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Scan Thing für Mac: Text durchsuchen, Objekte freistellen

22.03.2021 | 11:31 Uhr | Thomas Hartmann

Scan Thing gestattet es jetzt auch auf dem Mac, auf einfache Weise Objekte aus Bildern freizustellen und Texte zu scannen.

Scan Thing   präsentiert sich auf dem Mac genauso schlicht und überschaubar wie unter iOS, unseren Test dazu finden Sie hier . Man zieht auf dem Mac Bilder auf die Oberfläche des Programms, aus denen man Objekte freistellen will, oder öffnet sie über den Dialog. Diese Objekte werden mit der Maus eingegrenzt, und nach kurzer Zeit lässt sich das freigestellte Detail kopieren und in andere Programme übernehmen oder direkt teilen. Ähnlich geht es mit Text, den man aus Bildern oder PDF scannen kann. Dazu lässt sich vorher die passende Sprache auswählen.

Die Auswahl der Objekte oder Texte läuft freilich nicht ganz so intuitiv wie auf dem iPhone, wo man im Grunde herumläuft und alles scannt und freistellt, wozu man gerade Lust hat, indem man das Objekt einfach fotografiert und weiterbearbeitet. Sondern auf dem Mac nutzt man dafür ausschließlich bereits vorliegende Dokumente wie Fotos oder PDFs, auch eine direkte Anbindung zur Kamera am Mac ist nicht möglich. Natürlich lassen sich Bilder vom iPhone oder iPad einfach auf den Mac übertragen, aber das ist dann eben nicht genauso freihändig und intuitiv wie mit dem iOS-Gerät.

Doch aufs Ergebnis kommt es letztlich an. Und das kann sich auch mit der Desktop-Version von Scan Thing sehen lassen. Objekte werden ohne weitere Bearbeitung durch den User recht gut aus dem Hintergrund herausgelöst und freigestellt. Freilich, Wunder darf man nicht erwarten. So haben wir um die Haare einer Person einen grünen Saum, der vom Wald im Hintergrund geblieben ist und sich auch mit Scan Thing selbst nicht weiter bearbeiten lässt. Dazu lädt man das Bild zum Beispiel in Photoshop, um es dort mit dem Reparaturpinsel oder per Klonen weiter zu bearbeiten. Ideal ist das freilich nicht.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Scan Thing gibt es im Mac App Store . Die aktuelle Version 1.1 unterstützt auch den direkten Zugriff aus dem Kontextmenü über ”Öffnen mit” für Bilder und PDFs. Außerdem werden nun auch Bilder im HEIC-Format sowie RAW-Fotos unterstützt. Vorausgesetzt wird mindestens macOS 11.0. Man hat insgesamt zwölf kostenfreie Scan-Versuche mit Objekten oder Text. Möchte man das Tool danach weiterbenutzen, werden per In-App-Kauf 17 Euro fällig.

Fazit und Empfehlung

Für viele Zwecke ist Scan Thing auch auf dem Mac ein praktisches Tool, um schnell Texte zu scannen oder Objekte aus Fotos und PDFs freizustellen. Freilich gelingt das in manchen Fällen nicht perfekt, und schon gar nicht so intuitiv wie mit dem iPhone: Man ist auf bereits vorliegende Dokumente oder Bilder eingeschränkt, die man zwar auch eigens für diesen Zweck schnell anfertigen kann. Doch es ist auf jeden Fall ein zusätzlicher Aufwand und umständlicher als mit dem iOS-Gerät, mit dem man frei herumlaufen und nach Lust und Laune Objekte scannen kann. Da die Ergebnisse gerade beim Freistellen komplexer Objekte keineswegs perfekt sind, finden wir den Preis von 17 Euro etwas hoch – immerhin kann man sich mit den zwölf kostenfreien Scans vorher ein eigenes Bild machen. Die iOS-App   wurde trotz gegenteiliger Ankündigungen im Preis nicht erhöht, sondern ist im In-App-Kauf für 5,49 Euro zu haben.

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