Markus Schelhorn

Hören und sprechen: Die Security Camera hat einen eingebauten Lautsprecher. So kann man auch aus der Ferne über die Kamera sprechen. Das ist vor allem interessant, wenn man die Kamera als Babyphone verwendet. In diesem Fall muss man allerdings mit seinem Smartphone eine Internet-Verbindung haben.

IFTTT-Unterstützung

Pfiffig: Die Security Camera unterstützt IFTTT, mit dem sich verschiedenste Anwendungen miteinander verknüpfen lassen. Ein Beispiel: Wenn man nach Hause kommt, deaktiviert sich die Security Camera automatisch. Dafür verknüpft IFTTT die Informationen vom Ortungsdienst des iPhone mit der Myfox Security Camera. Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht über die Funktionen von IFTTT .

Die Installation

Die Überwachungskamera ist für technisch nicht versierte Anwender gebaut, die ein einfaches Setup via App gewohnt sind. Und eben so einfach wie die eigentliche Bedienung der Kamera gestaltet sich auch das Einrichten. Zunächst lädt man die kostenlose App „Myfox Security“, die es für iOS und Android gibt.

Schritt für Schritt führt die App durch das Setup. Im Schnelldurchlauf meldet man sich bei der Kamera an, vergibt eine E-Mail-Adresse und ein Passwort und wählt das passende WLAN-Netz. Auf dem iPhone wird ein QR-Code angezeigt, das man einfach vor die Security Camera hält um die Installation abzuschließen. Nach insgesamt rund 5 Minuten ist die Kamera einsatzbereit.

Die Installation der Myfox Security Camera gelingt mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung sehr leicht
Vergrößern Die Installation der Myfox Security Camera gelingt mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung sehr leicht

Freunde zur Überwachung einladen

Die Überwachung mit der Kamera kann man auch auf mehrere Schultern verteilen. So lassen sich unkompliziert Freunde einladen, die ebenfalls Zugriff auf die Security Camera erhalten sollen.

Videos aus der Cloud

Die Myfox Security Camera bietet die Möglichkeit, Videos in einer Myfox-Cloud zu speichern. Das lässt sich Myfox allerdings mit 4,99 Euro pro Monat bezahlen, wenn die Videoaufzeichnung einen Tag beträgt beziehungsweise 9,99 Euro für eine Historie von sieben Tagen. Wählt man keine dieser beiden Optionen, lässt sich nach zwei Wochen Betrieb nur noch eine Live-Vorschau auf dem iPhone empfangen. Denn die ersten beiden Wochen nach der Registrierung lässt sich diese Cloud-Aufzeichnung kostenlos ausprobieren – übrigens glücklicher Weise ohne automatische kostenpflichtige Verlängerung.

Doch welchen Dienst man wählt, man kann zusätzlich bei einer Bewegungsmeldung eine Mitteilung erhalten und kann Standbilder aus dem Live-Video beziehungsweise der Aufzeichnung erstellen.

Empfehlung Myfox Security Camera

Die Myfox Security Camera lässt sich vor allem sehr leicht bedienen und funktioniert klaglos. Auch die Videoqualität stimmt. Dank Gegensprech-Funktion und guter Infrarot-Nachtkamera eignet sie sich gut als Babyphone-Ersatz –vorausgesetzt, man hat mit seinem Smartphone einen guten Internet-Empfang. Allerdings ist sie nur für den Innenraum gebaut und ein Wandhalter kostet Extra.

Myfox Security Camera

 Preis: 199 Euro, Wandhalter 29,99 Euro

Funktionsumfang (50%) 1,5
Bildqualität (20%)  2,2
Handhabung (20%) 1,5
Dokumentation (10%) 2,0

Test Myfox Security Camera

Vorzüge: Unkompliziert, mechanische Blenden-Klappe, gute Videoqualität auch Nachts, Gegensprechfunktion, unterstützt IFTTT, Kombinationsmöglichkeit mit Myfox Home Alarm

Nachteile: Hoher Preis, Video-Archiv nur gegen Monats-Abo mit Myfox-Cloud möglich

Gesamtnote: 1,7 gut

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