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Oki DP-7000 Thermotransferdrucker

06.09.2001 | 00:00 Uhr |

Mit ausgewogenen Farben und einer guten Tiefenzeichnung bringt der Oki DP-7000 maximal neun Farben im A3-Überformat auf das Papier.

Wertung:

2,4 gut

Vorzüge:

druckt zusätzlich zu CMYK mit Metallic- und Sonderfarben, verarbeitet A3-Überformat, Postscript-3-Rip im Lieferumfang

Nachteile:

lange Druckzeiten, hohe Verbrauchskosten

Preis:

DM 6000, € 3066, S 44 100, sfr 5220

Ein Spezialist für besondere Fälle ist der Oki DP-7000, dessen Druckwerk von Alps kommt. Obwohl es einen deutschen Quickdraw-Treiber gibt, bietet Oki das Gerät in Deutschland nur über Distributoren an. Wir erhalten eine Teststellung vom Hamburger Fachhändler HCR.
Der DP-7000 arbeitet mit dem Thermotransferverfahren und verwendet Kassetten mit farbigen Bändern. Das Besondere an dem Drucker ist die Auswahl an Farben, die sich einsetzen lassen. Neben den CMYK-Farben gibt es Sonderfarben (Spot-Colours) in Schwarz, Blau, Rot und Grün, vier Metallicfarben, Gold- und Silberfolie, Lack und weiße, deckende Farbe. Letztere macht es beispielsweise möglich, ein Design für transparente Verpackungen zu testen, das eine weiße Grundierung einsetzt. Bis zu neun Farben nimmt der Drucker gleichzeitig auf und wechselt die Kassetten automatisch während des Drucks, so dass man alle Farben verwenden kann. Für die Programme Illustrator, Freehand, Pagemaker und Xpress liegen Farbbibliotheken für die Sonderfarben bei.

Das Gerät in der Praxis

Im Test verwenden wir die von Oki angebotenen Spezialpapiere für den Drucker. Darunter ein weißes und ein glänzendes Papier für Proofdrucke sowie ein Photopapier für hochauflösende Bildwiedergabe. Dies ist das einzige Druckmaterial, dass nur die CMYK-Farben beim Druck erlaubt. Dabei verwenden wir in den meisten Fällen den zum Lieferumfang gehörenden Software-Rip mit Postscript 3 und greifen nur selten auf den ebenfalls verfügbaren Quickdraw-Treiber zurück. Der Software-Rip ist netzwerkfähig und erscheint in der Auswahl der anderen Rechner im Netz. Man muss lediglich die mitgelieferte Druckerbeschreibung installieren und verwendet den Postscript-Druckertreiber von Adobe (Adobe PS).
Wichtig ist die richtige Konfiguration des Rip, bei dem man sowohl das Papierformat als auch die Papierart festlegt, von der die verfügbaren Druckauflösungen abhängen. Zur Auswahl stehen aber nur die von Oki angebotenen Sorten. Außerdem muss man angeben, ob man mit Zusatzfarben druckt, sonst verwendet der Drucker nur die CMYK-Farben. Für die Farbkorrektur liegt für jedes Druckmaterial ein Ausgabeprofil bei, das man in den Voreinstellungen des Rip ebenso wie die Eingabeprofile für RGB, CMYK und Graustufen auswählt. Die Farben des Testbildes gleichen sich auf allen getesteten Ausgabemedien, nur beim hochauflösenden und sehr weißen Photopapier weichen sie ins Bläuliche ab. Die hochauflösenden Fotos haben eine sehr gute Qualität, Rasterpunkte sind nur mit der Lupe zu sehen. Bei den anderen Papierarten ist das Druckraster gröber.

Eilig darf man es für die Ausdrucke nicht haben. Da der Drucker für jede Farbe einen eigenen Durchgang benötigt und danach das Blatt wieder einzieht, vergeht viel Zeit, bis ein mehrfarbiges A3-Dokument im Ausgabefach liegt. Passerprobleme sind bei unseren Testdrucken nicht zu bemerken. Am Ende des Tests mit rund 45 A4-Seiten, die überwiegend Fotos und Vektorgrafiken enthalten, ist die erste mitgelieferte Farbkassette (Cyan) leer, ein ordentlicher Vorrat ist für Vieldrucker also empfehlenswert.

Fazit

Durch die Anzahl der verfügbaren Farben und die wischfesten Endergebnisse eignet sich der Oki PD-7000 für Spezialaufgaben von Grafikern und Verpackungsdesignern. Die gemächliche Geschwindigkeit muss man aber in Kauf nehmen, deshalb ist der Drucker für einen hohen Durchsatz an Proofs nicht geeignet. th

Druckverfahren:

Thermotransfer

Max. Auflösung:

2400 dpi

Papierformat:

A3 Plus (330 mm x 483 mm)

Druckersprache:

Quickdraw und Postscript 3

Schnittstellen:

USB, SCSI

Stellfläche in cm offen:

57 breit x 45 hoch x 95 tief

Kosten Druckfarben:

CMYK je DM 20; RGB (Spot) je DM 33; Schwarz Spot DM 21; Weiß DM 34; Metallic je DM 30; Gold- und Silberfolie je DM 42

Kosten Papiere:

Photopapier 20 Blatt DM 159; Proofpapier matt oder glänzend 100 Blatt je DM 80; High Grade Papier 100 Blatt DM 85

Geschwindigkeit:

Photoshop-Bild: 5:25 Minuten, PDF-Dokument: 48:45 Minuten

Systemvoraussetzungen:

Mac mit USB- oder SCSI-Schnittstelle

Info:

HCR-Hamburg

Technische Daten

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