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Silverfast Photo CD

13.07.2001 | 00:00 Uhr |

Das Photoshop-Plug-in optimiert Photo-CD-Bilder mit guter Qualität und wenig Arbeitsaufwand, der Job Manager der Vollversion ermöglicht zudem die Stapelverarbeitung.

Vorzüge

gute Schärfe und kräftige Farben

Nachteile

zeigt nicht die Photo-CD-Standardformate an

Preis

DM 600, e 307, S 4450, sfr 525, SE-Version 49 US$ (nur Download)

Wertung

gut

Das Photo-CD-Format hat sich zwar nicht so durchgesetzt, wie sein Erfinder Kodak es vor etlichen Jahren geplant hatte. Trotzdem stellt es immer noch eine gute Methode dar, um Bilder in mehreren Auflösungen platzsparend auf eine CD zu brennen. Wer auf die Bilder zugreifen will, war bisher auf die Importfunktionen der Bildbearbeitungen angewiesen. Mit der Photo-CD-Variante von Silverfast gibt es nun eine weitere Option.
Im Test haben wir die normale Version Silverfast Photo CD, die standardmä?ig mit dem Job Manager zur Stapelverarbeitung ausgeliefert wird, und die abgespeckte SE-Ausgabe. Letztere gibt es au?erdem für einige Scanner und für Digitalkameras. Beide Testversionen lassen sich entweder als Photoshop-Plug-in als auch als Twain-Lösung installieren. Wir testen jeweils das Photoshop-Plug-in, einmal mit Photoshop 6 und einmal mit Photoshop Elements (SE-Version).
Silverfast Photo CD öffnet zur Bildauswahl eine komplette Bildübersicht mit Miniaturen der Photo-CD, die sich auch ausdrucken lässt. Die Bearbeitung des gewählten Bildes ist dann identisch mit Silverfast für einen Scanner. Bei der SE-Variante muss man unter anderem darauf verzichten, eigene Werte für das Schärfen einzugeben, Bilder in den CMYK- oder Lab-Modus umzuwandeln oder Einstellungen für das Farbmanagement vorzunehmen. Auch die Dialogfenster für die Gradationskurve sowie die globale und selektive Farbkontrolle sind wesentlich einfacher geraten, dadurch aber auch für Laien gut verständlich. Die mit Silverfast erstellten Bilder vergleichen wir mit Versionen, die wir mit den Importfunktionen von Photoshop von der CD holen und manuell nachbearbeiten (Tonwertkorrektur und unscharf Maskieren). Sowohl am Bildschirm als auch im Photodruck sind die Silverfast-Varianten deutlich schärfer und kräftiger in den Farben.
Anders als bei Photo-CDs gewohnt, zeigt Silverfast nicht die fünf Standardauflösungen des Formats an, sondern man kann fast jede beliebige Größe und Auflösung wählen. Erst bei rund 60 MB pro Bild machen die Plug-ins Schluss. Da die maximale unkomprimierte Auflösung einer normalen Photo-CD bei 18 MB liegt, muss Silverfast die Bilder heraufrechnen. Eine Ungereimtheit finden wir beim Job Manager der Vollversion. Obwohl wir alle Einstellungen als Voreinstellung speichern, akzeptiert er nicht die vorgegebene Auflösung. Man kann diese zwar für ein Bild manuell korrigieren und auf die anderen Bilder übertragen, dies ist aber nur eine Hilfskonstruktion. Lasersoft ist das Problem bekannt und will es lösen.

Fazit

Wer über größere Mengen von Photo-CDs verfügt und diese in sehr guter Qualität reproduzieren will, bekommt mit Silverfast Photo CD eine Lösung an die Hand, die gute Qualität bei geringem Arbeitsaufwand liefert. Der Job Manager der Vollversion sorgt zudem für eine automatische Bearbeitung. th

Systemanforderungen: Ab 68040-Prozessor, Photoshop Info: Lasersoft , Telefon 04 31/56 00 90

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