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Superzoom in der Hosentasche

18.12.2006 | 14:44 Uhr | Markus Schelhorn,

Superzoom in der Hosentasche

Die zweite Anwendergruppe möchte lieber eine möglichst kompakte Kamera in Kombination mit einem hohen Zoomfaktor. Hier zählen besonders die Gehäusemaße, damit die Kamera ohne zu stören in einer Jackentasche Platz findet. Besonders kompakt sind hier die Kodak Easyshare V610 und die Ricoh Caplio R4, die übrigens wie die Panasonic Lumix DMC-TZ1 und die Nikon Coolpix S4 keinen optischen oder elektronischen Sucher bieten. Dies ist gerade bei sehr hellem Umgebungslicht, beispielsweise beim Skifahren oder am Strand, ein Nachteil.

Kodaks Easyshare V610 hebt sich durch zwei ungewöhnliche Eigenschaften von der Konkurrenz ab: Zum einen verfügt sie über zwei Objektive, die ihr bei sehr kompakten Ausmaßen einen hohen Zoombereich ermöglichen. Außerdem kann man Fotos außer einer USB-Verbindung auch via Bluetooth zum Mac senden. Besonders kompakt ist auch die Ricoh Caplio R4, obwohl sie einen 7-fach optischen Zoom bietet. Das Objektiv verschwindet – trotz seiner Größe – komplett im Gehäuse. Nicht mehr ganz so klein wie die beiden Vertreter von Kodak und Ricoh ist die Panasonics Lumix DMC-TZ1, die aber immerhin ein 10-fach-Zoomobjektiv aufnehmen muss. Die Kamera liegt gut in der Hand, wirkt hochwertig und hilft dem Fotografen mit ihrem Bildstabilisator. Ungewöhnlich ist die Nikon Coolpix S4. Ihr großes Objektiv lässt sich komplett schwenken, was etwa dem Effekt eines beweglichen Displays gleichkommt. Nikon positioniert das Display leider so ungünstig, dass der Fotograf den Daumen auf dem zwei Zoll großen TFT platzieren muss, um die Kamera sicher halten zu können. Dies disqualifiziert die Kamera für Schnappschussjäger.

Ausstattung

Neben Fotos in den Formaten 4:3, 3:2 oder 16:9 nehmen beide Panasonic-Kameras auch Videoclips mit einem Seitenverhältnis von 4:3 oder 16:9 und einer maximalen Auflösung von 848 x 480 Pixel auf. Das 2,5 Zoll große Display der Panasonic Lumix DMC-FZ7 lässt sich nicht schwenken, die Beschriftungen für die Anschlüsse sind erst zu sehen, wenn man die Abdeckung öffnet. Bei der Canon Powershot S3 IS finden Fotografen fast alles, was sie im Alltag brauchen: viele Automatikfunktionen, manuelle Einstellmöglichkeiten, einen Bildstabilisator, eine Videoclipfunktion (640 x 480 Pixel) mit Stereosound und einen sicheren Griff. Ebenfalls praktisch: Die Kamera lässt sich auch mit handelsüblichen AA-Batterien betreiben. Allerdings fällt das Gehäuse im Vergleich recht groß aus.

Die Yakumo Mega-Image 85D ist die günstigste Kamera im Test. Sie bietet ebenfalls ein großes Gehäuse, dem man den niedrigen Preis ansieht. Zu beanstanden haben wir das mit 1,6 Zoll winzige Display und die teils ungünstig an der Kameraseite positionierten Bedienelemente. Auch die Ausstattung ist mager. Trotzdem: Selbst anspruchsvolle Fotografen haben dank der vielen manuellen Einstellmöglichkeiten und guter Bildqualität mit der 85D ihren Spaß.

Mit vier AA-Batterien oder Akkus arbeitet die Olympus SP-500UZ. Neben dem internen zehn Megabyte großen Speicher gibt es ein seitliches separates Fach für eine xD-Picture-Card. Das Kunststoffgehäuse macht auf uns allerdings einen billigen Eindruck.

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