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Test Olympus E-PL3

16.09.2011 | 17:59 Uhr

Die neue Generation der Olympus-Pen-Kameras bietet unter anderem einen Full-HD-Videomodus. Doch die E-PL3 hat noch weitere Schmankerl parat

Das kompakte GehĂ€use der E-PL3 besteht grĂ¶ĂŸtenteils aus Metall und vermittelt einen Wertigen Eindruck. Das GehĂ€use gibt es in Silber, Rot, Schwarz oder in Weiß. Gut gefĂ€llt das nach Oben um fast 90 Grad und Unten um 45 Grad schwenkbare Display, das vor allem bei Filmaufnahmen praktisch ist. Die Kamera bietet ein Blitzschuh, ein zusĂ€tzlicher Blitz ist nicht im GehĂ€use eingebaut. Vielmehr liefert Olympus einen kleinen Aufsteckblitz mit. Drahtlos lassen sich zudem die Olympus-Blitze FL-50R, FL-36R und FL-300R auslösen.

Die Kamera beinhaltet zudem einen Olympus-typischen Bildstabilisator mit drei Stufen. Man kann entweder das Bild horizontal und vertikal stabilisieren, oder entweder horizontal oder vertikal. So eignet sich der Bildstabilisator hervorragend fĂŒr Mitzieh-Aufnahmen, beispielsweise von einem vorbeifahrenden Auto.

Der Akku hĂ€lt laut Olympus fĂŒr rund 500 Aufnahmen, auch bei unserer Foto-Tour hat er gut durchgehalten.

Das Kit-Objektiv mit 14 - 42 mm, auf Kleinbild-Format umgerechnet ungefĂ€hr 28 - 84 mm, ist etwas gewöhnungsbedĂŒrftig. Vor dem Einsatz muss man es ausfahren. Zum einfahren muss man zudem eine Arretierung lösen. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber an diese Eigenart.

Schnappschuss

Sehr unkompliziert ist die Olympus E-PL3 besonders fĂŒr diejenigen Fotografen geeignet, die sich auf die Automatik-Programme der Kamera verlassen. Wie schon bei vielen aktuellen Kameras ĂŒblich, bietet auch die Olympus E-PL3 einen intelligenten Auto-Modus, der das jeweilige Motiv selbststĂ€ndig erkennt und das passende Motivprogramm wĂ€hlt. Das klappt fĂŒr die meisten Aufnahmen auch ausgesprochen gut. Hier braucht man nur das Wahlrad auf "iAUTO" stellen. Gut gefĂ€llt, dass man im"iAUTO"-Modus schnell und unkompliziert noch einige Einstellungen Ă€ndern kann: Darunter zĂ€hlen die FarbsĂ€ttigung, Helligkeit, die Belichtungszeit und der SchĂ€rfebereich der Aufnahme. Letzteres ist besonders bei Portrait-Aufnahmen, bei dem man einen geringen SchĂ€rfebereich möchte, oder bei Landschaftsaufnahmen, bei dem der SchĂ€rfebereich möglichst hoch sein soll, sehr hilfreich.

Motivprogramme lassen sich auch selber wĂ€hlen, unter "SCN" findet man 23 Motivprogramme. Das ist arg ĂŒberladen und kaum einer wird hier regelmĂ€ĂŸig durchblĂ€ttern, auch wenn das recht komfortabel geht und jedes Motivprogramm mit kurzer ErklĂ€rung dargestellt wird. Interessant sind dennoch einige Motivprogramme, beispielsweise "Nacht+Person", bei dem eine Portraitaufnahme mit Blitz etwas lĂ€nger belichtet wird, damit der Hintergrund nicht in Dunkelheit verschwindet.

Kreativ-Programme

Wie schon von andere Olympus-Kameras gewohnt bietet auch die E-PL3 sogenannte ART-Programme: Diese umfassen die sechs Effekte Pop Art, Soft Fokus, Monochrome Film, Lochkamera, Diorama (Miniatiur-Effekt) sowie Dramatischer Effekt. Freilich kann man all diese Effekte auch am Mac umsetzen, zudem speichert die Kamera die Aufnahme nicht zusĂ€tzlich im unbearbeiteten Modus. Trotzdem macht es Spaß die Effekte einzusetzen.

FĂŒr ambitionierte Fotografen

Die Kamera bietet nahezu alle Funktionen, die sich ein ambitionierter Fotograf wĂŒnscht, allerdings sind sie nicht immer auf den ersten Blick zu sehen. Hier muss man auf den direkten Zugriff auf einige Funktionen verzichten. Beispielsweise lĂ€sst sich der Olympus-typische dreistufige Bildstabilisator nicht direkt, sondern nur ĂŒber das KameramenĂŒ einstellen. Sehr gut ist die Bracketing-Funktion. So lĂ€sst sich beispielsweise eine Belichtungsreihe von bis zu sieben Aufnahmen erstellen, ideal fĂŒr HDR-Fotografen.

Video

Mit ihrer Ausstattung ist die E-PL3 voll auf der Höhe der Zeit. Das war nicht immer so, denn bislang boten die Olympus-Kameras eine eher magere Video-UnterstĂŒtzung. Nun aber kann die Kamera Videos auch in Full-HD-Auflösung aufzeichnen und die Videos im AVCHD-Format speichern. Am Mac erkennt iMovie das AVCHD-Format anstandslos. Die VideoqualitĂ€t ist zwar durchaus gut, aber der Autofokus ist teils recht verwirrt oder trĂ€ge. Der Ton wird zwar nur in akzeptabler QualitĂ€t aufgezeichnet. Man kann aber einen Adapter (EMA-1 ) zukaufen, an dem sich ein externes Mikrofon anschließen lĂ€sst.

BildqualitÀt

In der Praxis gibt die BildqualitĂ€t keinen Anlass zur Kritik, die Farben und die Helligkeit stimmen. Auch bei den DC-Tau-Labortests zeigt die Olympus E-PL3 keine großen SchwĂ€chen.

Olympus verwendet einen ĂŒberarbeiten Bildsensor, der ein besseren Dynamikumfang bieten soll. Das bestĂ€tigt unser Test im Vergleich zur E-PL2 vor allem bei höheren ISO-Stufen. Erfreulich ist, dass die Eingangsdynamik bis ISO 1600 recht stabil bleibt. So kann die Kamera auch bei schwachem Licht Motive noch gut wieder geben. Die Eingangsdynamik gibt an, wie hoch die Helligkeitsunterschiede sind, die verarbeitet werden können. Auch das Bildrauschen, das sich recht gleichmĂ€ĂŸig auf die Helligkeitsbereiche verteilt, befindet sich bei hohen ISO-Stufen auf erfreulich geringem Niveau. So sind auch mit ISO 1600 noch qualitativ gute Aufnahmen möglich.

Das Kit-Objektiv bietet dagegen nur eine durchschnittliche Leistung. Gut ist die geringe Verzeichnung des Objektivs, doch vor allem bei mittlerer Brennweite messen wir eine deutliche Vignetierung von 0,9 Blendenstufen, sie macht sich bei offener Blende durch dunkle RĂ€nder bemerkbar. Die Auflösungs-Ausbeute, an der maßgeblich das Objektiv beteildigt ist, betrĂ€gt knapp ĂŒber 60 Prozent. Das ist verglichen mit Ă€hnlichen Kameras ein normaler Wert.

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