970300

Photoshop für Video

29.05.2007 | 14:20 Uhr |

Photoshop für Video

Vorher/Nachher: Bildfehler innerhalb eines Videos (oben) können mittels der Korrektur-Werkzeuge von Photoshop Extended entfernt werden.
Vergrößern Vorher/Nachher: Bildfehler innerhalb eines Videos (oben) können mittels der Korrektur-Werkzeuge von Photoshop Extended entfernt werden.

Der Austausch von Dateien zwischen Premiere Pro und dem neuen Photoshop Extended ist zwar nicht ganz so perfekt wie bei Soundbooth (es gibt keinen Senden-Befehl), dafür sind jedoch die neuen Videofunktionen von Photoshop umso hilfreicher. Wer mit der Videobearbeitung beginnen möchte, aber bis dato nur einschlägige Erfahrung mit Standbildern in Photoshop gesammelt hat, kann ganze Videos in das neue Timeline-Fenster von Photoshop importieren und dort mit allen bekannten Werkzeugen bearbeiten. Auch für erfahrene Videokünstler bietet Photoshop eine Menge hilfreicher Korrektur- und Effekt-Werkzeuge, die man in Premiere und selbst in After Effects vergeblich sucht. Zum Beispiel kann man den Reparaturpinsel von Photoshop problemlos auch auf Video anwenden, oder Korrekturen mit dem Musterstempel durchführen. Die Video-Timeline von Photoshop unterstützt mehrere Ebenen, sodass man einfache Compositings wie Titel gleichsam in Photoshop anlegen und mit Filtern und Ebenenstilen anreichern kann.

Ebenen: In der neuen Video-Timeline von Photoshop Extended kann man auch neue Ebenen beispielsweise für Text oder für Grafiken anlegen.
Vergrößern Ebenen: In der neuen Video-Timeline von Photoshop Extended kann man auch neue Ebenen beispielsweise für Text oder für Grafiken anlegen.

Da man in Photoshop Extended nicht nur Bild- oder Ebenenweise arbeiten kann, sondern mit dem gesamten Videostream, finden sich neue Exportoptionen: So kann der Anwender eine Datei beispielsweise als Quicktime-Film in unterschiedliche Formate und Codecs rendern, oder auch als Bildsequenz zum Beispiel für die Ausbelichtung auf Film exportieren. Auch eine Videovorschau über Firewire oder angeschlossene Videokarten ist möglich. Mit Einführung der Vorgängerversion Photoshop CS2 hat Adobe erstmals die Fluchtpunkt-Technologie vorgestellt, die es ermöglicht, zweidimensionale Objekte über Fluchtpunkte (Vanishing-Points) in 3D-Objekte umzuwandeln. In CS3 kann man diese Fluchtpunkte über das sogenannte Format VPE (Vanishing Point Exchange) unter anderem an After Effects übergeben. Legt man in Photoshop ein oder mehrere Raster auf einem Objekt an, und mappt ein Bild oder eine Grafik darauf, so reicht der Export als VPE-Datei, um das Objekt an After Effects zu senden, wo es als dreidimensionale Grafik erkannt und weiterbearbeitet werden kann. Im virtuellen 3D-Raum lässt sich das Objekt frei über alle Achsen drehen oder mittels Kamera umkreisen, wobei je nach Anzahl der festgelegten Raster entsprechend viele Seiten zur Verfügung stehen.

Premiere:Das ist neu

- Neue Formate

- Multicam-Funktion für vier synchrone Zuspieler

- Professionelle Farbkorrektur

- Neue Effekte wie Time-Remapping

- Verbessertes Zusammenspiel mit anderen CS3-Programmen

Photoshop Ext.:Das ist neu

– Import von kompletten Filmen

– Neue Timeline mit mehreren Ebenen

– Render-Optionen für die Filmausgabe

– Export von Fluchtpunkten (VPE) an After Effects

Lesen Sie morgen im zweiten Teil des Tests: Animationskünstler After Effects, Ausgabewunder Encore und Flash, Bridge & Co: Brückenköpfe zur Verständigung

Macwelt Marktplatz

970300