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Der iPod Nano 5G im Test

18.09.2009 | 12:53 Uhr | Markus Schelhorn

Apple hat aus dem iPod Nano einen kleinen Camcorder gemacht. Der MP3-Player kann jetzt auch Videos aufzeichnen. Dazu gesellt sich ein neuer, breiterer Bildschirm. Wir haben den neuen Nano 5G getestet.

iPod Nano Blau
VergrĂ¶ĂŸern iPod Nano Blau
© Apple

Schon letztes Jahr hat Apple den iPod Nano krĂ€ftig fĂŒr das WeihnachtsgeschĂ€ft aufgerĂŒstet, auch in diesem Jahr bekommt der flache Player die interessantesten Neuerungen spendiert. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich der iPod Nano am besten verkauft. Rund 100 Millionen StĂŒck sind bislang ĂŒber die Ladentheken gewandert.

iPod Nano: Filmen und Radio hören

Der erfolgreichste iPod liegt nun in der fĂŒnften Generation vor. Von Außen fĂ€llt das etwas grĂ¶ĂŸere Display auf, das zwar genau so breit ist wie zuvor, aber nun gestreckter erscheint. Das Scrollrad wandert deshalb etwas nach unten. Die auffĂ€lligste Neuerung des iPod Nano 5G ist indes die eingebaute Videokamera, die in VGA-Auflösung aufzeichnet (640 mal 480 Pixel). Fotos lassen sich allerdings nicht aufnehmen, das wĂ€re bei der geringen Auflösung auch keine Freude.

Im iPod Nano ist zudem ein Mono-Mikrofon eingebaut und der mitgelieferte Kopfhörer kommt ohne Mikrofon und Steuerelement aus, wie das der iPod Touch bietet. Übrigens kann man auch mit dem VorgĂ€nger schon Sprachnotizen aufnehmen, dazu braucht es aber den Kopfhörer mit Mikro. Das Objektiv befindet sich auf der RĂŒckseite des iPod Nano, auf Höhe des Scrollrads. Beim Filmen geraten allerdings sehr leicht die Finger ins Bild. Die Aufnahmen glĂ€nzen zwar nicht mit hoher QualitĂ€t, reichen aber fĂŒr kleine Filmchen in Youtube völlig aus. So bricht die Bildrate gelegentlich ein und bei Schwenks und Bewegungen gibt es leichte Verzerrungen, die darauf hindeuten, dass der Bildsensor nicht immer schnell genug ist und das Bild zu langsam aufbaut. Als kleine Videokamera, die immer dabei ist, macht der iPod Nano aber ein gutes Bild. Bei InnenrĂ€umen oder harten Kontrasten gerĂ€t die Kamera aber offenbar an ihre Grenzen.

In Echtzeit kann man die Filme mit 15 Effekten verfremden, beispielsweise Sepia, Röntgen oder Verzerrungen. Dazu hĂ€lt man bei aktiviertem Videofenster die mittlere Taste gedrĂŒckt bis das MenĂŒ mit den entsprechenden Vorschaubildern der Effekte erscheint. Übrigens hat Apple dem iPod Nano auch einen eingebauten Lautsprecher spendiert, der zwar furchtbar klingt aber beispielsweise beim gemeinsamen Betrachten einer Videoaufnahme eine nette Dreingabe ist. Er funktioniert auch beim Abspielen von reinem Audio-Material.

iPod Nano Bewertung

iPod Nano 8 und 16 GB

Hersteller: Apple

Preis: 8 GB: € 139, CHF 199; 16 GB: € 169, CHF 249

Note : 1,8 gut

VorzĂŒge: Einfache Bedienung, viele Funktionen, handliches Format, etwas besserer Sound wie VorgĂ€nger, gut ausgestattet

Nachteile: Kein LadegerĂ€t im Lieferumfang, Objektiv ungĂŒnstig positioniert, keine Ladefunktion bei vielen Ă€lteren Dockingstationen

Neu ist eine Radio-Funktion, hier dient das Kopfhörerkabel als Antenne. Die EmpfangsqualitĂ€t ist in unserem Test mĂ€ĂŸig aber fĂŒr ein gutes Sendegebiet ausreichend. Neue Sender sucht man manuell per Clickwheel. Einen automatischen Sendersuchlauf gibt es auch. Dazu hĂ€lt man die Vor- oder RĂŒckspultaste lĂ€nger gedrĂŒckt. Der RadioempfĂ€nger wertet das digitale RDS-Signal aus. Die Sender erscheinen dadurch nach einige Sekunden mit ihren Namen im Display. Favoriten lassen sich ebenfalls speichern. In der Favoritenliste tauchen aber leider nur die Senderfrequenzen und nicht die Namen auf.

Nett ist die Timeshift-Funktion: Eine Radiosendung lÀsst sich bis zu 15 Minuten lang anhalten und an der gestoppten Stelle wieder fortsetzen. Wechselt man allerdings zu einem anderen Sender, geht der Zwischenspeicher verloren.

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