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Privates Surfen mit Privately und Anonymous

24.02.2009 | 15:17 Uhr |

Privates Surfen mit Privately und Anonymous

Privately ist schlicht, bietet jedoch ein Suchfeld und funktioniert grundsätzlich gut
Vergrößern Privately ist schlicht, bietet jedoch ein Suchfeld und funktioniert grundsätzlich gut

Gleich mehrere Browser versuchen, den "Privates Surfen"-Modus des Desktop-Safari nachzuahmen. Die beiden Browser Privately und Anonymous sollen beide keine Spuren auf dem iPhone hinterlassen. Weder Browserhistorie noch Cookies sollen die Programme speichern. Dabei sind die Programme seh schlicht gehalten. Privately bietet lediglich eine Adresszeile, ein Google-Suchfeld und die obligatorischen Vor- und Zurückpfeile. Bei Anonymous fehlt die Google-Suche, dafür gibt es eine "Blackout-Funktion": Drückt der Nutzer auf das "http" vor dem Adressfeld, schaltet sich die Webseite schwarz.

Die Vorschläge bei der Adresseingabe und der Google-Suche (Privately) fehlen hier aus verständlichen Gründen. Nichts soll auf dem iPhone gespeichert werden. Auch Cookies sollen nach jeder Sitzung gelöscht werden. Dies funktioniert in der Praxis offenbar jedoch nicht perfekt. Beispielsweise bleibt der Macwelt-Login auch nach einem Neustart des Programms erhalten. Wir kontaktierten die Entwickler der Browser. Mike Sax, Entwickler von Privately, überprüfte unsere Beobachtungen und teilte uns mit, dass er ein Update bei Apple einreicht, das gar keine Cookies mehr akzeptiere. Dies kann jedoch dazu führen, dass Logins oder Webseiteneinstellungen überhaupt nicht mehr oder für sehr kurze Zeit funktionieren.

Anonymous nervt mit unbrauchbarer Darstellung
Vergrößern Anonymous nervt mit unbrauchbarer Darstellung

Anonymous hat leider ein massives Darstellungsproblem. Der Browser zeigt Webseiten ausschließlich in einer stark vergrößerten Darstellung an. Zoomen funktioniert hier zudem leider nicht. Das macht die Handhabung in der Praxis völlig unbrauchbar. Eine Querdarstellung fehlt. Bei Privately funktioniert Scrollen, Zoomen und der Landscape-Modus hingegen gut. Bei den anonymen Browsern darf man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Sie verhindern lediglich, dass besuchte Seiten im Verlauf gespeichert werden und Suchvorschläge anhand alter Suchbegriffe auftauchen. Nach außen hin anonymisieren sie den Nutzer nicht. Dinge wie IP-Adresse, Softwareversion und weitere werden weiterhin an die Webserver übertragen.

Safari bleibt der Favorit

Nur Safari bietet mehrere Fenster oder RSS-Feeds
Vergrößern Nur Safari bietet mehrere Fenster oder RSS-Feeds

Trotz der Alternativen ist der originale Safari bei weitem der komfortabelste Browser für das iPhone und den iPod Touch. Kein anderes Programm bietet mehrere Browserfenster, kein anderes Programm kann mit RSS-Feeds umgehen. Stattdessen gibt es mehrere Spezialisten, die zwar interessante Einsatzzwecke haben, insgesamt aber mit zahlreichen Mängeln geschlagen sind. Nicht alle Browser unterstützen das Querformat, Bookmarks haben ebenfalls nur einige der getesteten Apps zu bieten. So bleiben die Spezialanwendungen, wenn man beispielsweise mit Websave ein PDF-Dokument speichern will oder Seiten mit Privately aufrufen möchte, die nicht im Verlauf auftauchen sollen.

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