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Ohne Cache zu langsam

22.04.2009 | 10:00 Uhr |

Ohne Cache zu langsam

Doch die Flash-Kanäle allein reichen noch nicht aus, um an die Geschwindigkeit von magnetischen Festplatten heranzukommen. Besonders, wenn man viele kleine Dateien schreibt, macht sie die lange Latenzzeit beim Beschreiben der Flash-Zellen bemerkbar. Die Platte scheint hier teilweise sekundenlang "zu hängen". Die Folge sind drastische Einbrüche in der Schreibrate.

In der folgenden Bildergalerie finden Sie einige ausgewählte Ergebnisse unserer Benchmarks

Abhilfe schafft ein ausreichend dimensionierter Cache. Er puffert die Daten eine Zeit lang und das Laufwerk schreibt sie erst etwas später auf die Flash-Chips. Das Betriebssystem bekommt davon nichts mit.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die begrenzte Lebensdauer der Flash-Zellen. Zählt man die reinen Bits der Speicherchips zusammen, stellt man fest, dass bei den meisten Laufwerken ein gewisser Prozentsatz fehlt. Die fehlenden Speicherbereiche reserviert der Flash-Controller für den Fall, dass Flash-Zellen während der normalen Benutzung ausfallen. Sie werden "on the fly" durch unbenutzte Zellen aus dem reservierten Bereich ersetzt. Als Anwender merkt man davon nichts.

Außerdem sorgt der Flash-Controller dafür, dass viele aufeinander folgende Schreibzugriffe auf identische logische Sektoren möglichst an verschiedenen physikalischen Stellen stattfinden. Damit reduziert der Controller die Anzahl der Schreibzugriffe pro Flash-Zelle und verringert damit die Wahrscheinlich, dass eine Zelle vorzeitig ausfällt.

Alle diese Maßnahmen sind aufwendig in der Programmierung und in der technischen Umsetzung. Sie kosten immer noch viel Geld, was dazu führt, dass Flash-Laufwerke bei gleicher Kapazität nach wie vor wesentlich teurer sind als magnetische Festplatten.

Doch der Aufwand lohnt sich, denn in vielen Punkten sind die Flash-Platten gegenüber magnetischen Laufwerken im Vorteil. Sie behalten beispielsweise ihre Transfergeschwindigkeit bis zum letzten Bit bei. Magnetische Platten werden immer langsamer, je mehr Daten sich auf der Platte befinden. Der Grund: auf den äußeren Sektoren der Platte passen mehr Daten als auf den inneren. Pro Umdrehung gesehen führt das zu unterschiedlichen Datenraten, je nachdem wo auf der Platte gelesen oder geschrieben wird. Da alle magnetischen Massenspeicher von außen nach innen beschrieben werden, verringert sich die Datenrate mit steigendem Füllgrad.

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