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Spieletest: Shrek 2

06.09.2004 | 13:00 Uhr | Thomas Hartmann

Noch lief der zweite Teil des Oger-Abenteuers in deutschen Kinos, da war schon die Mac-Spielversion zur Auslieferung bereit.

Unterwegs im WWW - womit im Kontext der Fantasy-Welt von Shrek 2 das MĂ€rchenland "Weit Weit Weg" gemeint ist. Ähnlich wie im Film sind Prinzessin Fiona und der Oger fĂŒr unsere Begriffe ziemlich hĂ€sslich, aber zusammen glĂŒcklich. Weil ihnen dies die Eltern der Prinzessin nicht gönnen wollen - sie hĂ€tten es lieber, wenn Fiona den "normal" aussehenden Prince Charming heiratete - muss sich Shrek gemeinsam mit dem Esel auf den Weg machen, um den Happy-End-Trank zu finden und die Gute Fee am Ende zu besiegen. Dabei stoßen sie zunĂ€chst auf den Widerstand des gestiefelten Katers, der sich aber Shrek nach dem ersten gewonnenen Duell anschließt. Fortan steuert man abwechselnd - je nach Spielsituation automatisch, das lĂ€sst sich anders als in der Konsolen-Variante nicht frei auswĂ€hlen - eine der drei Figuren.

Spannende, aber leichte Action mit Rollenspielchen

Schnell entpuppt sich Shrek 2 als ein zwar herkömmliches, dafĂŒr aber sehr lebhaft und spannend gemachtes Action-Adventure mit zahlreichen Jump-and-Run-Einlagen. Die Steuerung der Spielfiguren ist komplett ĂŒber die Tastatur möglich und erfreulicherweise konfigurierbar. Wer in 3D-Shooter-Manier lieber die Maus benutzt, kann dies fĂŒrs Schlagen und Springen ebenfalls tun. Abgesehen von den Genre-ĂŒblichen kleineren Hakeleien kamen wir damit insgesamt sehr gut durch die Level. Speichern ist nur möglich, wenn Roy, die (eigentlich: "der") Speicherfee auftaucht. In der nĂ€chsten Folge von (T)Raumschiff Surprise dĂŒrfte dieser(m) eine Nebenrolle gewiss sein. Übrigens wird pro Spieler jeweils ein eigenes Speicherslot angelegt, es ist nicht möglich, einen bestimmten Spielstand separat zu sichern, um dorthin bei Bedarf zurĂŒckzukehren. So rennt, tobt und kĂ€mpft man sich durch die abwechslungsreich und grafisch recht aufwĂ€ndig gestalteten Abschnitte. Man sammelt schwebende GoldmĂŒnzen auf, mit denen man sich in den durchgeknallten "Gute-Fee-LĂ€den" ZaubertrĂ€nke einkauft, um die Gegner etwa einzufrieren, zu schrumpfen oder mit einem unausstehlichen Gestank lahm zu legen. Zur Anwendung kommen diese freilich nur selten, schon mit ein wenig Übung erledigt man die meisten Bauern, Banditen, Ritter oder auch um sich schlagende BĂ€ume inklusive der meisten Endgegner fast etwas zu einfach. Shrek haut dabei am liebsten einfach drauf, der Esel schlĂ€gt vornehmlich rĂŒckwĂ€rts mit den Hufen aus, wogegen der gestiefelte Kater elegant mit dem Degen ficht. Überhaupt hat uns diese Spielfigur am meisten Spaß gemacht, mit ihm im Verbund kommt das schönste Action-Feeling auf. Doch wie gesagt, das ist nicht frei wĂ€hlbar, passend zu einer Spielsituation wechselt man im Spiel automatisch die Rolle. So ist der Kater nicht nur flotter im Kampf und kann höher springen, er schlĂ€ngelt sich als einziger auch durch enge Kanalisationsabschnitte. Shrek dagegen kann es mit ganzen Horden von RĂ€ubern oder Rittern aufnehmen. Und auch der Esel hat sein Gutes, besonders wenn man ihn eine Zeit lang als weißes Pferd spielt, so wie Shrek sich vorĂŒbergehend in einen edlen KĂ€mpfer verwandelt. Wirklich nervt in fast allen Rollen und Levels die Penetranz der vorgeblich coolen SprĂŒche unserer Helden. Besonders wenn sie diese stĂ€ndig wiederholen, am schlimmsten treibt es dabei der Esel. Da hilft nur Ohren auf Durchzug schalten und so schnell wie möglich weiter kommen. Im Gegensatz dazu sind musikalische Untermalung sowie Sound-Kulisse gelungen.

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