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Reaktionszeiten

19.10.2009 | 10:19 Uhr |

Reaktionszeiten

Besonders passionierte Spieler sind der Meinung, dass LCD-Monitore für actionreiche 3D-Spiele nicht schnell genug sind. Technisch bedingt, benötigen LCD-Zellen einige Zeit, um von einer Graustufe oder Farbe auf eine andere umzuschalten. Die Folge sind Schlieren, flimmernde Animationen oder Geisterbilder. Auch Ruckeln beim horizontalen Scrollen - etwa in Videos - kann hier auftreten. Was die Reaktionszeiten angehen, sind die Herstellerangaben allerdings verwirrend und entsprechen so gut wie nie den Tatsachen aus der Praxis. Man liest hier von Zeiten zwischen fünf und einer Millisekunde.

Wir messen diese Zeit nach einem von der ISO festgelegten Verfahren. Hierbei schaltet das Display von Schwarz auf Weiß und wieder zurück. Gemessen wird dabei aber nur die Zeit, ab der der Schwarzwert 10 Prozent über der Nulllinie liegt, bis zu einem Weißwert, der 10 Prozent unter dem Maximalwert liegt und wieder zurück (SWS). Bei den 30-Zöllern in unserem Test kommen IPS- oder PVA-Panels zum Einsatz. Diese schalten im Vergleich zu den TN-Panels, die bei kleineren Bildschirmdiagonalen eingesetzt werden, langsamer, bieten aber deutliche Vorteile beim Sichtwinkel. Dank technischer Tricks erreichen die Großbildschirme dennoch akzeptable Reaktionszeiten. Am besten scheidet hier der LG-Monitor mit 12,4 Millisekunden ab. Dennoch bietet er nicht das beste Bewegtbild. Der NEC liegt hier noch einmal sichtbar besser, trotz der etwas längeren Umschaltzeit von 16,3 Millisekunden.

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